4. März 2010
Unkaputtbare Pimpinelle
Auf meinem Nordseitebalkon lag bis vor wenigen Tagen ein ca. 40 cm hoher, zu festem Eis gefrorener Schneeberg. Auch auf den Balkonkästen türmte sich das Eis 20 cm hoch. Nun ist alles wieder abgetaut und zu meiner großen Verwunderung steht da die Pimpinelle, fast als wäre kein Winter gewesen:

Wie man sieht, hat das Eis die Tonfigur, die ich im Kasten vergessen hatte, teilweise gesprengt (der helle Teil auf der Stirn des Kopfes liegt nur noch locker auf). Nicht so die Pimpinelle: da stehen bis zu 20 cm lange Stängel mit kleinen gezackten Blättern in unverletztem Grün. Ein paar waren natürlich auch vertrocknet, die hab’ ich fürs Fotos entfernt.
Ist das nicht irre? Eigentlich sollte man meinen, eine so lange und kompakte Vereisung würde jede Zelle zermatschen – ich staune!
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Frisch gelegt (im September) und nachdem unser Garten im Oktober den ersten Frost abgekriegt hat, blühen bei uns die Schneeglöckchen schon Ende November.
Eine nette Idee von 





Helianthus tuberosus oder auch Erdbirne, Erdartischocke, Indianerknolle: die Topinambur hat mehrere Namen und gehört zu den letzten Pflanzen, die im späten Herbst noch blühen. Mit einer Birne hat sie allerdings wenig gemein: sie erinnert mehr an die Kartoffel und wurde, als es hierzulande noch keine Kartoffeln gab, auch noch häufig “wie eine Kartoffel” verwendet.
Da ihre Knollen auf dem Biomarkt für bis zu 4,95 Euro das Kilo gehandelt wurden, freuten wir uns über das Geschenk der Umstände und gruben im Winter die Knollen aus. Es wundert nicht, dass die Topinambur vom Massenmarkt verschwunden ist, denn die Knollen sind von unregelmäßiger Form und schwieriger zu schälen. Auch kann man sie nicht so lange lagern, sondern muss sie binnen weniger Wochen verzehren. 

