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Gartenblog-News
neue Artikel deutschsprachiger Gartenblogs

9. August 2010

Baumskelett als Rosenständer

Skelett vom toten PfirsichbaumDas hier ist das Skelett eines Pfirsichbaums, der nach dem letzten Winter kein Lebenszeichen mehr von sich gegeben hatte. Schon zuvor trug er nur noch auf einigen wenigen Ästen Blätter und Früchte.

Tote Bäume fällen wir nicht gerne, wenn uns noch eine andere Verwendung einfällt. Totholz ist gut für Kleinlebewesen, zudem ist auch ein Skelett noch ein strukturierendes Element, das durch eine Neupflanzung optisch nicht so schnell ersetzt werden kann.

Warten auf die Ramblerrose

Den toten Pfirsich haben wir schwer beschnitten – und nun wartet er, bis die Ramblerrose, die wir zu seinen Füßen pflanzten, größer wird. Es fehlen noch ein paar Zentimeter bis zum untersten Ast. Man sieht sie hier noch nicht, da sie hinter den Dreimasterblumen steht.

Da es vermutlich noch länger dauert, bis die Rose ihren “Ständer” umkleidet, warte ich noch auf eine Eingebung, wie ich ihn noch verzieren könnte, damit das Ganze mehr nach “Gartenobjekt” aussieht. Tibetische Gebetsfahnen? Hausgeister-Masken? Mal sehen….

Thema: Alles, Gartengestaltung, nachhaltig gärtnern | Tags: none | 3 Kommentare » |

13. Mai 2010

Ein Drittel kleingärtnerische Nutzung

In jedem Garten, der zu einer Kleingartenanlage im Sinne des Bundeskleingartengesetzes gehört, muss ein Drittel der Fläche “kleingärtnerisch genutzt” werden. Viele werden denken, das sei doch kein Problem: Wozu hat man denn einen Garten, wenn man gar nichts anbauen will?

auch ein Apfelbaum gehört zur kleingärtnerischen NutzungNun, es gibt Situationen, in denen das nicht mehr so selbstverständlich ist: z.B. schaffen es manche alt gewordenen Gartenpächter nicht mehr, weil sie körperlich schon zu “klapprig” geworden sind. Andere begreifen ihre Parzelle als reines Erholungsgebiet mit Rasen, Grillplatz und Festwiese und gefährden damit den Schutz der Gemeinnützigkeit der jeweiligen “KGA”. Schließlich ist es eine Begünstigung, dass man Land in der Stadt so preiswert pachten kann: Die soziale Bindung bedeutet umgekehrt auch soziale Pflichten. Wie eben die “kleingärtnerische Nutzung”, aber auch solche Dinge wie Hecken, über die ein Spaziergänger noch schauen kann. Denn eine KGA soll auch der Erholung der Anwohner dienen, nicht nur der der Pächter. Und ein Spaziergang durch ein hohes Heckenlabyrinth ist ja nur in seltenen Fällen angenehm. weiter…

Thema: Alles, Gartengestaltung, Kleingarten-Politik | Tags: none | 0 Kommentare » |

27. April 2010

Im Steinbeet

Einfach mal ein paar Bilder mit Details aus Matts Steinbeet, das langsam richtig schön wird:

im Steinbeet
weiter…

Thema: Alles, Alles was wächst, Gartengestaltung | Tags: none | 8 Kommentare » |

9. November 2009

Die Mauer ist auf – auch bei uns im Garten!

Im Jahr 2 unseres neuen Gartens ist auch bei uns eine Mauer durchlässig geworden: die einst geschlossene Thuja-Mauer, die jeden Blick von außen verunmöglichte, gibt es so nicht mehr:

Thuja-Mauer, August 2008

Geblieben sind locker stehende Einzel-Thujas, zwischen die wir andere Büsche gepflanzt haben: solche, die niemals so dicht werden können wie die “grüne Mauer”, die wir vorfanden.

Thuja-Reihe, November 2008

Mittlerweile find ich die eine oder andere Thuja sogar richtig nett!

Ernsthafte Gedanken zum heutige Mauerfall-Fest finden sich im Digital Diary:
“Eine Art 4.Juli für Deutschland: zum Mauerfall-Pathos”.

Thema: Alles, Gartengestaltung | Tags: none | 4 Kommentare » |

20. Oktober 2009

Naturnah gärtnern – was meinen wir damit?

Es ist an der Zeit, mal etwas konkreter zu berichten, was uns naturnah gärtnern eigentlich bedeutet. Wie bei allen Konzepten gibt es auch da – natürlich! – unterschiedliche Meinungen und sich entwickelnde Traditionen. Jeder Gartenfreund muss hier seinen eigenen “Weg der Mitte” finden. Und das kann dauern, denn Gärtnern ist ja kein “Ruck-zuck-alles-anders”-Unternehmen. Zumindest dann nicht, wenns um “naturnah” geht!

Im folgenden mal ein paar Punkte, die wir auf unseren Gartenparzellen berücksichtigen, bzw. anstreben

  • Auf Chemie wird verzichtet: keine chemischen Pflanzenschutzmittel kommen zur Anwendung, allenfalls verwenden wir Aufgüsse und Jauchen aus Wildpflanzen (z.B. Brennesseljauche).
  • Kompostierung ist ein Muss: alle Pflanzenabfälle, Blätter, Grasschnitt, angefaultes oder verwurmtes Obst etc. kommen auf den Haufen, dazu auch unser Kaffeesatz und gelegentlich Altpapier. So gewinnen wir neue Erde, die den am insgesamt zu sandigen Boden auf Dauer verbessern wird. Kompost dient auch als natürlicher Dünger – wir können gar nicht genug davon haben!
  • Nie soll die Erde kahl und nackt offen liegen bleiben, denn das laugt sie nur aus. Wo nichts wachsen soll, weil Nutzpflanzen gefördert werden sollen, wird gemulcht (Rasenschnitt, Wildkräuterheu etc.). Pflanzenreste liefern wichtige Nährstoffe für das Bodenleben. Zudem finden wir: Ein Teppich heimischer Wildkräuter ist nicht hässlich, sondern eine Freude für die Kleinlebewesen – und wenn irgendwas so sehr dominiert, dass es doch unser Auge beleidigt, dann wird eben punktuell gejätet bzw. ausgelichtet (der Kompost muss ja irgendwoher kommen!).
  • Totholzhaufen und alte Baumstammteile, ebenso Steinbeete auf Steinhaufen bieten heimischen Insekten und Kleintieren Unterschlupf und für Menschen eine interessante Optik.
  • Wir bevorzugen heimische Pflanzen, vornehmlich solche, die auch Bienen und Wild-Insekten etwas bieten: als “heimisch” sehen wir ganz unideologisch jene Pflanzen an, die hierzulande selbständig überleben können.
  • Wir mögen Wiese statt Rasen: Matts Parzelle hat viel Wiese, bestanden von alten Obstbäumen. In der oberen Hälfte haben wir einen Teil zum “Steppenbeet” erklärt, nämlich da, wo Jahrzehnte lang ein Gebäude stand und der Boden extrem mager ist. Hier können ohne Bodenaustausch sowieso nur Wildpflanzen und Magerkräuter wachsen, deren Vielfalt wir nach und nach durch das Einbringen und “verteidigen” weiterer Arten erhöhen. Die restliche Wiese mähen wir mit der Sense zweimal im Jahr, was genau das ist, was für solche Wiesen empfohlen wird. Derzeit gönnen wir den alten Bäumen aufgelockerte und von Gräsern befreite Baumscheiben, die wir mit Frühblühern bepflanzen und dann mit Blättern bedecken.
  • Abwechslung auf den Nutzbeeten: Immer die gleichen Arten an derselben Stelle entziehen dem Boden immer die gleichen Nährstoffe und führen so genannten “Bodenmüdigkeit”. Eine sinnvolle Fruchtfolge hält den Boden fruchtbar, drängt Krankheitserreger und Schädlinge zurück und vermindert die Anreicherung von Schadstoffen im Boden.
  • Verdorrtes bleibt lange stehen: Vögel holen sich gerne die Samen aus den vertrockneten Samenständen vieler Wild- und Kulturpflanzen, Spinnen kleben ihre Nester an vertrocknete Stauden. Und vieles sieht auch gar nicht schlecht aus: schließlich gehört Tod und Sterben zum Leben – warum soll man das nicht auch im Garten sehen können?

Bei alledem stehen wir erst ganz am Anfang. Zwar ist die vordere Parzelle keine weitgehend kahle Sandwüste mehr (wie bei der Übernahme) sondern flächendeckend bewachsen, doch mit der Umgestaltung der Beete fangen wir gerade erst an. Die Betonschwellen kommen nach und nach weg und wir müssen uns andere Beetbegrenzungen einfallen lassen. Einige Betonteile konnten wir sinnvoll wiederverwenden, doch sind es insgesamt einfach zu viele.

vorderer Garten

Die Thuja-Hecke haben wir ausgelichtet und in die Lücken verschiedenste Büsche gesetzt, die nun ihre Zeit zum Wachsen brauchen. Den schnurgeraden Betonweg (=100%ige versiegelt) haben wir aufgebrochen und Fugengrün gesäht, das nun als Gras hier und da aus dem Beton wächst – DAS finden wir schon mal viel hübscher als Beton pur! Den brachial wirkenden Rosenbogen haben wir zum Torbogen umfunktioniert, doch bis der dort gepflanzte Efeu das beranken wird, dauert es noch seine Zeit.

Kurzum: mit der “Verbesserung des Gesamteindrucks des Gartens” sind wir (sogar als bekenennde faule Gärtner) mit Lust und Freude übers ganze Jahr befasst! Doch es dauert eben seine Zeit und ein reiner Ziergarten soll es nicht werden, sondern eine harmonische Balance von Ökologie, Nutzen und Schönheit.

Thema: Alles, Gartengestaltung, Philosophisches, nachhaltig gärtnern | Tags: none | 7 Kommentare » |

20. September 2009

Alternative zur Thuja ?

Für die riesige, umfangreiche Thuja (im Bild links der Mitte) suchen wir perspektivisch eine Alternative:

thuja.jpg

Der Baum an sich ist einfach unschön: mehr als das halbe Jahr ist er BRAUN, erst jetzt im September ist er im Gesamteindruck richtig grün geworden. Er bietet den Vögeln und Insekten wenig und macht einen massiven, finsteren Eindruck.

Ihn einfach fällen, ohne zu wissen, was an seine Stelle kommen könnte, wollen wir aber nicht. Immerhin ist er ein strukturierendes, auffälliges Form-Element im ansonsten “landschaftsartig” halb wild belassenen “Neuland”.

Thema: Alles, Alles was wächst, Gartengestaltung, nachhaltig gärtnern | Tags: none | 2 Kommentare » |

31. Juli 2009

Abgesang auf den Zierrasen

Letztes Jahr hatte ich hier ja mal gefragt, wie die Leute mit diesen beeindruckend gleichmäßigen Rasenflächen das eigentlich so hinbekommen – ganz unabhängig davon, dass wir auf so einen “Edel-Rasen” selber keine Lust haben.

Rasen

Iris gibt in ihrem Lebensglück Garten darauf ausführlich Antwort und zeigt: so ein Rasen ist alles andere als pflegeleicht und gewiss nichts für faule Gärtner:

Man muss einmal pro Woche mähen und die Kanten schneiden, zweimal jährlich “vertikutieren”, den Rasen im Sommer reichlich und regelmäßig wässern, mit Dünger aus dem Handel düngen, fortlaufend Unkraut jäten und im Herbst die fallenden Blätter entfernen, auf dass die Gräser nicht darunter verfaulen. Sehr viel Einsatz für eine zumindest in sehr kleinen Gärten für Mensch und Tier weitgehend nutzlose Rasenfläche!

Lebensglück Garten

Iris’ rasenlosen Garten kann man dann im Bild bewundern: schöne blühende Staudenarrangements zwischen Rindenmulchwegen.

Thema: Alles, Gartengestaltung, nachhaltig gärtnern, Übern Gartenzaun | Tags: none | 9 Kommentare » |

30. Juli 2009

Steinbeet: Unfertig, aber schon bezogen

Mein Steinbergbeet entwickelt sich, ist aber noch weit entfernt davon fertig zu sein. Vorne, an den Seiten und hinten ist noch viel zu tun, nur die Mitte gefällt mir schon.

Steinberg

Gestern durften die Pflanzen aus dem ersten Steinbeet auf den Berg umziehen.

Bei den Umbauarbeiten habe ich eine kleine Erdkröte (Bufo bufo) überrascht. Dankenswerterweise hat sie noch gewartet, bis ich die Kamera geholt hatte.

Erdkröte

Thema: Alles, Gartengestaltung, Tierleben | Tags: none | 6 Kommentare » |

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