29. März 2010
von ClaudiaBerlin
5 Kommentare

Tomaten vorziehen: erstmal ein Kamillentee-Bad

Dieses Jahr sind wir zweieinhalb Wochen später dran mit dem Samen vorziehen als bei der Anzucht 2009. Aber jetzt gehts los. die Tomatensorten haben wir wieder über Vern bezogen, dem „Verein zur zur Erhaltung und Rekultivierung alter und seltener Nutzpflanzen“.

Und hier stehen sie schon mal im Kamillentee-Bad:

Anzuchtsamenim Kamillenbad

Den Tipp fand ich z.B. bei Heiner von „Wir sind im Garten“ – und zwar in den Kommentaren eines Beitrags über „Gemüse vorziehen“. Matt hatte es auch schon mehrfach gelesen und ich denke mir, schaden wird es ja nicht! :-)

Die Sorten sind:

  • Black Plum: stammt aus Russland, die Pflanze wird riesig und ist sehr robust und ergiebig. Das schwarz-bräunliche Fruchtfleisch wirkt in Kombinantion mit anderen Farben echt toll! Wir hatten Black Plum auch letztes Jahr und waren sehr zufrieden!
  • Ochsenherz: eine große, herzförmige Fleischtomate aus Deutschland – bin gespannt!
  • Blondköpfchen: kleine gelbe Tomaten in großen Trauben mit bis zu 80 Früchten – als Herkunft gibt VERN „UDSSR“ an, obwohl es die ja nicht mehr gibt.
  • Rosii Marunte: aus Rumänien, zartblättrige Stabtomate, kirschgroße, rote Frucht mit gutem Geschmack. Man soll sie nicht ausgeizen.
  • Carrot Like: soll sehr „trockenheitstolerant“ sein und recht resistent gegen Braunfäule; stammt aus Russland, ist mittelgroß, platzfest und fruchtet früh.

Matt hat noch Samen der gelben Zitro-Tomate vom letzten Jahr. Und wir rechnen eigentlich damit, dass die kleine „rote Murmel“ von selber kommt – ist ja eine Wildtomate, warum also nicht?

Heut‘ hab ich auch noch Zebra-Malven (Malva sylvestris ‚Zebrina‘) in einem Gartencenter mitgenommen. Die finde ich einfach wunderschön und vom Boden her sollten sie zu unserem eher mageren Garten eigentlich gut passen. Ich werde es an mehreren Standorten ausprobieren und ziehe auch ein paar auf der Fensterbank vor.

22. März 2010
von ClaudiaBerlin
14 Kommentare

Rasen nachsähen?

In Berlin müssen die Pfleger der öffentlichen Anlagen Rasen nachsähen, da die Flächen zu 20 bis 30 Prozent komplett erfroren seien. So berichtete es jedenfalls ein lieber Freund, der das im Lokal-TV mitbekommen hat.

Ich wär gar nicht auf die Idee gekommen, dass so ein winterlich verdorrter Rasen auch total kaputt und nachsäh-bedürftig sein kann. Habt Ihr in Euren Gärten mal solche Erfahrungen gemacht?

Biene auf Krokus

Bisher zeigen sich tatsächlich noch keine Halme – aber ich denk mal, die kommen noch!

12. März 2010
von ClaudiaBerlin
3 Kommentare

Erster schneefreier Gartenbesuch: Frühblüher + Topinambur-Ernte

Wir waren sehr gespannt, wie es aussehen würde: meist hält sich der Schnee in Lichtenberg ja länger als mitten in der Stadt. Zu unserer Freude war dann doch wie erwartet endlich alles weggeschmolzen. Hier betrachtet Matt die ersten Schneeglöckchen:

Garten: endlich schneefrei

Im Hinterland verzieren Krokuss die noch winterlich-verdorrte Wiese:

Krokusse

Und hier der Blick von der Laube Richtung Eingang: die Reste der einst geschlossenen Thuja-Hecke werden wir im Frühling nochmal beschneiden – auf dass uns nicht die KGA-Ordnung auf den Kopf falle:

Gartenweg

Schön, wenn man auch gleich beim ersten schneefreien Besucht etwas ernten kann – nämlich Topinambur, von denen noch eine Menge in der Erde liegen. Zum Glück haben wir die Stängel stehen lassen, so sieht man, wo man graben muss.

verdorrte Topinambur-Stauden

Die bekommen demnächst eine tiefe Wurzelsperre zum Nachbarn hin. Ach ja, es ist bald jede Menge zu tun, aber noch ist der Boden nicht 100%ig aufgetaut und auch in den Tonnen (die wir unvorsichtigerweise teilweise schon wieder aufgestellt haben) ist sogar wieder neues Eis.

Ich freu mich aufs Loslegen – als erstes such ich mir aber ein paar neue interessante Tomatensamen zum Vorziehen auf der Fensterbank.

10. März 2010
von ClaudiaBerlin
Kommentare deaktiviert für Blick zurück: mein erstes Webprojekt – eine Ausstellung

Blick zurück: mein erstes Webprojekt – eine Ausstellung

ckstzndfire

„Der Inhalt ist – trotz postmoderner Verzweiflung – indianisches Gespräch am Lagerfeuer.“ So kommentierte ein Leser mein erstes Webzine, das ich als Online-Ausstellung derzeit wieder ins Licht der Web-Öffentlichkeit rücke. Es soll einen Blick ermöglichen, wie das Web vor 14 Jahren aussah – in den ersten wilden Jahren, als noch jeder machte, was er wollte – schließlich gab es keinerlei Traditionen oder gar Vorschriften für das soeben entdeckte „Neuland“.

Wir nannten es „Cyberspace“ und waren ziemlich unter uns: Literaten, Künstler, Studenten, Uni-Seiten – und alle machten sich daran, auszuexperimentieren, was im „neuen Land der Freiheit“ so alles ging.

Und es ging viel, auch ohne Blogscripte: Diskussionen wurden eben per E-Mail geführt und Kommentare händisch unter die Diskussionsartikel gesetzt. „Community“ gab es da auch schon, nur eben nicht technisch gestützt. Und alles ging etwas langsamer, was allerdings der Qualität eher genützt als geschadet hat.

Wer mag, schaut mal rein.

Missing Link Cyberzine

4. März 2010
von ClaudiaBerlin
4 Kommentare

Unkaputtbare Pimpinelle

Auf meinem Nordseitebalkon lag bis vor wenigen Tagen ein ca. 40 cm hoher, zu festem Eis gefrorener Schneeberg. Auch auf den Balkonkästen türmte sich das Eis 20 cm hoch. Nun ist alles wieder abgetaut und zu meiner großen Verwunderung steht da die Pimpinelle, fast als wäre kein Winter gewesen:

Pimpinelle

Wie man sieht, hat das Eis die Tonfigur, die ich im Kasten vergessen hatte, teilweise gesprengt (der helle Teil auf der Stirn des Kopfes liegt nur noch locker auf). Nicht so die Pimpinelle: da stehen bis zu 20 cm lange Stängel mit kleinen gezackten Blättern in unverletztem Grün. Ein paar waren natürlich auch vertrocknet, die hab‘ ich fürs Fotos entfernt.

Ist das nicht irre? Eigentlich sollte man meinen, eine so lange und kompakte Vereisung würde jede Zelle zermatschen – ich staune!

26. Februar 2010
von ClaudiaBerlin
7 Kommentare

Zweiter Gartenbesuch 2010: immer noch Schnee

Nina von style-blog.net schreib uns in die Kommentare: „hey es wird mal wieder zeit für einen neuen blogpost“ – und hat ja völlig recht. Danke für die Motivation! :-)

Gestern starteten wir am ersten sonnigen Tag seit gefühlten Ewigkeiten wieder Richtung KGA „Am E-Werk“. Die verschneite Straße durch die Anlage sieht richtig romantisch aus, wie ich finde:

Hegemeister Weg - derzeit verschneit und gesperrt

Und obwohl es seit Tagen taut und die Gehwege in der Stadt schon weitgehend abgetaut sind, ist der Garten leider noch immer voll verschneit. Es gibt kaum was zu sehen, außer einer dicken Schneedecke.

Garten im Schnee

Wir fühlten uns trotzdem superwohl: die lange entbehrte Sonne, die warmen Temperaturen, Tauwasser tropfte vom Dach! Es gab den ersten Kaffee und dann stellten wir einen Liegestuhl raus, um mitten im Schnee die Sonne zu genießen:

Auf dem Liegestuhl im Schnee

Mit etwas mehr Rundblick....

Es gab sprichwörtlich nichts zu tun, außer dem Schnee beim Tauen zuzusehen. Ich schätze mal, in einer Woche ist der spätestens weg, wenn nicht früher. Dann schneiden wir auch die Staudenreste ab, die jetzt noch der Orientierung dienen: man sieht wenigstens, wo die Beete sind.

Ich bin gespannt, ob unsere neu gepflanzten Bäumchen den harten langen extrem kalten Winter überlebt haben!

13. Februar 2010
von ClaudiaBerlin
7 Kommentare

Winterschlaf

Berlin ist noch immer vereist, der strenge Winter rückt den Garten immer noch „in weite Ferne“, so als wäre er ein Traum, irgendwann mal geträumt, aber im Leben nicht wirklich real. Und doch denke ich nun schon ganz gelegentlich drüber nach, wann ich wohl dieses Jahr mit dem Vorziehen der Tomaten beginnen soll? Ein Blick ins Inhaltsverzeichnis mit ALLEN Blogbeiträgen sagt mir: da ist noch gut Zeit! Letztes Jahr hab‘ ich um den 12./13. März damit begonnen – und letztlich waren sie dann eigentlich schon zu groß, als wir sie raus setzten.

Vor zwei Jahren um diese Zeit haben wir unsere alten wilden Garten aufgeben müssen. Oft denke ich mit Wehmut an diese grüne Idylle mitten in der Stadt zurück, die heute ein langweiliger Parkplatz ist. Am 1.Februar 2008 hatten wir ein Abschiedsfeuer und haben gegrillt! Tja, das waren andere Temperaturen als dieses Jahr. Am 4. Februar 2008 standen die Krokusse in voller Blüte, die anderen Frühblüher gar schon am 16.Januar!

Dieses Jahr liegt eine dicke Schneedecke – und langsam hab‘ ich den Eindruck, das wird überhaupt nie mehr anders!

Möve in der Rummelsburger Bucht

Eine Möwe auf der vereisten Spree – fotografiert nach einem Spaziergang quer übers dicke Eis der Rummelsburger Bucht.

TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste