10. August 2012
von ClaudiaBerlin
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Mischkultur: Borretsch auf dem Erdbeerbeet

Der Borretsch, den wir im ersten Jahr nach Übernahme des Gartens ausgesäht haben, ist mittlerweile auf unserem Erdbeerbeet richtig heimisch geworden. Wir mögen Pflanzen, die einerseits Nutzpflanzen sind, andrerseits aber nicht groß gepflegt werden müssen, weil sie gut mit sich alleine auskommen. Und Borretsch schafft das sehr gut. Er verbreitet sich auch ohne weiteres Zutun: z.B. wachsen jetzt auch kleine Felder auf und neben unseren Komposthaufen.

borretsch-biene

Küchenkraut und Bienenweide

Nützlich ist der Borretsch als Küchenkraut: die Blätter schmecken Gurken-artig und ist im Prinzip eine Salatbereicherung. Tatsächlich ist er mir schon bald zu grob und zu „haarig“, um ihn so zu verwenden. Wohl aber pflücke ich öfter die blauen Bläten und streue sie über Tomaten oder einen gemischten Salat – sieht einfach toll aus! Und Blüten hat der Borretsch jede Menge, fast den ganzen Sommer lang.

Borretsch - die Bienenweide

Im Volksmund wurde das „Gurkenkraut“ auch Herzfreude, Liebäuglein und Wohlgemutsblume gennannt, wie ich bei Wikipedia erfahre – vermutlich, weil die Blüten irgendwie „süß“ und gut gelaunt aussehen. Den Bienen ist der Borretsch eine wahre Freude – und uns freut es, wenn wir ihnen durch die Mischkultur auf dem Erdbeerbeet auch richtig etwas bieten können.

Zu Erdbeeren passt er gut, denn im Frühjahr kann man „Tabula rasa“ rund um die Erdbeeren machen, mulchen und hacken, ohne ans Überleben des Borretschs denken zu müssen, dessen Samen im Boden schlummern ohne zu stören. Er wächst erst richtig los, wenn die Erdbeeren schon sehr weit sind – eine optimale Kombination!

7. August 2012
von ClaudiaBerlin
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Hallo Gartenfreunde: Gartenpumpe abzuholen – Keller-Entrümpelung

Hier hat es eine Pause gegeben, da ich meinen Buchtext fertig bekommen musste und kaum zum bloggen kam. Allerlei Arbeit hat sich aufgestaut und nun muss auch der Keller entrümpelt werden, denn der wird schon bald saniert.

Ein paar Sachen kann vielleicht noch jemand brauchen:

  • Eine Gartenpumpe mit Armaturen (gut, wenn man sich grade einen Brunnen bohren will),
    Gartenpumpe
  • eine alte Singer-Nähmachine,
  • diverse Gläser und Kolben (Chemie-Bedarf? Einzeln teuer, hier eine Kiste umsonst)
  • 2 große Fote- oder Bau-Lampen inkl. 10 mega-helle Glüchbirnen
  • diverse Geräte (Hacke, Beil, Laubrechen…)

Und hier die Besichtigungsseite zum Ansehen.

Bis zum 15.8. muss alles weg sein. Wer also etwas davon brauchen kann, möge sich bitte schnell melden (hier Handy-Nummer, Mail- und Wohnadresse).

12. Juli 2012
von ClaudiaBerlin
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Monsanto wird trauern: EuGH erlaubt den Handel mit alten Saatgutsorten

Wow, wer hätte vom Europäischen Gerichtshof so ein Urteil erwartet? Wie SPIEGEL ONLINE berichtet, hat der EuGh heute entschieden, dass Europas Bauern Saatgut von alten, nicht mehr zugelassenen Pflanzensorten sowohl selbst herstellen als auch verkaufen dürfen.

„Bauern dürfen Saatgut künftig selbst verkaufen – auch wenn es amtlich nicht zugelassen ist. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden und damit die Macht der großen Agrarkonzerne gebrochen. Landwirte jubeln: „Ein unglaublicher Sieg für Bauern und Verbraucher.“ …..
…… Im Ausgangsfall war ein bäuerliches Netzwerk, die Initiative Kokopelli, von einem industriellen Hersteller auf 50.000 Euro Schadensersatz verklagt worden, weil die Bauern mit amtlich nicht zugelassenem Saatgut handelten. Nach der Saatgutrichtlinie der Europäischen Union müssten im Normalfall alle Sorten, die in den Handel kommen, in einem teuren Verfahren zugelassen und in einem amtlichen Register eingetragen werden.

Bäuerliche Saatgut-Netzwerke wie die Initiative Kokopelli erfüllen diese Voraussetzungen für die Zulassung ihrer alten Sorten zwar nicht. Doch der Verkauf dieser Sorten werde von der umstrittenen Richtlinie nicht ausgeschlossen, heißt es im Urteil.
aus: „Richter kippen Saatgut-Monopol der Konzerne“ SPIEGEL ONLINE, 12.7.2012

Monsanto und andere werden Trauer tragen – aber sicher nicht aufgeben. Nun heißt es aufpassen, dass nicht Lobby-gesteuerte Gesetze erlassen werden, die die Lücke schließen!

8. Juli 2012
von ClaudiaBerlin
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Mein wilder Balkon-Garten

Groß ist er nicht, grade mal 2,40 x 1,20 Meter misst mein Balkon im dritten Stock eines typischen Berliner Altbaus in Friedrichshain. Zum Glück gibt es über ihm nurmehr eine Wohnung ohne Balkon, so dass über diesem Mini-Garten der freie Himmel liegt und der Regen mich von der Gießpflicht oft entlastet.

Balkongeänder

Dank eines attraktiven Balkongeländers, das viel Durchblick lässt, kann ich Kästen und Töpfe auch auf den Boden stellen. Am oberen Ende des geschwungenen Geländers ist bereits eine Halterung für Kästen integriert.

Alle möglichen Stellplätze nutze ich aus, doch verspüre ich keinen Ehrgeiz, hier attraktive Zierpflanzen zu hegen, womöglich auf ansonsten kahler Erde. Mein naturnahes Gärtnern hat sich auch auf dem Balkon etabliert und in den Kästen und Töpfen darf vieles wachsen, was sich von selber einfindet bzw. aus der Erde kommt, die teils noch aus dem letzten Garten stammt. Der blasslila Rittersporn hat sich so „eingefunden“ – ich hab‘ ihm einen eigenen Topf gegönnt und jetzt blüht er zu meiner Freude. Weiterlesen →

6. Juli 2012
von ClaudiaBerlin
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Gewittriger Sommer, erste Zucchini

Bei uns braucht alles Wachsen und Reifen etwas länger. Länger als in der (wärmeren) Stadt sowieso, doch auch länger als in manch anderen Gärten unserer Kleingartenanlage, deren Mega-Gewächse wir gelegentlich bewundern.

Vermutlich düngen diese Gartenfreunde „ordentlich“, wozu wir uns noch nie durchgerungen haben. Am Anfang etwas Kompost, hier und da eine Beigabe von gekaufter/gedüngter Erde zum Berliner Sandboden – und seitdem einmal ein kurzer Guss auf „bedürftig“ erscheinende Pflanzen mit ein wenig Bio-Dünger im Gießwasser. Das war es auch schon, entsprechend gemächlich ist auch der Wuchs.

zucchini

Kein Problem mit dem Wachsen ohne viel Düngen hatten die Erdbeeren. Auch etliche Zucchini und Tomaten entwickeln sich hervorragend, insbesondere auf Beeten, die wir „aufgehügelt“ haben. Erste Zucchini konnten wir schon ernten. Die letzten wurden mal nicht in Scheiben gebraten, sondern endeten als Kichererbsen-Zucchini-Puffer. (Ich teste derzeit neue Rezepte auf Alltagstauglichkeit für ein Buch über meine vegetarisch-veganen Erfahrungen).

Der Aufenthalt im Garten fühlt sich durchweg tropisch an. Auch wenns gar nicht sooo heiß ist, sondern „nur“ um ca. 25 Grad, bricht mir der Schweiß bei jeder Bewegung aus. Echt wie Waschküche – und später dann Gewitter, danach heftigster Regen, durch den ich gestern auf dem Fahhrad nachhause fuhr und klitschnass wurde. Zum Glück ist es warm geblieben!

24. Juni 2012
von ClaudiaBerlin
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Thuja-Sterben, Vogel-Tod und eine kranke Aprikose

Zwar macht uns der Juni im Garten viel Freude, unsere Anpflanzungen wachsen mehrheitlich gut, wir ernten unglaublich schmackhafte Erdbeeren und genießen den bei uns heimisch gewordenen wilden Ruccula zum Salat. Aber nicht alles ist im Lot, Leben UND Sterben sind im Garten immer präsent.

Sterbende Thuja

Sterbende Thuja

Nachdem im letzten Jahr die riesige Thuja-Gruppe in der Mitte des Hinterlands zügig abgestorben war, scheint es nun auch eine der beiden Portalpflanzen zu treffen. Nicht dass wir Thujas sehr mögen, doch ist es schon schade, so einen großen Baum sterben zu sehen – und nicht zu wissen, woran es liegt. In einem Artikel auf Mein-schöner-Garten fand ich verschiedene mögliche Ursachen, darunter auch einfach „Trockenheit“, was noch das Wahrscheinlichste ist. Oder aber Wurzelfäule aufgrund eines Pilzes – dann müssten wir die Thuja zügig entfernen. Weiterlesen →

23. Juni 2012
von ClaudiaBerlin
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Mal eine Gartenblog-EM? Eindrücke von der Blog-EM 2012

Wer hier öfter rein schaut, wird bemerkt haben, dass ich mit meinem Veggie-Blog Unverbissen-vegetarisch an der „Blog-EM 2012“ teilnehme. Ich hatte die Veranstaltung noch rechtzeitig zur Vorrunde bemerkt und dachte mir: gute Idee! Das bringt Blogger/innen dazu, mal wieder vermehrt andere Blogs zu besichtigen, bzw. zu entdecken. Und neue Leser finden sich über die Aktion vermutlich auch! Weiterlesen →

17. Juni 2012
von ClaudiaBerlin
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Malven, wilde und gezüchtete

wilde malveDie Malve kenne ich in der Wildform (Malva sylvestris) aus der städtischen Umgebung: auf Brachland, auf Baumscheiben, in Betonkübeln und vernachlässigten Hinterhof-Ecken kann man sie antreffen. Eine hübsche, vielblütige und vom Erscheinungsbild her robuste Pflanze, die sich eigendynamisch fortpflanzt und ausbreitet. Genau das Richtige also für unseren naturnahen Garten – dachte ich!

Zögerlicher Wuchs

Einen ersten Ansiedlungsversuch starteten wir 2010, sähten einerseits Samen, setzten aber auch ein paar vorgezogene ins Hinterland. Am Rand eines Hübelbeets schien sie sich ganz gut zu entwickeln, wurde ca. 80 cm hoch und bekam viele Blüten. An anderen Stellen blieb sie klein, und im nächsten Jahr war sie verschwunden, nur am Hügelbeet kam nochmal eine Miniversion, die nun aber mehr krepelte als gut wuchs und dann nicht wieder kehrte.

In diesem Jahr also ein neuer Versuch: zusammen mit aus drei verschiedenen Quellen stammenden Stockrosensamen zog ich auch ein paar Malven vor (sah aus wie die Wildform, entstammte aber einer gekauften Samenpackung). Zusätzlich erstand ich in einem Gartenmarkt zwei Zuchtformen: eine „‚Primley Blue“ mit recht normalen, aber blauen Blüten, und eine „Lavatera maritima“ mit deutlich exotischerer, zweifarbiger Blütenform:

malva-latera-maritima

Beide hab ich nebeneinander eingepflanzt, unter Beigabe gekaufter (und also vorgedüngter) Gartenerde. Mit dem Berlin-Brandenburger Sand-Erde-Gemisch sollten sie nicht gleich als einzigem Umfeld auskommen müssen.

zwei Malvenarten, eine gedeiht, die andere nicht

Während die blaue Malve sich schnell zu einem breiten, niedrigen Busch mit vielen Blüten entwickelte, krepelte die exotische „Maritima“ dahin, produzierte ein paar Notblüten, vergilbt an den Blättern und wird wohl bald eingegangen sein. Wieder einmal beweist sich: die EINFACHERE Version einer Pflanze hält in unserem Garten viel besser aus als auf besondere Schönheit gezüchtete Exemplare.

Stockrosen? Von wegen! Fast alles Malven…

MalveWir wollten auch gerne wieder Stockrosen haben und machten 2012 zum Jahr der Stockrosenoffensive. Über 20 vorgezogene, wundervoll entwickelte Pflänzchen verteilten wir an verschiedenen Standorten. Zudem sähten wir auch Samen direkt aus und freuten uns, dass sich tatsächlich viele Pflänzchen zeigten!

Mittlerweile blühen einige davon und seither ist die Verwunderung groß: gefühlte 70% der geflanzten „Stockrosen“ sind ganz normale Malven!!! Ich verstehe es wirklich nicht, denn GANZ SICHER hatte ich Samen aus mindestens drei von vier Tütchen mit selbst gesammelten Samen von Stockrosen entnommen!!!

Nun ja, Malven wollten wir ja auch haben…. :-)

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