Die Lieferung aus dem Net-Shop ist noch nicht angekommen, aber wir haben uns beim nahe gelegenen Bau- und Gartenmarkt hinreißen lassen, zwei Magnolien, zwei Sanddornbüsche (männlich und weiblich) und eine Rose zu erstehen. Dazu noch so zehn, fünfzehn kleine Stauden, Kräuter, Blumen, zwei Päckchen Samen…
Tja, damit haben wir uns ganz klar die Arbeit eingehandelt, das alles auch einzupflanzen: gestern der Kleinkram, heute die Büsche. Zweimal gut zwei Stunden bei regnerischer, aber warmer Witterung. Wenn das Erde, Wasser und Kompost schleppen auch körperlich anstrengt, so blieb doch alles noch im für Faule erträglichen Spass-Bereich. Irgendwo muss man seine Fitness ja auch her kriegen, um nicht vor dem Bildschirm zu verkümmern! :-)
Für die Magnolie musste ein Holunder dran glauben. Den gibts im Garten noch ein paar Mal und in der Umgebung steht er auch nicht selten rum. Außer der kleinen Rose, die ich wegen der orangenen Farbe interessant fand, stehen jetzt alle Büsche auf dem Hang und werden ihn hoffentlich gut befestigen und abwechslungsreicher aussehen lassen als mit Hopfen alleine. Matt hat da gestern und vorgestern auch schon eine „Scheinquitte“, zwei Mirabellenableger und einen Knöterich gesetzt – bin mal gespannt, was sich da tun wird, wenn der Hopfen so richtig loslegt.
Ja, ich denke mir, dass jetzt so mancher Gartenfreund und manch erfahrene Gärtnerin grinsen muss beim Gedanken, wie zwei erklärte Faulenzer sich dann wohl zum „Kampf der entfesselten Kräfte“ verhalten werden. Schau’n wir mal! Was man setzt, das will man auch verteidigen, denke ich mir jetzt. Aber der Hopfen ist ja auch erst unterirdisch aktiv… :-)
Vom allgemeinen Austrieb und Neuanfang im Garten regelrecht mitgerissen, hat mich eine Art „Anpflanz-Sucht“ ergriffen. Im Supermarkt komm ich an den Pflänzchen einfach nicht vorbei, ohne ‚was mitzunehmen. Gestern erstand ich da sogar 12 Mini-Stiefmütterchen, obwohl ich die früher immer ausgesprochen doof und spießig fand. Verrückt!

Ist das denn so, dass „der Garten Arbeit macht“?? Und wenn ja, wie tut er das? Schreit er laut herum, man solle jetzt loslegen? Schließt er die Türen und lässt keinen ‚raus, solange nicht dies und das abgearbeitet ist? Beschwert er sich, wenn man gar nichts tut und bloß da rumsitzt und die Sonne genießt? Wohl kaum – was also bewegt all diese Menschen, die vor der drohenden Arbeit warnen? 
Neben dem vielen Totholz, das in Gestalt von Asthaufen, alten Baumstämmen und Strünken überall herum liegt und steht, fanden sich auch andere Gegenstände, die der alte Besitzer zur Verschönerung eingebracht hatte. Am auffälligsten ist die 