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Rezept für Pflaumenmarmelade, Zwetschgenmarmelade » « Zum Wahlergebnis: Müssen sich Gartenfreude fürchten?

Claudia am 1. Oktober 2009

Herbst im Garten: Vertrocknete Stauden werden gebraucht

In fast jedem Gartenmagazin wird derzeit unter “Gartenarbeiten im Herbst” das Zurückschneiden der Stauden empfohlen. Ich bin mir da gar nicht sicher und suche den Mittelweg: was noch irgendwie gut aussieht, darf ziemlich lange stehen bleiben, wenn es aber zum unschönen Gestrüpp ausartet, wird ausgelichtet.

Dabei verändert sich die Empfindung für das SCHÖNE: auch vertrocknete Samenstände und braune Blätter können schön sein. Mich erinnern manche verdorrten Stauden an IKEBANA-Arrangements, die ja auch oft nicht unseren gänginge Vorstellungen eines “hübschen Blumengebindes” entsprechen. Wenn ich dann auch noch sehe, dass Vögel und Insekten mit den abgeblühten Pflanzen noch was anfangen können, freut es mich besonders! Der Garten ist insgesamt heute schon viel belebter als zur Zeit, als wir ihn übernommen haben.

Eikokon - Spinnennest

Die weiße Kugel auf dem vertrocketen Ehrenpreis im Bild ist der Eikokon einer Spinne. Zumindest nehme ich das nach ein bisschen Rumsuchen im Web an, denn ich fand ähnliche Fotos in einem Entomologie-Forum. Gerne würde ich mal mitbekommen, wenn sie schlüpfen!

Thema: Alles, Alles was wächst, Tierleben | Tags: none
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11 Reaktionen zu “Herbst im Garten: Vertrocknete Stauden werden gebraucht”

  1. afferbich
    Am 1. Oktober 2009 um 17:11 Uhr

    Hallo,

    selbst wenn man dann doch etwas wegschneidet kann man das Schnittgut ideal als Winterschutz gebrauchen. Ich decke z. B. immer die empfindlichen „Füße“ der Clematis (wenn nicht mit Begleiter umwachsen) und anderen Weicheiern ab.

  2. Christina
    Am 1. Oktober 2009 um 18:26 Uhr

    Hallo,
    bei mir wird auch nicht alles sofort zurückgeschnitten im Herbst. Frühestens wenn die Stiele und Blätter der Stauden richtig trocken sind macht es Sinn. Dann kann man das trockene Schnittgut aufbewahren und zum Anheizen des Kamins benutzen.
    Gruß, Christina

  3. Matthias Großmann
    Am 1. Oktober 2009 um 20:36 Uhr

    Ich kann das nur bestätigen und gutheißen. Sicher kann das Schnittgut auch als Winterschutz dienen, aber an der Pflanze selber ist es ein ebenso guter Winterschutz. Ich finde es auch hübsch, wenn sich an vertrockneten Halmen Spinnen beim Weben auslassen, wenn der Schnee die Halme ziert oder einfach nur ein Stück Struktur im Garten stehen bleibt. Wir müssen uns nur an diesen eigentlich schönen Anblick der Natur gewöhnen.

  4. Biggi
    Am 1. Oktober 2009 um 22:58 Uhr

    Hi,
    nein, diesen “Rat” der Gartenmagazine befolge ich auch nicht. Bei den Staudenpäonien dient das Laub als Schutz gegen zuviel Nässe an den Wurzeln, an anderen Stauden ist es Winterschutz. Und ich finde auch, es sieht hübsch aus, wenn der erste Raureif sich zeigt.

    Aber ich mag zu ordentliche Gärten auch nicht sonderlich. Und ich freue mich, hier so viele Gleichdenkende zu finden.

  5. Claudia
    Am 2. Oktober 2009 um 11:25 Uhr

    Na, das hätte ich jetzt auch nicht gedacht, dass unser Stauden-Laisser-faire solchen Zuspruch erfährt! :-) Immer mehr Menschen finden Gefallen am naturnahen Gärtnern – toll!

    Aber all denen, die “ordentlich wegschneiden” und sich vielleicht hier nicht zu schreiben trauen, sag ich mal: Das Gärtnern soll zu allererst dem jeweiligen Gartenfreund/der Gartenfreundin FREUDE MACHEN – und wer diese Alt-Stauden als unschön empfindet und sie lieber entfernt, hat sein gutes Recht auf diesen “eigenen Stil”.

    Es bringt nichts, sich da ideologisch rumzustreiten – man sollte sich statt dessen austauschen und einfach zeigen, was man schön findet und warum man es so oder anders macht.

  6. Iris
    Am 2. Oktober 2009 um 19:22 Uhr

    Hallo Claudia,
    na schön, dann oute ich mich jetzt hier mal als Herbstschneiderin ;o).
    Besonders die hohen Sonnenbräute finde ich im abgeblühten Zustand nicht mehr wirklich schön, weil sie vom rauhen Herbstwind zerzaust auch irgendwann sehr auseinanderfallen. Zudem habe ich in unserem Reihenhausgarten ein paar strukturgebende immergrüne Sträucher und Stauden gepflanzt, die erst dann wieder so richtig zur Geltung kommen, wenn die großen Stauden heruntergeschnitten sind. Auch die welken Einjährigen werden alle abgeräumt. Nur die hohen Fetthennen und Gräser lasse ich stehen. Allerdings stelle ich von Oktober bis Ende März immer einen Thermokomposter vor unserer Terrasse auf, kompostiere das zerkleinerte Schnittgut und (bis Weihnachten) Küchenabfälle darin. Das verwende ich dann im Frühjahr als Mulchkompost (während der Sommermonate steht an der Stelle mein Oleander im Topf unterpflanzt mit Einjährigen). Ich finde, es gibt keinen besseren Dünger für starkzehrende Stauden als Mulchkompost. Außerdem verbessert es die Bodenstruktur, erhöht seine Wasserspeicherfähigkeit und unterdrückt Wildkrautwuchs (das spart Arbeit ;o).

    Ich würde jedoch nie Stauden erst während der kalten Wintermonate abschneiden, denn dann kann man ziemlich sicher davon ausgehen, dass sich bis dahin eine Menge Insekten darin verkrochen haben, die dann keine Chance mehr haben, ein anderes Winterquartier zu finden.

  7. Claudia
    Am 9. Oktober 2009 um 11:16 Uhr

    Danke Iris, das finde ich auch voll ok in so nem kleinen Reihenhaus-Garten. Schließlich möchte jeder den eigenen Garten als SCHÖN empfinden. Das mit dem Mulchkompost werde ich nochmal extra zum Thema machen!

  8. guild-rez
    Am 19. Oktober 2009 um 13:13 Uhr

    Ich stimme Iris zu, der Rückschnitt der Sträucher und Pflanzenn braucht nicht drastisch zu sein. Oftmals bieten die Pflanzen Futter in Form von Samen für die Vögel im Winter.
    Ich habe zwei Komposter hinter dem Haus, die den besten Mulchkompost herstellen. Ein Gemisch aus zerkleinerten Blaettern und Kuechenbfaellen verhilft unseren schweren Lehmboeden zu besserer Struktur. Der Erfolg ist zu sehen, herrliche und gesunde Pflanzen und Blumen. Selbst unsere Baeume wachsen viel schneller.
    Gruss aus Kanada,
    Gisela

  9. Cordula
    Am 23. Oktober 2009 um 13:03 Uhr

    Hallo liebe Gartenfreunde!

    Ich bin ganz neu hier, habe meinen Garten erst in diesem Jahr angelegt – und bin vollkommen überfragt, wie ich nun im Herbst verfahren soll.
    Ich würde gerne manches zurückschneiden, anderes stehenlassen, weiß aber nicht, welche Pflanze ich womit ruiniere…
    Im vorigen Herbst habe ich im Vorgarten eine ca. 70 cm hohe Bartblume zurückgeschnitten, die jetzt gerade mal wieder einige Blätter zeigt: Das hat ihr wohl nicht gefallen, und diesmal mmöchte ich vorsichtiger sein.
    Ästhetik ist ja Geschmackssache, aber was muß man bei welcher Pflanze beachten, damit sie nicht eingeht? Kann mir jemand Literatur dazu empfehlen?

    Vielen Dank!
    Cordula

  10. Helmut
    Am 5. Dezember 2009 um 21:43 Uhr

    Hallo Claudia,

    Glückwunsch zu Deiner Einstellung diesbezüglich!

  11. Herbst im Garten: Vertrocknete Stauden werden gebraucht « Garten News
    Am 10. Mai 2010 um 15:42 Uhr

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