10. Juli 2008
von ClaudiaBerlin
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Nemesia Sunsatia Peach

Die „Sunsatia Peach“ hab‘ ich vor ein paar Wochen im Supermarkt mitgenommen und in einen Balkonkasten geepflanzt. Seither blüht sie wie ein Weltmeister, breitet sich aus und verträgt den Standort „Nordseitebalkon“ mit nur wenig Sonne am frühen Morgen sehr gut. Auch Gewitter machen ihr nichts aus!

Sunsatia

9. Juli 2008
von ClaudiaBerlin
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Kleingärtner werden…

Gestern haben wir uns bei einem Bezirskverband um einen Garten in einer „KGA“ beworben – hätte man mir das vor 20 Jahren prophezeit, hätte ich mir an die Stirn getippt. Aber die Zeiten ändern sich und ich mich mit: was mir früher als der Gipfel der Spießigkeit erschien, erscheint mir heute als eine der letzten Bastionen öffentlichen Beharrens gegenüber dem überall zunehmenden Verwertungsdruck: Ganze Gartenkolonien für einen Euro Pacht pro Quadratmeter und Jahr an die Bürger zu vergeben, ist heute weniger denn je selbstverständlich – und wirklich eine gute Sache!

Dass es dafür ein kompliziert scheinendes Antrags- und Ablaufsverfahren gibt, nehmen wir nolens volens in Kauf, füllen Formulare aus, werden in Vereinen Mitglied, in denen man sich „einbringen“ muss – für bisher „wilde Gärtner“ alles etwas gewöhnungsbedürftig. Doch zum ersten Mal erscheint die Chance auf einen neuen Garten in nicht allzu ferner Zukunft tatsächlich realistisch – hach, und das macht mich glücklich und lässt über all diese Dinge hinweg sehen. Schließlich kann man dann auch nicht binnen zwei Wochen gekündigt werden, wie es uns im „wilden Garten“ passiert ist.

Ab jetzt schauen wir konkrete Angebote an – und nicht mal weit entfernt von unserem Kiez!

3. Juli 2008
von ClaudiaBerlin
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Blogprojekt Gartengestaltung: die Gewinner

So, nun ist es soweit!! Wir haben alle eingegangenen Beiträge zum Blogprojekt Gartengestaltung gesichtet und haben dann vier statt drei Sieger/innen gekürt: Zwei erste und zwei zweite Preise – der ursprünglich vorgesehene dritte Preis (die Blog-Rezension) fällt wegen großem Arbeitsanfall aus.

Platz 1 teilen sich:

Astrantia vom Majorahn-Blog mit ihrer Gestaltung eines Senkgartens und Sisah vom Fließtalleben mit ihrer originellen Mauerbepflanzung

Senkgarten bepflanzte Mauerkrone

Die Siegerinnen erhalten jeweils ein Exemplar des Bildbandes “Sitzplätze im Garten – Konzepte brillanter Gartenarchitektur”.

Platz 2 teilen sich:

Gundula vom Naturtipps-Blog mit dem Bau einer Weidenhütte und Wurzerl von den „Garten-Impressionen“ mit ihrem Projekt „Paradiestor, Klinkermauer, Spiegel“.

Weidenhütte Harmonie im Garten

Die Zweitplatzierten dürfen sich über je einen Bildband “Moderne Gartengestaltung – das große Ideenbuch!” freuen.

Bewertet haben wir sowohl das Projekt selbst als auch dessen Darstellung in Text und Bild. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern! Die neue Seite „Beispiele kreativer Gartengestaltung“ wird zu einem dauerhaften, prominent verlinkten Teil des wilden Gartenblogs.

2. Juli 2008
von ClaudiaBerlin
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Orchidacea Miltoniopsis – meine erste Orchidee

Eigentlich wollte ich mir keine Orchidee kaufen. Seit einigen Jahren sieht man sie ja überall. Ihre Karriere von der seltenen, schwierig zu haltenden Varietät für Experten hin zur Massenware bei LIDL & Co. fand ich irgendwie abstoßend. Dass ich es mir neulich nicht verkniffen habe, dann doch an der Discounter-Kasse eine Orchidacea Miltoniopsis mitzunehmen, die auf 3,99 Euro herunter gesetzt war, kann ich mir selbst nicht erklären! Der Mensch ist eben voller Widersprüche… :-)

orchidaceae-miltoniopsis.jpg

Nun steht sie am Nord-Fenster und blüht spektakulär vor sich hin, wie man es von Orchideen erwartet. Meine Recherche im Netz ergab, dass sie es kühl mag und hell, aber nicht SEHR hell, schon gar nicht sonnig. Soweit stimmt der Platz also, das Problem wird eher die Feuchtigkeit sein, denn da ist sie besonders bedürftig. Mal schauen, ob ich es schaffe, sie oft genug anzusprühen!

30. Juni 2008
von ClaudiaBerlin
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Agavengewächse: Kerzen-Palmlilie (Yucca gloriosa)

yucca gloriosa Als ich sie zum ersten Mal sah, war ich schwer begeistert: Eine so große, so heftig blühende Agave hätte ich allenfalls im Botanischen Garten, nicht aber in einem Berliner Schrebergarten erwartet! Leider war es schon recht spät, so dass das Licht für gute Bilder nicht mehr reichte.

Die alte Dame, die bemerkt hatte, dass ich einem Gewächs ihres Gartens große Aufmerksamkeit schenkte, kam auch gleich an den Zaun und erzählte, die Pflanze sei nun zehn Jahre alt und blühe zum ersten Mal.

Wird es das einzige Mal bleiben? Nein! Viele Agaven sterben, wenn sie ihre Fortpflanzungsaufgabe erfüllt haben, doch nicht die Palmlilie, die durchaus öfter zur Blüte kommt, wie erfahrene Gartenfreunde berichten. In Wikipedia konnte ich lesen, dass die Blütenstände der Yucca Gloriosa auch gegessen und dafür wie Spargel zubereitet werden. Na, aber gewiss nicht bei uns, wo so ein schönes Gewächs doch viel zu schade zum essen ist!

Agave, Yucca Gloriosa

So selten, wie ich zunächst dachte, ist dieses in Nordamerika heimische Agavengewächs in unseren Breiten allerdings nicht. Im Gegenteil, ich gewann während unserer Spaziergänge durch Kleingartenanlagen den Eindruck, sie stünde in jedem dritten Garten – was natürlich auch nicht stimmt. Sie fällt nur gleich so ins Auge mit ihrer Blütenpracht!

Dass sie sich nicht ausbreitet, liegt daran, dass sie für die Bestäubung auf bestimmte Arten von Yuccamotten angewiesen ist. Wer Früchte sehen will, muss zur Handbestäubung greifen. Dass sie im Herbst zur Blüte komme, wie man ebenfalls in Wikipedia lesen kann, stimmt allerdings nicht: es ist grade mal Juni und die Blüten der Kerzen-Palmlilie stehen in voller Pracht!

24. Juni 2008
von ClaudiaBerlin
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Endspurt im Blogprojekt noch bis 30.Juni!

Noch sechs Tage, dann ist unser Blogprojekt „Gartengestaltung“ zu Ende. Alle Beiträge, die bis inkl. 30.Juni vielleicht noch kommen, zählen mit! Wir werden dann bis zum 3. Juli die Sieger/innen für die drei Preise bekannt geben. Gewonnen haben aber jetzt schon alle durch die Inspirationen und wunderschönen Beispiele, die zusammen gekommen sind. Um diese auch gehörig zu würdigen, wird eine permanente Ausstellungsseite „Gartengestaltung“ hier dauerhaft die Teilnehmerbeiträge dokumentieren.

Wer da also noch drauf will, hat noch ein paar Tage Zeit! (Lies den Startartikel und poste deinen Beitrag als Kommentar oder Trackback darunter)

Neue Beiträge:

  • Ute zeigt auf utele.eu, wie sie ihren Balkon zum Wohlfühlbalkon machte und vor den Blicken der Nachbarn schützt: Balkon : Pflanzen :: Blumen ::: Grüne Ecke
  • Gundula berichtet über den Bau einer Weidenhütte – allerdings kann dieses interessante Projekt hier nur „außer Konkurrenz“ gezeigt werden, wenn nicht ein aktueller Beitrag dazu (mit Verweis aufs Blogprojekt Gartengestaltung) dazu kommt: bis 30. sind ja noch ein paar Tage….

20. Juni 2008
von ClaudiaBerlin
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In der KGA „Frieden“

Teils haben sie schon seltsame Namen, diese Kleingartenanlagen („KGA“) bzw. ihre Trägervereine. Dem Verein „Einigkeit e.V.“ hat der Bezirk die Verwaltung der entsprechenden Berliner KGA entzogen, konnte ich neulich lesen. So ganz einig war man sich dann wohl doch nicht. :-) Nun also der Frieden, eine gute Stunde von unserem Stadtteil entfernt. Wirklich nette, sogar ein wenig unaufgeräumte Gärten gibt es da:

Garten in der KGA Frieden

Das ist allerdings nicht der Garten, den wir besichtigt haben. Der war deutlich ordentlicher, dafür aber für eine KGA „riesig“, nämlich über 600 Quadratmeter. Darauf ein Holzhaus mit den erlaubten 24 m² (ja, ja, ich lerne langsam das KGA-Rechtswesen!!), so perfekt ausgestattet und blitzblank, dass man sich fühlen kann wie im Hotel. Was ich aber gar nicht will, wenn ich in den Garten gehe: es darf dort gerne alles ein wenig provisorischer und naturnäher sein als zuhause. Schließlich will ich einen Unterschied im Lebensgefühl, ein deutliches zivilisatorisches Gefälle – na, zur Not können wir das ja locker herstellen! :-)

Da der Garten noch nicht geschätzt wurde, konnten wir uns unverbindlich wieder verabschieden – es war jedenfalls keine Liebe auf den ersten Blick. Vor allem die lärmende Nähe einer gut befahrenen Autostraße hat mich gestört. Da nehme ich lieber einen Garten an den Bahngeleisen, das ist ein ANDERER Lärm, an den man sich leichter gewöhnt, als dieses „dröhnende Grundrauschen“ im Hintergrund. Ach ja, wie schön die Welt doch wäre, würde man in der Stadt aufs Auto verzichten!

Mal eben einen Baum fällen…

Was mich wirklich erschüttert hat, ist die Art, wie manche Gärtner mit dem Baumbestand umgehen. Wir sahen einen Garten mit zwei großen Stämmen, mindestens sechs Meter hoch. Übrig waren nur noch die kahlen Stämme, der Rest war gekappt. Nicht etwa gezwungenermaßen wegen der manchmal verrückten Vorschriften (ALTE Bäume genießen mancherorts Bestandsschutz), sondern weil es die Leute „ganz hell“ haben wollten. Das war ein ebenfalls sehr großer Garten, die beiden Bäume hätten nur einen Teil beschattet. Jetzt steht da halt eines dieser immer gleichen Sonnenzelte auf „freiem Feld“, das durch nichts mehr wirklich strukturiert wird. Hässlich und kahl sieht es aus, mitten drin ragen die skelettierten, astlosen Baumstämme gen Himmel – gruslig!

In dem uns angebotenen Garten steht ebenfalls ein „falscher Baum“, nämlich eine Edeltanne, Stammdurchmesser ca. 40 cm, riesig hoch. Die Besitzerin meinte, es könne sein, dass hier beim Pächterwechsel die Fällung verordnet werde, weil Nadelbäume nicht erwünscht seien. Na aber hallo! Was sind das nur für Menschen, die sowas „verordnen“? Ein Baum ist doch kein Mode-Accessoire, das man nach Belieben mal eben austauscht, sondern ein LEBEWESEN mit einer eigenen (und in dem Fall schon sehr langen) Geschichte!! Sie meinte immerhin, man könne eventuell Unterstützung vom Umweltamt bekommen, wenn man den Baum erhalten wolle… sowas kann mich richtig empören!

Zum Schluss aber wieder was Lustiges: Skurrile Gartenobjekte finden sich in KGAs immer – den hier find‘ ich wirklich witzig:

Gartenskulptur

Morgen früh‘ geht’s weiter zu den „Pflanzenfreunden“ – ich berichte weiter!

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