Obwohl wir fast täglich im Garten sind, war das Wetter in letzter Zeit nicht danach, den Grill anzuwerfen. Umso mehr freuten wir uns über den sommerlichen Sonntag, an dem es endlich möglich war, mal wieder der archaischen Fleischbraterei zu frönen, bei der nicht nur das Essen ein sehr sinnliches Erlebnis ist.
Obwohl die halbe Welt grillt, was das Zeug hält, und man in Berlin im Sommer kaum durch einen öffentlichen Park gehen kann, ohne den typischen Rauch in die Nase zu bekommen, wird doch immer wieder vor den Gesundheitsgefahren des Grillens gewarnt. Wikipedia schreibt dazu:
„Bei mit Holzkohle befeuerten Grills können jedoch gesundheitsschädliche Stoffe aus der Glut und dem hineingetropften Fett ins Grillgut übergehen. Die entstehenden polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzpyren (bei Zigaretten werden diese Stoffe als „Kondensat“ zusammengefasst) gelten als krebserregend. Bei Grills mit seitlicher Glut ist die Belastung deutlich geringer als bei solchen mit unten liegender.
Es gibt aber auch Belege dafür, dass typische Grillgewürze wie Senf, Thymian, Oregano, Rosmarin und Salbei, ebenfalls Bier, die Aufnahme dieser Kohlenwasserstoffe weitgehend verhindern, beispielsweise dadurch, dass sich die in ihnen enthaltenen Flavonoide fest an die Kohlenwasserstoffe binden. Diese werden dann unverändert ausgeschieden. “
Also alles halb so wild! Und wir nehmen gewiss mehr Kondensate über Zigaretten auf als über die paar gegrillten Nackensteaks.

Mit diesem Bild beantwortet sich auch die in einem Kommentar zum Gartenbank-Artikel gestellte Frage, wo wir eigentlich sitzen. Wie es sich für einen wilden Garten gehört, gibts keine feste Sitzecke und nicht mal einen Sonnenschirm (die findet Matt nervig!). Wir sitzen auf Liegen, Sesseln und Hockern, die wir je nach Schatten- oder Sonnenbedarf immer wieder anders stellen. Und statt eines Tisches verwenden wir die flexibel einsetzbaren Kisten, von denen wir vom Vorbesitzer jede Menge übernommen haben.
Wer übrigens mal was anderes als Bratwurst und Steaks grillen will, kann sich auf der Seite „1113 Grillrezepte“ kreativ inspirieren lassen.
Etliche Pflanzen im wilden Garten neigen zu wunderlichem Höhenwuchs. Nicht nur der 
Wenn ich mir ansehe, was für seltsame Wesen mit uns den wilden Garten bewohnen, kommen mir die der menschlichen Fantasie vom „ganz Anderen“ entsprungenen Vorstellungen vom ALIEN vergleichsweise 
Der Tradition unseres Gartenvorbesitzers folgend, haben wir in einer Reihe großer Kübel allerlei Gemüse angepflanzt, auch ein paar Kartoffeln. Und gestern konnten wir nun die ersten ernten: die Pflanze war oberirdisch komplett abgestorben und vertrocknet, was uns als richtiger Zeitpunkt für die Ernte bekannt war. Ob das so stimmt? Zwar sind einige normal groß, doch gab es, wie man sieht, auch etliche „Minis“. Ob die sich noch weiter entwickelt hätten, wenn wir noch gewartet hätten?


So richtig toll findet es unsere Nachbarskatze nicht, das wir auch noch in diesem Garten leben. Aber da wir nun mal da sind, hat sie sich herabgelassen, uns zu dulden. Auch wenn sie ihre Herrschaftsansprüche immer mal wieder durch Markieren der Durchgänge dokumentiert.