Wissen Pflanzen eigentlich nicht, wie hoch sie wachsen dürfen, ohne sich zu schaden? Das frag‘ ich mich immer öfter, wenn die Stockrosen so langsam nach vorne oder zur Seite kippen, sich im großen Bogen der Erde zuneigen und dann den Boden berühren. Die erste, die in den Kirschbaum wuchs, hab‘ ich noch angebunden, doch fand ich das irgendwie unnatürlich. Es hat sie auch nicht wirklich gehalten, ich müsste sie an Stöckchen binden wie Tomaten, um zu verhindern, dass sie umfallen.
Warum passiert so etwas überhaupt? Wieso entwickeln Pflanzen ein Höhenwachstum, das irgendwann ihr Untergang ist?? Es kann doch nicht meine Aufgabe sein, alles, was da im Wachsen übertreibt, irgendwie zu stützen – schon gar nicht in einem wilden Garten! Als gärtnerischer Neuling verfüge ich über keinerlei Erfahrungen mit dieser Frage und dachte mir so ganz naiv, im Lauf der Evolution würden sich die Gewächse so entwickeln, wie es für sie und die jeweilige Umwelt passt. Statt dessen spinnen sie so richtig rum und stellen Höhenrekorde auf, bevor sie dann umfallen – wie seltsam!
Gestern hab‘ ich dann zum ersten Mal eine Stockrose einfach beschnitten. Das obere Drittel landete in meiner Blumenvase zuhause. Und gewiss werden es noch mehr…
32 Grad, 37 Grad – wohin will das Thermometer noch steigen?? Als Sonnenschutz für den Nachmittag haben wir eine alte Plane zwischen die Bäume gespannt, die noch vom Vorbesitzer herum lag. Was das Zeichen darauf bedeute, wurden wir gefragt – irgendwas mit Sanskrit, indisch, OM und so??? Nichts dergleichen, das war einfach Ergebnis des üblichen Vandalismus, denn die Plane diente mal dazu, Lücken in der Hecke (von außen!) zu schließen, die ein Feuer gerissen hatte.
…dann ist es endlich richtig Sommer! Leider bleiben sie selten lange genug sitzen, bis ich mit der DigiCam endlich soweit bin, sie auch ablichten zu können.


Es verblüfft immer wieder, wie sich Objekte verändern, wenn sie bewachsen werden – wie hier die auf
Obwohl wir fast täglich im Garten sind, war das Wetter in letzter Zeit nicht danach, den Grill anzuwerfen. Umso mehr freuten wir uns über den sommerlichen Sonntag, an dem es endlich möglich war, mal wieder der archaischen Fleischbraterei zu frönen, bei der nicht nur das Essen ein sehr sinnliches Erlebnis ist.
Etliche Pflanzen im wilden Garten neigen zu wunderlichem Höhenwuchs. Nicht nur der 