Im wilden Garten sind auch die Komposthaufen eine eher wilde Angelegenheit: wir werfen halt alles, was so anfällt, einfach drauf. Gehäckselt wird nicht, für’s Holz machen wir gelegentlich ein Lagerfeuer oder lassen es in Totholzhaufen verotten. Kleintiere und Insekten mögen das!
Hier der Komposthaufen vom letzten Jahr, wie er zur Zeit aussieht:

Rechts auf dem Haufen wachsen Topinambur, die werden wir im Winter wieder ernten und lassen sie solange in Ruhe. Hier ein Bild aus dem Mai:

Für ein frühes Bild musste ich lange suchen, hier eines aus dem Dezember 2006, der Komposthaufen ist am linken Rand zu erkennen – damals noch deutlich höher:

Obwohl wir die vielfältigen Regeln fürs korrekte Kompostieren nicht weiter beachten, ist viel Leben im Kompost: soviele Würmer auf engem Raum hab‘ ich (als Garten-Einsteigerin) zuvor noch nirgends gesehen! Unser Vorgänger hat spezielle Mikroorganismen ausgesetzt, die die Sache angeblich sehr beschleunigen. Doch darauf kommt es uns ja gar nicht so an.
Es soll ja „ordentliche Gärten“ geben, in denen gar kein Komposthaufen erlaubt ist, oder es mangelt an Platz. Ich frage mich: was machen die Leute dann mit alledem, was so an Kompostierbarem anfällt? (Und ich denke mal, in einem „ordentlichen“ Garten ist das eher mehr als bei uns.)





Im wilden Garten wachsen an vielen Ecken und auf manchem Beet Brennesseln (Urtica dioica). Im Juni sind ihre Berührungen am schmerzhaftesten, dann wird das „Kontaktgift“ offenbar wieder weniger – vielleicht werde ich aber auch immuner, denn ich streife immer mal wieder an den Blättern entlang und merke manchmal gar nichts mehr vom „Brennen“.
Der 


Diese Spinne hab‘ ich auch erst im fertigen Bild bemerkt, das ist ein kleiner Ausschnitt – ich finde, sie sieht irgendwie „aufmüpfig“ bzw. alarmiert aus – ein bisschen wie eine Figur aus einem Comic! Die Farbe der Cosmea ist so flächendeckend schon recht heftig. Da schreibe ich glatt noch einen Satz mehr, damit zum nächsten Bild ein bisschen Abstand ist! :-)



Überall bei uns im Garten legt sie sich über die Wege. Versperrt bei Regen, mit feuchten Blütenständen den Durchgang. Und Bienen und Hummeln lieben sie, die