Wir ziehen Tomaten ja selber vor: teils aus den Samen des Vorjahres, teils aus als Bio-Saatgut gekauften Samen. Dieses Jahr sind es besonders viele: Tigerella, Martina, Black Cherry, Amisch, Reisetomate, Black Plum, Blondie (=gelbe Traube), gelbe Flaschentomate, Green Zebra – und von jeder Sorte ETLICHE!!! Mindestens sechs pro Sorte, man weiß ja nie, was kommt… und bei manchen auch mehr!

Derzeit sind wir am auspflanzen, aber natürlich finden nicht alle Platz im Garten. Und zuhause hab‘ ich auch noch welche auf der Fensterbank und auf dem Balkon – ein paar werden dort auch bleiben. Da ich vegetarisch lebe, sind viele Tomaten ja eigentlich ein Segen!
Urban gardening im Mietshaus
Meine Nachbarn im selben Aufgang hab ich nebenbei schon mitversorgt. Und heute nochmal einen Aushang gemacht. Wir sind ein Eckhaus, die Mieter „ums Eck“ könnten ja (hoffentlich!) auch welche brauchen, sie haben teils schöne Westseiten-Balkone.
Es macht mich richtig glücklich, wenn ich – wie heute – wieder vier nun schon recht große Exemplare weiter geben kann! Geht ja irgendwie gar nicht, die alle so lange zu päppeln und dann wegzuwerfen!
Jetzt sind noch ein paar „kartoffelblättrige Martina“ übrig. Eine alte Sorte, recht robus und früh fruchtend – abgesehen von der Blattform halt nicht besonders spektakulär. Dafür aber verlässlich und wohlschmeckend. Ich hoffe, da findet sich auch noch jemand – und wenn nicht, bleiben die eben auf meinem Balkon. Mit meinem Profi-Mixer sollte es kein Problem sein, die Tomatenflut am Ende zu Soße zu verarbeiten und einzumachen. Ganz ohne mühsames Haut abziehen!

Wie (fast) jedes Jahr warten wir mit dem Auspflanzen bis die „Eisheiligen“ vorbei sind. Die Tage vom 11. bis 15. Mai sind bekannt für späte Kälte-Einbrüche mit Bodenfrösten. Als wir einmal nicht geglaubt haben, dass es nochmal so kalt werden würde, sind uns alle Zucchinis weggefroren!

Liebe Gartenfreunde, vielleicht habt Ihr in den letzten Tagen schon mitbekommen, dass die EU an einer drastischen Verschlimmbesserung der Saatgutverordnung bastelt. Der Drang zur Normierung sämtlicher Gemüse ist ungebrochen und nun soll es die alten und regionalen Sorten treffen! 
