Warum so eine attraktive, immer grüne Planze wie das Schöllkraut (Chelidonium majus) als „Unkraut“ verspottet und verfolgt wird, weiß ich nicht. Es ist toll, wenn es im kahlen Winter noch grüne Tupfer im Garten gibt, und dem Schöllkraut scheint das Wetter egal zu sein – wie schön! Reisst man es ohne Handschuhe aus der Erde, färbt man sich am Sanft der brechenden Stengel die Finger gelb. Früher hat man diesen Saft gegen Warzen eingesetzt, erzählt Wikipedia, und dass das Schöllkraut giftig sei: „Es enthält insgesamt zehn Alkaloide. Die wichtigsten sind Chelerythrin, Chelidonin, Spartein, Chelidoxanthin und Sanguinarin. Das Verschlucken der Pflanze führt zu schweren Reizungen des Magen-Darm-Traktes. Entsprechend äußern sich die Symptome in Brennen, Schmerzen, Erbrechen, blutigen Durchfällen und Kreislaufstörungen. In schweren Vergiftungsfällen kann es zum Tod im Kollaps kommen.“
Na, wollten es unsere Altvorderen denn essen? Oder stammt die gärtnerische Schöllkraut-Diskriminierung aus Zeiten, als noch überall Babys auf dem Bauch durch die Gärten robbten, die alles in den Mund stecken??
Beides steht im wilden Garten nicht zu erwarten, für mich gilt also ungebrochen: Schöllkraut – find ich gut!


Was für ein Sonntag! Die Märzsonne ließ mich schmerzlich eine schützende Baseball-Kappe vermissen, es war fast wie im Sommer. Ich wagte mich aufs Dach des Schuppens, um da Bitumen zu vergießen, auf dass es wieder dichter ist. Ob’s klappt werden wir merken, wenn es wieder regnet. Mit den schwarzen Fingernägeln muss ich wohl noch ein paar Tage leben – das Zeug hält wie die Pest.

So, da haben wir mal ein kleines Problem, von dem wir als Garten-Neulinge keine Ahnung haben. Das hier ist ein Flieder, der jedes Jahr lustig Blattwerk ansetzt und blüht – soweit, so gut. Allerdings hat ein Vorbesitzer rund um seinen Stamm einen großen Komposthaufen angesetzt und alles so belassen, offensichtlich mehrere Jahre.

Neulich im Baumarkt hatte ich noch gar keine Lust auf irgend eine dieser „Massenpflanzen“, die überall herum stehen und ein bisschen nach Plastik aussehen. Doch gestern bei LIDL konnte ich dann doch nicht widerstehen: ein Rhododendron musste mit. Passt ja doch gut auf unsere großen Halb- und Vollschattenflächen unter den Obstbäumen.
Heute kam dann noch eine Prachtspiere dazu – auch ein Schatten/Halbschatten liebender Busch, der mal 1.80 groß werden soll. Jetzt ist aber erstmal Schluss mit Neuerwerbungen, ich nehme es mir jedenfalls ganz FEST vor!!