27. März 2007
von ClaudiaBerlin
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Schöllkraut – Unkraut?

SchoellkrautWarum so eine attraktive, immer grüne Planze wie das Schöllkraut (Chelidonium majus) als „Unkraut“ verspottet und verfolgt wird, weiß ich nicht. Es ist toll, wenn es im kahlen Winter noch grüne Tupfer im Garten gibt, und dem Schöllkraut scheint das Wetter egal zu sein – wie schön! Reisst man es ohne Handschuhe aus der Erde, färbt man sich am Sanft der brechenden Stengel die Finger gelb. Früher hat man diesen Saft gegen Warzen eingesetzt, erzählt Wikipedia, und dass das Schöllkraut giftig sei: „Es enthält insgesamt zehn Alkaloide. Die wichtigsten sind Chelerythrin, Chelidonin, Spartein, Chelidoxanthin und Sanguinarin. Das Verschlucken der Pflanze führt zu schweren Reizungen des Magen-Darm-Traktes. Entsprechend äußern sich die Symptome in Brennen, Schmerzen, Erbrechen, blutigen Durchfällen und Kreislaufstörungen. In schweren Vergiftungsfällen kann es zum Tod im Kollaps kommen.“

Na, wollten es unsere Altvorderen denn essen? Oder stammt die gärtnerische Schöllkraut-Diskriminierung aus Zeiten, als noch überall Babys auf dem Bauch durch die Gärten robbten, die alles in den Mund stecken??

Beides steht im wilden Garten nicht zu erwarten, für mich gilt also ungebrochen: Schöllkraut – find ich gut!

Schoellkraut

26. März 2007
von ClaudiaBerlin
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Aprikosenblüte und Pflanz-Orgie

AprikosenblühteWas für ein Sonntag! Die Märzsonne ließ mich schmerzlich eine schützende Baseball-Kappe vermissen, es war fast wie im Sommer. Ich wagte mich aufs Dach des Schuppens, um da Bitumen zu vergießen, auf dass es wieder dichter ist. Ob’s klappt werden wir merken, wenn es wieder regnet. Mit den schwarzen Fingernägeln muss ich wohl noch ein paar Tage leben – das Zeug hält wie die Pest.

Die Aprikose beginnt, zu blühen und die Kaiserkronen werden auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Das Paket mit den bestellten Pflanzen war am Samstag angekommen und so kam allerlei in die Erde: mehrere Riesen-Hostas und Schmuckfarne, eine „rankende Goldrebe“ und drei Iris. Auch die verbliebenen Lilien sind jetzt versenkt – nun bin ich mal gespannt, ob das auch alles wächst!

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24. März 2007
von Matthias
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Schneeglöckchen

Schneeglöckchen

Für mich wieder etwas Neues im Garten: Fruchtstände vom Schneeglöckchen (galathus), die sind jetzt ca. 1 cm lang und sehen fast aus wie kleine grüne Oliven. Ich bin mal gespannt wie sich diese Frühblüher weiter entwickeln im Lauf des Jahres.

23. März 2007
von ClaudiaBerlin
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Flieder wurzelt im Altkompost – was tun?

FliederSo, da haben wir mal ein kleines Problem, von dem wir als Garten-Neulinge keine Ahnung haben. Das hier ist ein Flieder, der jedes Jahr lustig Blattwerk ansetzt und blüht – soweit, so gut. Allerdings hat ein Vorbesitzer rund um seinen Stamm einen großen Komposthaufen angesetzt und alles so belassen, offensichtlich mehrere Jahre.

Auf die Idee, den Flieder aus seinem „Sumpf“ zu befreien, kamen wir, weil es etwas an der Wand dahinter zu reparieren gibt, und weil wir den Kompost nach und nach sieben und verteilen. Im Moment haben wir das jedoch gestoppt, denn man sieht: der Flieder hat Wurzeln in den Erdhaufen hinein getrieben. Wenn wir den Stamm frei legen, stehen die ins Freie.

Befreien?

Sollten wir ihn unter diesen Umständen überhaupt frei legen? Ich hab‘ mal gelesen, es schade den meisten Bäumen, wenn man sie so „anhäufelt“ – doch sieht diese Bewurzelung ja eher nach ANPASSUNG aus. Es ist auch nichts verfault, nur äußerlich leicht erdig-feucht. Was tun?? Der Flieder hat im vergrabenen Teil nicht diesselbe Rinde wie oben – er stünde sozusagen „mit nackten Fuß“ da, wenn wir ihn befreien.

Falls jemand Tipps hat, freuen wir uns!

Fliederwurzel Fliederwurzel

22. März 2007
von ClaudiaBerlin
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Von LIDL verführt

RhododendronNeulich im Baumarkt hatte ich noch gar keine Lust auf irgend eine dieser „Massenpflanzen“, die überall herum stehen und ein bisschen nach Plastik aussehen. Doch gestern bei LIDL konnte ich dann doch nicht widerstehen: ein Rhododendron musste mit. Passt ja doch gut auf unsere großen Halb- und Vollschattenflächen unter den Obstbäumen.

Prachtspiere Heute kam dann noch eine Prachtspiere dazu – auch ein Schatten/Halbschatten liebender Busch, der mal 1.80 groß werden soll. Jetzt ist aber erstmal Schluss mit Neuerwerbungen, ich nehme es mir jedenfalls ganz FEST vor!!

21. März 2007
von Matthias
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Wann ist Frühling?

In der Schule hab ich gelernt, am 21. März ist Frühlingsbeginn. Über die Jahre bekam ich mit, das Frühling, Sommer, Herbst und Winter durchaus nicht immer am selben Tag beginnen. Da fängt der Sommer schon mal am 20. Juni an und hört am 22. September auf. Der Frühling beginnt mit der Tagundnachtgleiche, (astronomischer Frühling) dachte ich, doch auch die ist nur theoretisch bestimmbar. Durch die Brechung des Sonnenlichts an der Erdatmosphere, sehen wir in unseren Breiten die Sonne länger, als uns zusteht. Wie schön, Dank an die Refraktion!(Artikel von 2002)

Die Landwirtschaft orientiert sich am phänologischen Frühling, anhand der Blütenentwicklung von Haselnuss, Kirsche und Apfel.
In letzter Zeit kommen dazu noch der meteorologische, am 1. März und der gefühlte Frühling, der kann jederzeit anfangen.
Und ist Ostern nicht eigentlich das Frühlingsfest? Am 25.März beginnt schon die „Sommerzeit“!
Wenn ich heute nach draußen sehe, ist da nur grauer Himmel und es nieselt, das Thermometer zeigt 4°C. Da ist mir noch Winter, aber sowie die Sonne rauskommt, zwitschern die Vögel und die Blumen leuchten, dann ist Frühling.

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