2. Mai 2007
von ClaudiaBerlin
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Engelwurz – ein echter Hammer!

engelwurzWow, was für eine majestätische, auslandende, raumgreifende Pflanze! Ich traf sie am Ufer der Rummelsburger Bucht und war hin und weg. Die „Echte Engelwurz“ (Angelica archangelica) ist eine zweijährige Pflanze, die bis zu 2,50 Meter hoch wächst – diese hier war bestimmt schon 1.50 groß. Der Sage nach wurde sie dem Menschen von einem Engel gezeigt, was sich auch im Namen niederschlug (Angelus = Engel) und galt als Heilmittel gegen Pest und bösen Zauber.

Zu den Wirkstoffen schreibt Wikipedia warnend: „Als Inhaltsstoffe treten ein ätherisches Öl (vorwiegend aus Terpenen bestehend), Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harz und organische Säuren auf. Die Berührung mit dem Kraut kann zu „chemischen Brandwunden“ führen – ab Mai enthält die Pflanze phototoxische Furocumarine, die eine Dermatitis (Photodermatitis, Berloque-Dermatitis) hervorrufen können.“

Was Nebenwirkungen hat, hat auch Wirkung, deshalb wundert es nicht, dass die Engelwurz als Heilpflanze gilt, die antibakteriell wirkt und auch gegen Schimmelpilze hilft. Arzneilich am wirksamsten sind die Wurzeln (Rad. angelicae), der Tee soll bei Magen-Darm-Problemen, Rheuma und Bronchitis helfen.

Auch in der Küche findet Angelika Verwendung: Alle Bestandteile sind hocharomatisch und haben nervenstärkende Wirkung. Die Wurzel wird in Kräuterbittern genutzt, die Sprossen eignen sich für Salate. Kandiert wird Engelwurz wie Orangeat oder Zitronat als Backzutat verwendet.

Mir reicht allerdings der wunderschöne Anblick – wer auf das Bild klickt, sieht es in groß.

29. April 2007
von ClaudiaBerlin
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Leben UND Sterben

In vielen Gartenblogs sehe ich die Pflanzen nur auf dem Gipfel ihrer Schönheit: blühend, strahlend, strotzend vor Lebenskraft. Das dann unvermeidlich folgende Absterben wird nur selten abgelichtet, ebensowenig wie das eher unscheinbare Anfangsstadium. Viele Gartenfreunde entfernen die Pflanzen sogar, sobald man ihnen ansieht, dass sie den Zenit ihrer Entwicklung überschritten haben – will man damit den Tod ausblenden? Soll der eigene Garten ein utopischer Ort „Nirgendwo“ sein, in dem zwar geblüht, aber nicht verdorrt werden darf?

Kaiserkrone

Wir lassen die Pflanzen stehen, bis sie von selber zusammen brechen. Derzeit sind es die Kaiserkronen, die erst verblassen und dann umstürzen. Unser Gartenvorbesitzer hat uns mit auf den Weg gegeben, sie stehen zu lassen, bis sie komplett verdorrt sind – nur so könne sich die Lebenskraft fürs nächste Jahr in der Zwiebel sammeln.

Ob das jetzt zu esoterisch ist, muss jeder selber wissen. Stehen lassen kommt faulen Gärtnern jedenfalls entgegen, deshalb dürfen die Kaiserkronen ihren Abgang so lange zelebrieren, wie sie mögen!

26. April 2007
von ClaudiaBerlin
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Tränendes Herz

Tränendes Herz

Manche Pflanzen beeindrucken vor allem durch ihre exotische Form: Das „tränende Herz“ (Dicentra spectabilis, Herzblume) ist dafür ein gutes Beispiel. Die mehrjährige Staude gibt es auch in weiß (Sorte „Alba“), doch finde ich die rote Variante spektakulärer: ein Herz ist erst ROT ein echtes Herz!

Die Pflanze mag schattige Standorte und frischen, humusreichen Boden. Ich hatte ein Exemplar auf dem Berliner Staudenmarkt gekauft und auf unser zentrales Schattenbeet gepflanzt, als ich staunend feststellte, dass es in unserem Garten bereits heimisch ist und an anderer Stelle, ein wenig verborgener, schon von selber wächst!

25. April 2007
von ClaudiaBerlin
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Pfirsichbaumkrankheit

Schon bald nach Erscheinen der Blätter zeigt sich auch die Krankheit, an der der alte Pfirsichbaum leidet: verschrumpelte Blätter, komische Quaddeln und Verformungen. Ein Freund riet, Kupferlösung zu spritzen, doch erscheint diese Maßnahme als ein recht drastischer Eingriff ins Geschehen. Eher bin ich dafür, dem Gang der Dinge nichts in den Weg zu stellen: der Pfirsich passt einfach nicht ins hiesige Klima!

Pfirsichbaumkrankheit

Eine kleine Recherche bestätigt das. Auf Hausinfo.ch fand ich eine Beschreibung der „Kräuselkrankheit“, die neben Pfirsichen auch Nektarinen befällt. Da heißt es:

„Die Kräuselkrankheit des Pfirsichs wirkt sich stärker aus, wenn beim Erwachen der Blattknospen aus der Ruheperiode und ihrer langsamen Öffnung kaltes und feuchtes Wetter herrscht. Temperaturen von 10 bis 15° begünstigen die Infektion. Bei Temperaturen ab 21°C entfalten sich die Blätter hingegen sehr rasch und der Pilz kann sogar dann absterben, wenn sich die Infektion schon ausgebreitet hat. Auch starkes Giessen, leichter Regen und frühe Hitzeperioden im Frühjahr wirken sich negativ auf die Krankheit aus.“

Nun, das sind tatsächlich die natürlichen Bediungungen hierzulande. Gegen die Folgen anzukämpfen, halte ich für sinnlos. Und da der Baum sowieso schon „auf Stützen steht“ und nicht gerade einen schönen Anblick bietet, macht mich sein baldiges Ableben auch nicht wirklich traurig!

24. April 2007
von ClaudiaBerlin
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ABM für Blogger: Thinking Blogger Award

Eigentlich mag ich ja Mitschreibprojekte, Vernetzungsspiele, gemeinsame Aktionen zu einem bestimmten Thema – wenn sie allerdings komplett inhaltsfrei daher kommen, wie etwa der „ThinkingBlogger Award“, ist mir das zum Mittun zu wenig. Kein Thema, keine Aufgabe außer der „Nominierung fünf anderer Blogs“ – was ist das anderes als ein gegenseitiges sich Beweihräuchern auf Kommando? (Achtung: SchneiderHein, der uns diesen Award verliehen hat, hat es nett gemeint! Danke dafür!!)

THINKING Blogger Award – was soll das heißen? Eine „Auszeichnung“ für Blogger, die beim bloggen noch denken?? Vom Namen her also eine leicht zynische Abgrenzung gegen nicht mehr denkende, sondern nur noch in die Tasten hauende Blogger – klar, die gibts, sogar massenhaft! Und doch bemühe ich mich weit lieber um die Inhalte des eigenen Blogs, als um die explizite Abgrenzung gegen DaDa in seinen 1000 Gestalten.
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21. April 2007
von ClaudiaBerlin
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7 Regeln für faules Gärtnern

  1. Alles, was wächst, hat das gleiche Recht, zu leben.
    Lass es also erstmal wachsen, beobachte es und erfreue dich an seiner Eigenart. Sich einmischen macht Arbeit, und die wollen wir nicht mutwillig vermehren.
  2. Beschränke Eingriffe auf das Nötigste!
    Wenn du eine neue Pflanze setzt, schaffe ihr Platz und verteidige diesen Platz, während sie wächst, aber vermeide es, planlos größere Flächen umzugestalten: nackte Erde ist nicht schöner als das, was da von alleine gewachsen ist.
  3. Bevorzuge winterharte, heimische Pflanzen, die sich selbständig vermehren, denn diese kommen am besten mit sich selber klar.
  4. Sieh den Garten als Ganzes, das auch Kleinlebewesen Raum gibt,
    dann musst du nicht dauernd aufräumen, Abgestorbenes entfernen und Totholz entsorgen.
  5. Verschreibe dich nicht mit Haut und Haaren einer Ideologie!
    100% öko, bio, perma, japanisch etc. kann leicht zum Fulltime-Job werden und Fanatismus ist auf jeden Fall ein Stimmungkiller.
  6. Gestalte, was du gestalten willst, aber führe keinen Krieg!
    Gib den Dingen, die du ändern willst, gute Start-Chancen, aber bleibe gelassen, wenn es sich nicht so entwickelt, wie du es dir gedacht hast.
  7. Erkenne dich selbst als Teil des Biotops!
    Der Garten ist nicht allein für die Pflanzen und Tiere da, sondern dient auch deiner Erholung. Es ist in Ordnung, dir den Platz zu nehmen, den du brauchst, um dich wohl zu fühlen!

20. April 2007
von ClaudiaBerlin
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Erst Baumblüte, dann Blütenschnee

ApfelblüteNun kommen die Blüten wieder herunter und alles liegt voller „Schnee“. Noch nie hab‘ ich die Baumblüte so bewusst wahr genommen wie dieses Jahr – und noch nie war ich so begeistert! Kann jetzt gut verstehen, dass die Japaner zur Kirschblüte ein großes Fest veranstalten, an dem schon auch mal mehrere Tage gefeiert wird.

Bei uns haben geblüht: Mirabelle, Pfirsich, Kirsche, Birne, Aprikose, Pflaume und Apfel – in dieser Reihenfolge, wenn ich mich recht erinnere. Jeden Tag wandelten wir unter dem Blütenmeer, jetzt laufen wir über Blüten-übersäte Wege – was für ein Schauspiel!

Blütenschnee

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