Unser riesenhaftes Doldengewächs ist doch kein Schierling: alle, die bisher etwas dazu sagten und die Pflanze leibhaftig vor sich sahen, konnten vom Geruch nach Mäuse-Urin, den der Schierling verströmen soll, nichts bemerken. Er duftet – wenn überhaupt – sanft nach Rübe… also vermutlich ein Rüben-Kälberkropf (Chaerophyllum bulbosum).
Mich würde mal interessieren, ob und wenn ja wo der Schierling noch wächst. Zum Vorkommen scheibt Wikipedia: „Der Gefleckte Schierling findet sich auf typischen Ruderalflächen wie Schuttplätzen oder Brachen. Er bevorzugt tiefgründigere nahrhafte Lehmböden und gilt als Stickstoffanzeiger. Wegen zahlreicher Todesfälle beim Nutzvieh durch Schierling im Grünfutter wurden Conium-Vorkommen im Freiland durch Landwirte vielerorts gezielt eliminiert.“
Die Todesfälle wundern mich. Ich dachte, die Tiere bemerken einen giftigen Geschmack – aber vermutlich nicht mehr, wenn das Futter allzu gemischt und „in der Tonne“ daher kommt. (Genau wie Menschen in einem Salat mit Gartenwildkräutern die Blätter des Fingerhuts nicht unbedingt bemerken und sich so durchaus eine Digitalis-Vergiftung zuziehen können, wie uns gestern ein lieber Gast berichtete.)

Im wilden Garten gibts eine Reihe Pflanzkübel, die wir vom Vorbesitzer übernommen und „nach Lust und Laune“ bepflanzt haben. Manches steht da deutlich zu eng, doch nicht überall greifen wir ein: es geht uns ja nicht um den Ertrag, wir wollen hauptsächlich sehen, wie das alles so wächst und mit sich selbst zurecht kommt.
Ist es wirklich ein „Wiesenkerbel“, der hier mit einem unglaublichem Höhenwachstum beeindruckt? Matthias ist mit seinen 1,95 Metern ja nicht gerade ein Zwerg! Das Gewächs toppt derzeit locker die 3-Meter, kann also eigentlich kein Wiesenkerbel sein, der laut 
Da hinten an der Mauer hab‘ ich den Rest der 
Ihr 
Sie ist ja fast schon vorbei, die Blütezeit des Jasmins, zumindest hier in Berlin. Tag um Tag hab‘ ich abgewartet, ob ich nicht ein schöneres Bild hinbekomme – irgendwie kann sich meine Digi-Cam aber nicht recht mit den weißen Blüten anfreunden. Egal, Jasmin muss man sowieso RIECHEN, um seine wahre Schönheit zu erleben. Der (auch ganz hübsche) Anblick des mit unzähligen Blüten übersähten Buschs verblasst gegen seinen überwältigenden Duft wie ein Alltags-T-Shirt hinter dem verführerischen Abendkleid.
Was es doch alles für Rosen gibt! Irgendwie hatte ich besonderen Respekt vor ihnen, konnte mir als Garteneinsteigerin einfach nicht vorstellen, dass sie genauso unkpmpliziert wachsen und blühen wie andere Blumen. Trotzdem traute ich mich im Frühjahr, einen kleinen, laut Verkaufsschild orange blühenden Strauch mitzunehmen – und jetzt stehen sie da und knallen ihr heftiges Rot-orange in die grüne Hölle unseres wilden Gartens!