Letzten Samstag kam ich an dieser liebevoll gestalteten Baumscheibe vorbei und traf zufällig auch gleich den Schöpfer dieser Idylle.

Im Vergleich zu diesem Kleingärtner sind wir echte Großgrundbesitzer. Aber dieser Kleingarten hat alles was ein Garten so braucht: Einen Baum, einen Weg, Kräuter, Blühpflanzen und Gemüse. Nur für eine Rasenfläche war kein Platz mehr, wäre auch zu schwer den Rasenmähtraktor zu rangieren.

Leider gibt es in unserem Kiez dafür keine Senatsförderung, da müsste er wohl noch heruntergekommener sein. Hier förderte die Schwiegermutter und ihre Enkel danken es ihr spielend. Auch die Nachbarschaft scheint begeistert zu sein, denn außer gelegentlichen Bierflaschen (ist ja auch ein finanzieller Beitrag) fand Vandalismus noch nicht statt.



Dieser Sommer ist ja mein erster „Gartensommer“ – alles, was blüht, lerne ich erst jetzt so richtig kennen. Und ich merke: Pflanzen, die wir gesetzt haben, betrachte ich deutlich kritischer als die, die bereits da waren. Von den „Ureinwohnern“ erwarte ich problemloses Wachsen und Blühen, bei den Neulingen freut es mich, wenn es so ist, wundere mich aber nicht, wenn sie kränkeln.

Wissen Pflanzen eigentlich nicht, wie hoch sie wachsen dürfen, ohne sich zu schaden? Das frag‘ ich mich immer öfter, wenn die Stockrosen so langsam nach vorne oder zur Seite kippen, sich im großen Bogen
32 Grad, 37 Grad – wohin will das Thermometer noch steigen?? Als Sonnenschutz für den Nachmittag haben wir eine alte Plane zwischen die Bäume gespannt, die noch vom Vorbesitzer herum lag. Was das Zeichen darauf bedeute, wurden wir gefragt – irgendwas mit Sanskrit, indisch, OM und so??? Nichts dergleichen, das war einfach Ergebnis des üblichen Vandalismus, denn die Plane diente mal dazu, Lücken in der Hecke (von außen!) zu schließen, die ein Feuer gerissen hatte.
…dann ist es endlich richtig Sommer! Leider bleiben sie selten lange genug sitzen, bis ich mit der DigiCam endlich soweit bin, sie auch ablichten zu können.