Stockrosen

Großes Aufräumen im Gartenblog – eine Arbeitsliste

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Zwar komme ich derzeit kaum zum Bloggen, aber heute hat es mich gepackt: Kein neuer Artikel, sondern das schon lange anstehende Großreinemachen hat mich glatt einen halben Tag beschäftigt. Wer nicht selber bloggt, wird sich vielleicht fragen, was denn da zu tun sei, schließlich sieht man ja nichts von meinen Aktivitäten „unter der Haube“. Deshalb hier mal eine kleine Liste der Arbeiten:

  1. Tote Links suchen und bereinigen: Da dieses Blog schon stolze ZEHN JAHRE alt ist, sind eine Menge Links darin veraltet. Blogs und Webseiten sind nicht mehr erreichbar, die Links laufen ins Leere. Das mögen weder Menschen noch Suchmaschinen, also müssen die Links weg. Um sie überhaupt erstmal zu finden, hab‘ ich den Dead Link Checker genutzt, der die kaputten Links säuberlich auflistet: mit Linkziel, Quelldatei und Linktext. Sehr praktisch, es waren aber leider so viele, dass allein das mich gut zwei Stunden beschäftigt hat.
  2. Pingbacks und Trackbacks bereinigen (was ist das?): Da ich schon mal dabei war, waren als nächstes die unzähligen SPAM-Pingbacks und Trackbacks dran. Meldungen, die rein gar nichts mit dem ursprünglichen Sinn der Funktion zu tun haben, sondern einfach nur einen – immer unpassenden, meist kommerziellen – Link unter die Blogposts setzen. Es ware sehr viele…
  3. Plugins aussortieren und neue einbinden: Was aktuell nicht gebraucht wird, kann weg. Und auch die laufenden Plugins hab‘ ich auf Sinnhaftigkeit kontrolliert. Das mathematische Captcha ist dieser Bereinigung zum Opfer gefallen, statt dessen läuft zur SPAM-Verhinderung durch Bots jetzt ein „SPAM Honey Pot“ – also ein „Honigtopf“, der diese SPAM-Programme auf die falsche Spur lockt und ihre „Kommentare“ automatisch aussortier. Das ist mal eine echte Verbesserung für die Leser, ob es klappt, wird sich zeigen. Kommentare pro Blogpost abonnieren geht jetzt übrigens auch, dafür hab‘ ich das Plugin „Subscribe To Double-Opt-In-Comments“ eingebunden, das sogar dem deutschen Datenschutzrecht entspricht.
  4. Die Datenbank reinigen: Nicht mehr benutzte Plugins hinterlassen oft Daten bzw. ganze Tabellen in der Datenbank und blähen sie auf. Um das zu bereinigen, nutze ich das Plugin WP-DB-Manager, aber zuvor werden die Daten erstmal gesichert. Mit WP-DB-Backup geht das sehr einfach, vor allem ist das kein Riesenprogramm, das selbst wieder extra Tabellen anlegt und versucht, mich zur „ewigen Nutzerin“ zu machen. Nach getaner Arbeit lösche ich den DB-Manager wieder, schließlich muss man potenziellen Einbrechern nicht noch funktionierendes Zerstörungswerkzeug an die Hand geben.
  5. Kommerzlinks löschen: Weil dieses Blog bei Google ziemlich gut sichtbar ist, setzen viele hier kommerzielle Links unterm Namen ab und posten weitgehend inhaltsleere Kommentare. Teichpumpen-kaufen, Rasenmäher-Test, Vertikulier-Ratgeber, Komposter-Infos, Heckenscheren-Seiten, aber auch jede Menge Werbelinks zu Produkten, die mit Garten nicht mal von Ferne was zu tun haben. Je nachdem wie der Kommentar aussieht, schicke ich ihn in den SPAM-Eimer oder lösche nur den Link. Alles in allem hab‘ ich heute ca. ein Zehntel der über 4000 Kommentare kontrolliert und bereinigt. Je älter die Seiten sind, desto seltener sind die SPAM-Kommentare, denn früher hatte ich mehr Zeit, das oft zu kontrollieren. Zum Schluss wieder mal einen Hinweis über’s Kommentarfeld gesetzt, ohne viel Hoffnung, dass es etwas nützt, denn sowas stand da früher schon mal, aber abgehalten hat es kaum jemanden.
  6. Inhalte arrangieren: Nun ging es an die Oberfläche. Rechts oben gibt es jetzt die „Artikel, die uns wichtig sind„. Damit neue Leserinnen und Lesern auch bemerken können, was für eine Art Gärtnern wir betreiben. Das merkt man ja am einzelnen Beitrag nicht unbedingt, auch nicht zwingend an den „letzten Artikeln“. Ein Archiv-Widget in der Seitenleite im Platz sparenden Aufklapp-Modus ist auch dazu gekommen. Wer sich dafür interessiert, soll durchaus sehen können, wie alt dieses Blog ist.
  7. Der grüne Hintergrund hat zum Schluss noch ein „subtiles“ Wellenmuster bekommen. Solche gibts auf Subtle Patterns, die Wellen hab ich ein bisschen weniger subtil vergrößert. Eine Spielerei am Ende eines arbeitsintensiven Tags, mehr nicht.

Einiges ist jetzt geschafft, doch gäbe es noch eine Menge mehr zu tun. Vielleicht schreib‘ ich gelegentlich einen „Teil 2“, wenn ich dazu gekommen bin, die Optik zu verschönern, die Ladezeit zu verbessern und allerlei „SEO“ zu betreiben. Immerhin hat es mir mal wieder richtig gut getan, an einem eigenen Projekt zu arbeiten!

***

Fast vergessen: die Avatar-Anzeige in den Kommentaren musste auch dran glauben. Erstens nutzt das hier kaum jemand, zweitens ist es datenschutztechnisch grenzwertig, und drittens verlangst der Abruf der Avatarbildchen die Ladezeit manchmal nicht unerheblich!

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

10 Kommentare

  1. Boah, das hört sich nach viel Arbeit an! Du scheinst Dich aber super auszukennen… habe mich dsmit noch nicht auseinandergesetzt!
    Viele Grüße von Margit

  2. Alle Achtung, davon hab ich keine Ahnung… Werde ich wohl gelegentlich bei dir nachgucken kommen… ,-) Danke! Lieben Gruß Ghislana

  3. Danke für Eure Kommentare! Ich hoffe, meine Liste ist ein bisschen hilfreich, was man alles so „aufräumen“ kann – ist natürlich nicht alles, aber das Wichtigste ist schon dabei!

  4. Pingback: Blog verbessern in sieben Schritten » Webwriting-Magazin - vom Publizieren und Kommunizieren im Internet

  5. Hallo Caudia,
    vielen Dank für deine Mühe diese Liste zu erstellen. Werde mir das eine oder andere Plugin bei mir nochmal genauer anschauen. Das Backup Plugin nach geraner Arbeit wieder löschen muss ich mir auch mal überlegen. Du hast da glaube ich Recht.
    Schöne Gartengrüsse aus München
    Wolfgang

  6. @Wolfgang: ich meinte nicht das DB-Backup, sondern den DB-Manager.

    Mit dem DB-Backup kann man sich halt ein Backup des Blogs machen, aber was nützt das einem Einbrecher? Lesen kann man das Blog auch so… :-) Und die paar Mailadressen, die auch stimmen… weniger als Peanuts!
    Aber mit dem DB-Manager kann man komfortabel ganze Tabellen löschen… während es vergleichsweise mühsam und langwierig wäre, hunderte Artikel zu löschen.

    Dass das „Einbrechen“ kein Vorkommnis ist, das nur selten vorkommt und eher dort stattfindet, wo auch etwas zu holen ist, hab ich FRÜHER geglaubt. Bevor ich das Plugin Limit Login Attempts (=Begrenzen der Login-Versuche) entdeckt und installiert hatte! Seitdem sehe ich, dass im Schnitt täglich ca. 30 Einlogg-Versuche stattfinden… hat mich gewundert, ist aber so.

  7. Pingback: Aktiv Webwerken statt passiv News konsumieren › Digital Diary – Claudia Klinger

  8. Du könntest noch die grauen 2-Klick-Social-Media-Buttons durch die 1-Klick-Variante ersetzen. Die ist auch datenschutzig und sieht schöner aus, wie ich finde: https://kaffeeringe.de/3902/aus-der-2-klick-loesung-wird-eine-1-klick-loesung/

  9. @Steffen: stimmt! Kommt auch noch dran…

  10. Hallo Claudia,
    das ist ein sehr interessanter Artikel, vieles davon kannte ich noch nicht. Meine Frau und ich haben erst seit ein paar Monaten einen eigenen Blog, sind also noch quasi Frischlinge. Mit der Technik unter der Oberfläche beschäftige ich mich von Zeit zu Zeit, um das Design des Blogs zu ändern, was ich grade Gestern getan habe. Welche Widgets sinnvoll sind oder vielleicht auch einfach nur peppig und wo man solche findet, versuche ich auch raus zu finden. Unser Blog ist bei Google gehostet (sagt man das so?) und die von Google bereit gestellten Vorlagen haben meiner Frau und mir irgendwie nicht zugesagt.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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