Plauderei rund um die DigiCam, das Smarthandy und den Hängefuchsschwanz

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Dass hier in letzter Zeit wenig Beiträge erscheinen, liegt – abgesehen vom Zeitmangel – auch an meinem Kamera-Defizit. Die Fotos meiner „gebraucht wieder gekauften“ Powershot SX20 gefallen mir nicht mehr – jedenfalls nicht die, die mit der schnellen Automatik entstehen. Zur richtigen Auseinandersetzung mit der Cam komme ich nicht, also bin ich jedes Mal enttäuscht, wenn ich die Bilder auf dem PC ansehe: flach, blasse Farben, nicht annähernd so schön wie das, was ich ablichten wollte. Es ist wie so oft: die Vorgänger-Cam war viel besser, jedenfalls machte sie ohne besondere Einstellungen gut verwendbare Fotos.

Nun hab ich mir kürzlich ein Smarthandy zugelegt, das für seine gute Cam gelobt wird: ein Sony Xperia Z3, mit dem ich mich auch selbst motivieren will, mich verstärkt mit der Smartphone-Welt auseinander zu setzen. Nun ist die Bewertung „gute DigiCam“ bei einem Smartphone wahrlich kein Votum, das man richtig ernst nehmen könnte – kann gar nicht sein, denn so eine Mini-Linse kann nun mal nicht zaubern. Trotzdem nutze ich es hier und da für spontane Fotos. Immerhin ist das Smartphone staub- und wasserdicht, also „Garten-tauglich“ – für mich ein entscheidendes Kriterium nach langer Recherche (hier ein Werbelink).

Der Hängefuchsschwanz: mal riesig, mal winzig

Womit ich endlich beim Thema bin: Den Hängefuchsschwanz (Amaranthus caudatus), eine Kulturform des Amaranth, hatte ich dieses Jahr in einen Topf gesäht und später die vielen kleinen Pflänzchen an ganz verschiedene Stellen im Garten verteilt. Die Wildform war vor Jahren schon mal „von selber“ erschienen, hat sich dann aber mit zunehmender Kultivierung unseres Sandbodens wieder verzogen.

Der Fuchsschwanz entwickelt sich je nach Nährstoffgehalt im Boden SEHR verschieden. Auf einem Beet, das wir für Spargel sehr intensiv gedüngt hatten, ist er mittlerweile riesig:

fuchsschwanz

Hier im Größenvergleich mit mir (1,65m) – wegen der miesen Fotoqualität ein bisschen mit Filtern malträtiert:

groessenvergleich-haengefuchsschwanz

Nur ca. zwei Meter davon entfernt wächst er auf einem Hügelbeet, von dem wir eigentlich dachten, es ganz gut „aufbereitet“ zu haben – aber nix da, zumindest an der Stelle bleibt der Fuchsschwanz winzig:

fuchsschwanz-klein

Auf unserem „Flaschenbeet“ sieht man ihn in mittlerer Größe (vorne, mitte). Rechts über dem Farn ein Fuchsschwanz im Kübel, der ebenfalls etwa mittelgroß (60cm) geworden ist:

Flaschenbeet

Er fängt gerade an, zu blühen – in allen Größen. Nicht einer ist eingegangen, was auf jeden Fall bedeutet, dass er sandige Böden gut verträgt. Wir sind ja immer auf der Suche nach weiteren Pflanzen für sandige Böden, denn als naturnahe Gärtner finden wir es besser, standortgerechte Gewächse zu haben: die machen weit weniger Arbeit als wenn wir versuchen würden, eine Bodensituation zu schaffen, die hier einfach nicht nachhaltig so bleibt, wie man sie gerne hätte. Es hat ja Gründe, dass der Boden sandig ist, und die verschwinden nicht einfach.

Die Samen des Amaranth sind ein Pseudogetreide und in der Bio-Szene sehr beliebt. Auch die Blätter soll man essen können, allerdings nur vor der Blüte. Das haben wir leider verpasst, aber vermutlich sind die kein Geschmackswunder, sonst würde Amaranth als Salat angepflanzt.

Seltsamerweise wächst nun auch die Wildform wieder an zwei Stellen – als wollten sie dem Kultur-Amaranth zeigen, dass sie noch da sind, ganz ohne unser Zutun.

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

6 Kommentare

  1. Ja, das mit der Kamera kenne ich auch! Ich ärgere mich auch oft, weil ich die Farben nicht so hinbekomme, wie sie eigentlich sind! Das ist oft wirklich schwierig! Ich schieße dann gefühlte 1000 Bilder, nur um ein originales zu bekommen!
    Es ist oft erstaunlich, wie unterschiedlich sich ein und die selbe Pflanze entwickelt! Ich habe festgestellt, dass sich bei mir wieder einige Pflanzen verabschiedet haben! Aber so ist das eben…
    Viele Grüße von
    Margit

  2. OT. Darf ich mal als bekennender Sprachpurist einen Einwurf machen – fällt Dir an dem Wort „Smarthandy“ etwas auf? Welche Sprache ist das?

    „Smartphone“ ist ein normaler Anglizismus, ein Wort, das aus dem Englischen stammt. „Handy“ ist ein urdeutscher Pseudoanglizismus, eine Vokabel, das Deutsche sich ausgedacht haben, um anderen anderen Deutschen Mobiltelefone zu verkaufen.
    Aber „Smarthandy“, das ist eine Mischung aus beidem, so wie „Handy Shop“ (nützlicher Laden), „Handy News“, „World of Handy“ … (alles schon gesehen).

  3. Vielleicht wird es langsam mal Zeit für eine System- oder Spiegelreflexkamera. Dann sind die Bilder von der Qualität auf jeden Fall besser. Allerdings solltest du dich dann von der Automatik verabschieden. Im manuellen Modus kann man deutlich bessere Bilder realisieren.

    Die Infos über den Hängefuchschwanz sind wirklich gut. Hab da schon länger mals Infos gesucht und nichts brauchbares gefunden.

  4. Oh wie gut kenne ich das mit dem lästigen Thema Digitalkamera. Seit dem die alte Kamera kaputt ist, mache ich viel weniger Fotos. Allerdings nutze ich zunehmend häufiger mein Smartphone (Samsung S4 mini), welches relativ passable Bilder macht und eine kleine Digicam von Praktica.
    Jetzt wird gespart auf eine digitale Spiegelreflexkamera, um dann endlich wieder so richtig Spaß am Fotografieren zu ahben und nicht länger mit diversen Fotoprogramm das Optimum aus einem mittelmäßigen Foto herauszubekommen.

  5. „Smarthandy“.

    Aua!

  6. @Arnd; es gibt auch Handys, die NICHT smart sind – wo ist das Problem?

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