Meditationsraum Garten, Batterie der Sinnlichkeit

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„Gärten sind Batterien der Sinnlichkeit, an denen wir uns aufladen können. Für jeden, der nachdenken will und Probleme klären, sind es ideale Meditationsräume und Orte für Exerzitien. Sie bieten das Gegenteil von Hektik, von Zeitverschwendung, von Lieblosigkeit und Getue und verfeinern all unsere Sinne: das Schauen, das Haptische, das Riechen, das Hören und, wenn man will, selbst das Schmecken“. (André Heller, profil 43/2001).

Das schöne Zitat fand ich auf der „Aromafarm“, wo man auch eine ganz kurze Geschichte des Gärtnerns nachlesen kann – vom Garten Eden bis zum Kunstrasen.

Yoga-Statue

Gestern war ich mal nicht im Garten und schon fehlt mir der „Meditationsraum“, der so ganz anders ist als die virtuellen Räume, in denen ich den Großteil meiner Tage verbringe. Im Garten erfahre ich die Schwere der Materie, die Trägheit der Masse: da ist es nicht mit einer guten Idee und ein paar Mausklicks getan, man macht sich die Hände schmutzig und es strengt richtig an, etwas zu verändern. Selbst ein „Garten für Faule“ fordert gelegentlich eine ordnende Hand, wenn etwa der Hopfen und die Brennesseln Anstalten machen, Wege komplett zuzuwuchern: ich will auch MEINEN Platz verteidigen, will Pflanzen, die ich gesetzt habe, noch SEHEN können. Und indem ich mich einlasse auf diese Aktivitäten werde ich zum Teil der lebendigen Eigendynamik des „First Life“ und der Kopf wird wunderbar frei!

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

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