3. Juni 2009
von ClaudiaBerlin
14 Kommentare

Mähen mit der Sense?

Unser Hinterland entwickelt sich derzeit schubartig zur hoch mit Gräsern und Wildpflanzen bewachsenen Wiese. Anfänglich hab‘ ich da mal mit dem Handrasenmäher gemäht, doch mittlerweile ist da nicht mehr dran zu denken. Grade mal den Weg zu den hinteren Beeten werde ich auf diese Art noch kurz halten können, mehr wollen wir aber auch gar nicht.

wiese.jpg

Auf dem Bild sieht man nur einen Teil dieser Gartenparzelle. Das ganze, über 400 m² große Gelände enthält verschiedene Zonen, auf denen sich ein ganz unterschiedlicher Bewuchs entwickelt. Den vorderen Teil nennen wir unsere „Steppe“, denn hier stand früher ein Gartenhaus, der Boden besteht aus Sand und Bauschutt, so dass da vordringlich Magerpflanzen wachsen: Z.B. Gräser, die sich ausladendes Grün sparen und gleich die Ähren mit den Samen ausbilden.

steppe.jpg

Da irgendwann im Juni – so sagt uns ein lieber Freund – der hohe Bewuchs in den nicht „versteppten“ Bereichen in einen vertrocknenden Verhau übergehen wird (und dann nicht mehr so wild-romantisch aussehen wie jetzt), steht dann das Mähen mit einer Sense an. Man schafft Platz, wenn die Gräser und Wildkräuter sich ausgesamt haben, so kann wieder frisches Grün nach wachsen – mal voraus gesetzt, dass es genug regnet.

Als Sensenmann und Sensenfrau haben wir bisher keinerlei Erfahrung. Also schnell mal gegoogelt, was es da so gibt! Eine Motorsense kommt nicht in Betracht, das wird unsere Stammleser/innen nicht wundern! Die Dinger sind unsäglich laut, zudem sollte es doch möglich sein, eine Wiese im Zaum zu halten, ohne martialische Gerätschaften zu erwerben, die Geld, Material und Benzin verbrauchen und doch die meiste Zeit nur rumstehen. Weiterlesen →

26. Mai 2009
von ClaudiaBerlin
11 Kommentare

Minibäume: Zwergahorn

Im neuen Garten steht auch ein kleiner Zwergahorn – leider ist mir die Art nicht bekannt:

ahorn.jpg

Anders als viele dieser Schmuckahorne (man sagt doch nicht etwa „Ahörner“ ?) hat er nicht diese tief eingeschnittenen, schmalen Blätter, sondern Blätter mit vielen Spitzen, die am Rand rötlich werden, wie später im Jahr dann das ganze Laub.

Wie man sieht, versackt er tendenziell unter den anderen Pflanzen, ständig muss ich ihn wieder frei rupfen, wenn ihm die Wildkräuter zu sehr auf die Pelle rücken. So wirklich richtig steht er da nicht – aber wohin?

Das Problem mit diesen Bonsai-ähnlichen Mini-Bäumen ist, dass sie eigentlich nur als erhöht stehende Einzelpflanze richtig zur Geltung kommen. Setzt man sie aber in einen entsprechenden Pflanzkübel, erfrieren sie vermutlich im Winter. Es müsste wärmegedämmte Pflanzkübel dafür geben! Denn als „echte Bäume“ sind sie ja auch keine Pflanzen, die ein Überwintern im frostfreien Gewächshaus benötigen – ich denke mal, das würde sie schwächen.

Hat jemand Erfahrung mit einem Minibaum im Garten? Wie löst Ihr das Standort-Problem?

24. Mai 2009
von ClaudiaBerlin
6 Kommentare

Nachbarschaften: Fang keinen Streit an!

Wie ich auf diese Geschichte, die das Wesen von Nachbarschaftsstreitigkeiten auf den Punkt bringt, gekommen bin, steht im Digital Diary. Es ist ein altes Märchen der Fang, eines Stammes in Westafrika, passt aber ebenso gut in die Welt heutiger Kleingärtner und Hausbesitzer:

Fang keinen Streit an

Es war einmal ein Mann, der gab seine Wohnstätte auf und wanderte weit fort, ungefähr drei Dörfer weiter. Dort traf er einen anderen Mann, der seinen Wohnsitz ebenfalls dorthin verlegt hatte. Da fragte er ihn: „Wer bist du?“ Der andere antwortete: „Ich bin ein Totengeist, und du?“ – „Ich bin ein Mensch.“

Nun beschlossen beide, gemeinsam ein Dorf zu gründen. Der Geist sprach: „Eine Sache aber möchte ich mir ausbedingen, Freund: Keiner soll einen Streit anfangen. Ich habe eine Frau, du hast eine Frau, überhaupt – jedem das Seine.“ Dem Menschen war das recht. Weiterlesen →

23. Mai 2009
von ClaudiaBerlin
2 Kommentare

Umbau des Rondells

Wir haben derzeit soviel im Garten zu tun, dass ich gar nicht dazu komme, hier alles zu verbloggen, was sich für einen Eintrag eignen würde.

Eines aber will ich doch zeigen, denn wir haben uns endlich am zentralen Rondell vergriffen, das mitten im Garten einen in unseren Augen wenig schönen Anblick bot.

Rondell im Sommer 2008

Das Rondell „umkleidet“ den in die Erde vergrabenen Abwasser-Speicher. Unser Vorgänger versenkte große, schöne Granitsteine in der Erde, um eine Umrandung zu erschaffen. Er war ein Fan von steinernen Einfassungen, andere Beete sind noch immer mit schmalen Betonplatten abgegrenzt. Nach und nach ändern wir das – und nun war endlich das Rondell dran!

Rondell - ohne Steinumrandung, dafür mit Mäuerchen

Die Steine haben wir an der Westseite zu einer unregelmäßigen Mauer aufgeschichtet, über die nun der Efeu wachsen wird. Der gelbe Busch, der sich unschön mit der kleinen Weide verhedderte, kam an einen anderen Platz. In die Mitte könnte eine große Wasserschale passen, so als Vogeltränke – mal schauen, ob wir was Passendes finden.

Und anstatt des häßlichen Topfes auf dem Sockel käme eine Statue gut – die muss uns aber erstmal begegnen!

Als der Umbau fertig war, erschien uns der neue Anblick ungemein ENTSPANNEND, verglichen mit dem alten. Das Auge (und auch der Fuß) stößt sich nicht mehr an der Steinkante – bald wird das Spontangrün an den restlichen Kies heran wachsen. Das ganze wirkt jetzt mehr wie eine natürliche Senke, nicht mehr wie eine versenkte Wanne, gefüllt mit „diesem & jenem“.

19. Mai 2009
von ClaudiaBerlin
2 Kommentare

Auspflanzzeit

Nachdem die Eisheiligen nun ‚rum sind und es tatsächlich merklich wärmer geworden ist, pflanzen wir nun alles aus, was im Gewächshaus und auf der heimischen Fensterbank darauf gewartet hat. 7 alte Tomatensorten, verschiedene Kürbisarten, Porré und Majoran füllen nun die Nutzbeete, während bereits die ersten Erdbeeren der Reife nahe sind und die Topinambur schon fast einen halben Meter hoch wachsen.

Auch unsere exotischen Kartoffeln wachsen gut, noch dazu sind etliche „ungeplante“ Kartoffeln vom Vorgänger an verschiedenen Stellen aufgetaucht – es wird uns an Kartoffeln also nicht mangeln. Ganz nebenbei blüht der Schnittlauch wunderschön:

schnittlauch.jpg

Zum ersten Mal hab‘ ich Porré vorgezogen und nun ausgesetzt, kann aber gar nicht dran glauben, dass aus diesen haarfeinen, gras-artigen Sprossen mal ein dicker Porré werden soll!

Auch das Salatbeet ist voll, wobei ich allerdings mit den empfindlichen Salatpflänzchen so meine Probleme habe. Das Vorziehen in Kästen im Gewächshaus klappt zwar gut, aber das Auspflanzen ist nicht unbedingt das, was die Salate dann gut vertragen. In Zukunft werde ich mich auf Direkt-Aussaat beschränken und dann eben „auslichten“.

Heute werde ich wieder Fotos machen. In den letzten Tagen waren wir so beschäftigt, dass wir gar nicht dazu kamen. Zudem ist meine Cam oft ganz plötzlich ohne Strom – Akkus leer. Ärgerlich, wenn man grade loslegen will und die Eindrücke des Tages festhalten.

15. Mai 2009
von ClaudiaBerlin
Kommentare deaktiviert für Erste Pflanzen im Steinbeet

Erste Pflanzen im Steinbeet

Grundsätzlich war unsere Linie zur Gestaltung des als „gepflegte Sandwüste“ übernommenen neuen Gartens, erstmal alles zuwachsen zu lassen: Spontangrün, Trockenrasenmischung und Fugengrün sollten erstmal alles GRÜN und nicht mehr BRAUN erscheinen lassen – was auch schon ganz gut geklappt hat!

Kleine Ausnahme: das Steinbeet, mehr oder weniger „auf die Schnelle“ angelegt, weshalb ich damit auch noch lange nicht zufrieden bin. Hier mal ein paar Bilder der Gewächse, die schon da sind:

Steinbeet mit Fetter Henne

Steinbeet mit Sukkulent

Geeignet sind Sukkulenten bzw. Dickblattgewächse aller Art, Kakteen eher weniger, die sind meist hierzulande nicht winterhart. Matt meint, ich solle lieber mehr von derselben Sorte hinpflanzen, anstatt viele verschiedene. Im Moment sind es nur drei, naja mal sehen, was mir noch so begegnet…. :-)

12. Mai 2009
von ClaudiaBerlin
5 Kommentare

Endlich: die Eisheiligen

Nun ist es also soweit, zwischen dem 11. und 15. Mai liegen die sogenannten „Eisheiligen“: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die „kalte Sophie“ sind die Namenstage von Bischöfen und Märtyrern aus dem 4. und 5. Jahrhundert – und es sind die letzten Tage im Mai, die noch Frostgefahr mit sich bringen sollen.

So zumindest GLAUBTE man über viele Jahrhunderte, doch lässt sich das laut Wikipedia heute meteorologisch nicht mehr bestätigen. Das aber ficht engagierte Gärtner nicht an, denn eine tradierte Erfahrung behält doch ihren Stellenwert, wenn das Risiko besteht, durch Ignorieren der Eisheiligen und vorzeitiges Auspflanzen liebevoll gehegte Stauden zu verlieren!

unser Gewächshaus

Auch bei uns stehen noch viele Tomaten, Kürbisse, Zucchini und Chilis im Gewächshaus und warten darauf, dass die Frostgefahr zumindest kalendarisch vorüber ist. Sieben Tomaten hab‘ ich jedoch schon vor einer guten Woche ausgepflanzt – vermutlich geschieht ihnen nichts Schlimmes. Zwar gehen die Temperaturen nachts laut Wetterbericht tatsächlich in diesen Tagen weit herunter – an Bodenfrost glaube ich aber noch nicht!

Wie haltet Ihr es mit den Eisheiligen??

TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste