25. Januar 2010
Witzige Schneepuppe
Gesehen im Hinterhof von Matt:


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www.flickr.com
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27. November 2009
Frisch gelegt (im September) und nachdem unser Garten im Oktober den ersten Frost abgekriegt hat, blühen bei uns die Schneeglöckchen schon Ende November.
Das gibt einen Riesenvorsprung für das nächste Jahr, denn Angst vor dem Erfrieren brauchen sie nicht zu haben, sie bilden Zucker als Frostschutzmittel.
Wie das funktioniert, wird in der Gartendatenbank erläutert:
“Bei Kälte wird Stärke in Zucker umgewandelt, der durch seine höhere Anzahl der Moleküle im Wasser der Pflanzenzellen den Gefrierpunkt so weit heruntersetzt, dass sich keine voluminösen und spitzen Eiskristalle bilden, die die Zellen platzen lassen.”
15. November 2009
Unglaublich, was man im Web so alles entdecken kann! Im Blog mit dem unaussprechlichen Namen R4pun2el stieß ich heute auf das Projekt “BaumMode” der engagierten Strickerin Rapunzel. Sie strickt bunte Pullover für Straßenbäume und zieht sie diesen dann über – hier ein Beispiel aus der Bildergalerie:

Zum Ergebnis schreibt Rapunzel: “Besonders schön finde ich, dass die Bäume jetzt so etwas in den Vordergrund rücken. Normalerweise nimmt man den Stadtbaum ja einfach so als gegeben hin und wandert an ihm einfach vorbei. Aber jetzt, so ohne Laub mit dem schönen bunten Stamm, da bekommen die einen ganz neuen Fokus.”
Wer allerdings meint, diese Baumpullis eigneten sich für den Winterschutz mancher Kälte-empfindlicher Bäume, irrt: die Schals sind in sehr groben Maschen gestrickt, denn sie sollen nicht wärmen, sondern nur gut aussehen (und ja, das ist wunderbar gelungen!)
Aber mal weiter gedacht: Man könnte sie “wärmer” stricken und innen mit einer zusätzlichen Isp-Schicht aus anderem Material versehen – und schon hätte man einen wirklich attraktiven Winterschutz! (Oder spricht da aus gärtnerischer Sich was dagegen? Wir sind ja recht erfahrungslos bezüglich des “Einpackens” von Baumstämmen – aber manche machen das ja!)
30. August 2008
Immer wieder staune ich über die Vielfalt der Gartenobjekte und Skulpturen, die man bei einem Spaziergang durch eine Gartenanlage zu Gesicht bekommt !



19. Juni 2008
Gestern haben wir ein bisschen in die Welt der Kleingartenanlagen (KGA) hinein geschnuppert. Als ehemals “wilde Gärtner” ist uns die Vorstellung, Hecke an Hecke mit lauter Nachbarn zu gärtnern, erstmal gewöhnungsbedürftig. Unser einziger Nachbar hatte sich für das, was wir im Garten so alles veranstalteten, nicht die Bohne interessiert – genau wie umgekehrt. Eine dichte Hecke verhinderte zudem jeden Einblick – in beide Richtungen.
Und nun all diese Vorschriften der “KGAs”! Hecken sollen zum Beispiel nur 120 cm hoch, zwischen den Gärten selbst oft noch niedriger sein – ja warum denn das? Damit man gut überall hinein sehen kann und niemand da Dinge tut, die mit der herrschenden Ordnung nicht zusammen gehen? Was ist denn das für eine Einstellung! Wenn ich mal eben “Höhe der Hecke, Kleingartenanlage” google, finde ich unzählige Satzungen, die das Thema “Hecke” bis ins Detail regeln – hier mal eine besonders heftige Vorschrift (entnommen der Satzung des Kleingärtnervereins “am Geberach”: “Das Anpflanzen von Hecken zwischen den einzelnen Parzellen ist weitestgehend zu vermeiden. Wird dennoch eine Hecke angepflanzt, so sind ein Mindestabstand von 1,0 Meter von der Gartengrenze und eine maximale Höhe von 1,5 Meter einzuhalten.”
Warum soll eine Hecke, die doch der Abgrenzung dient, dann noch einen Meter Platz zum Nachbarn lassen? Das ist doch angesichts der eher kleinen Flächen geradezu absurd!
Weiter geht’s mit der Regelung der Bepflanzung. Ein Drittel der Fläche soll dem Anbau von Nutzpflanzen dienen. Mir leuchtet ja ein, dass das zu Zeiten der Lebensmittelknappheit noch eine halbwegs sinnvolle Regel war. Aber heute?? Niemand ist drauf angewiesen, seinen eigenen Salat anzubauen, warum also zwingen irgendwelche Gesetze und Satzungen dazu? Ist ein Gärtner, der Blumen und Zierpflanzen vorzieht, irgendwie schlechter? Wen stört es, wenn es jemand bei ein oder zwei Beeten belässt und ansonsten da nur eine Wiese pflegt? Was für fremde Welten! Ich würde aus eigenem Interesse Gemüse pflanzen, klar – aber warum Leute dazu zwingen, die das gar nicht wollen?
Meine kurzer Beforschung des Themas hat natürlich auch eine Menge sinnvoller Regeln ergeben: Dass man z.B. die Nachbarn nicht durch Radio- und TV-Lärm belästigen darf, ist nur allzu verständlich. Auch der Betrieb von lauten Geräten ist auf bestimmte Zeiten beschränkt, da gibt’s nix zu meckern. Auch gefallen mir die oft zu lesenden Regeln zum naturnahen Gärtnern: keine chemischen Pflanzenschutzmittel, Unterstützung der Kleintiere, Vögel und Insekten, Kompostierung und vieles mehr – aber warum gibt es lange Listen von “verbotenen Gehölzen”?
Und warum so dermaßen einschränkende Vorschriften bezüglich der Anpflanzungen, insbesondere bezüglich Obst- und anderer Bäume? Würde nicht die allgemeine Regel genügen, dass der Nachbar verlangen kann, nicht durch eine Pflanzung im Nachbargarten BESCHATTET zu werden? Damit hätte man doch das sinnvolle Anliegen hinter diesen Vorschriften mit einer einzigen Regel erfasst und könnte sich das ganze Verbots- und Abstandslistenwesen sparen!

Beim Schlendern durch eine solche “verregelte” KGA haben wir übrigens bemerkt, dass es mit der Einhaltung der Regeln nicht immer so funktioniert. Da waren recht viele Hecken ÜBER 120 hoch und erfüllten damit die Funktion, die man mit ihnen bezweckt: den Sichtschutz, der ein Gefühl der Privatheit in der Enge der Anlage erst ermöglicht.
Ach, noch ein letzter Punkt: Warum “sollen” Kleingärten nach Bundeskleingärtnergesetz nicht größer als 400 Quadratmeter sein? Oder gar nur 250 m² +/- 20%??? (Was gilt denn nun?) Warum kann eine Gemeinde vor ihren Toren keine “neue GA” einrichten, deren Gärten 600 oder 1000 Quadratmeter haben? Was spricht dagegen, wenn das Land dafür da ist?
Abgesehen von meinen Fragen: Wie sind den EURE Erfahrungen mit KGAs?? Eher angenehm, unproblematisch – oder nervig?
19. Mai 2008
Als “ständigen Gast” wollten wir die Spinne dann doch nicht übers Gartenblog laufen lassen:

Animierte Gif-Bildchen sind ein Überbleibsel aus den Urzeiten des Webs, als es noch nicht möglich war, Videos und Flash-Animationen zu zeigen. Der Datenstrom war viel zu langsam und zu gering, so dass zur alten Methode des “Daumenkinos” gegriffen wurde: die GIF-Animation setzte die Dinge in Bewegung.
Mehr von der Art findet sich in Giselas animierter Welt. Wie man hier leicht sehen kann, empfiehlt es sich, sparsam mit den “Zappelbildchen” umzugehen.
Ich finde es eigentlich schade, dass alle Gif-Künstler ihre Werke so produzieren, dass das Gezappel in einer Endlosschleife immer weiter läuft. Will man auf der Webseite auch noch einen Artikel lesen, kann das ganz schön nerven! Dabei wäre das gar nicht nötig: Animationsprogramme erlauben es in der Regel, die Anzahl der Durchläufe festzulegen, was sehr viel angenehmer ist. Im Moment schaffe ich es aber nicht, mal die verschiedenen “freien” Programme auszuprobieren, um die eine oder andere nette Animation zu “beruhigen”. Geht aber!
3. Mai 2008
Dieses entzückende Rindvieh traf ich in einem gärtnerisch liebevoll gestalteten Berliner Hinterhof:

Ist sie nicht süß? Ich stehe ja sonst nicht so auf Niedlichkeiten und schon gar nicht auf Gartenzwerge, aber dieses witzige Vieh gewann sofort meine Aufmerksamkeit und Sympathie.
21. Januar 2008
In diesen Tagen schauen wir uns im Garten genauer um: was nehmen wir mit und was lassen wird da? Gartengerätschaften und Werkzeuge werden wir in unseren Kellern aufbewahren, ebenso die Dinge, die etwas wert sind, aber zum jetzigen Zeitpunkt schlecht verkäuflich: zum Beispiel die Saftpresse und die Wasserpumpe.
Dann gibt’s noch allerlei kleine “Kunstobjekte”, nette Windspiele, Ton-Statuen und Nisthilfen:

Schon aus sentimentalen Gründen werde ich diese Objekte “retten”, auch wenn noch nie eine Wildbiene oder Hummel von einer der Nisthilfen gebrauch gemacht hat – verständlich bei dem vielen Totholz und dem gut zugänglichem Gebälk in den Remisen.
Dieses Gesicht gefällt mir auch gut, es verbreitet eine heitere Stimmung:

Unser Vorgänger hat viele Arrangements aus Baumstämmen und allerlei Gegenständen hinterlassen, an denen wir nichts geändert haben – hier eine “Baumscheibe”, fotografiert an einem sonnigen Novembernachmittag:

Am nächsten Montag werden wir ein Auto mieten und den Auszug über die Bühne bringen. Zwar hab’ ich mir vom ersten Tag an immer im Bewusstsein gehalten: Der Garten gehört uns nicht und kann jederzeit gekündigt werden. Genieße den Tag und häng dich nicht dran! Aber wie Menschen halt so sind: eine gewisse Anhänglichkeit lässt sich kaum vermeiden, schon gar nicht in einem Garten, in dem man ja auch immer was baut, pflanzt und pflegt.
Mir ist also schon recht wehmütig ums Herz – und ich bin froh, dass wir nach dem Abschied vom wilden Garten für fünf Wochen nach Kambodscha fliegen. Das bedeutet: keine Zeit zum Trauern und viele neue Eindrücke – die Pflanzenwelt werde ich hier natürlich bloggen!