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Claudia am 12. März 2009

Los gehts: Tomaten vorziehen

In den letzten Wochen hab’ ich nach “ungewöhnlichen” Tomatensorten gesucht, denn wir wollen nicht wieder irgendwelche Null-acht-15-Pflanzen aus dem Laden kaufen. Du meine Güte, ich war ja richtig geplättet, wie viele Sorten (gefühlte Tausende!) es da gibt!! Wie soll man sich da um Himmels Willen entscheiden?

Eines war allerdings schnell klar: es sollten ALTE (oder wilde) Sorten sein, die sehr individuelle Erscheinungsformen und Geschmackserlebnisse bieten – die man also nicht im Supermarkt bekommt. Zu meiner Empörung bemerkte ich, dass es sich auch bei Tomaten (und praktisch allen Nutzpflanzen) genauso verhält wie bei Kartoffeln: jede Menge alte Arten haben keine “Zulassung” mehr und dürfen nicht gewerblich angebaut werden. Ich frage mich wirklich, warum die Menschen sich diese Enteignung eigentlich so widerstandslos haben gefallen lassen?

Na, jetzt aber mal erst zu den erwählten Sorten, die ich mir als Samen habe kommen lassen (vom VERN e.V und über Ebay / exotic-samen.de)

  • Berner Rosen: eine alte, sehr aromatische, mittelspäte rot/rosa/violette Fleischtomate, deren Früchte uneinheitlich groß werden;
  • Gardeners Delight: kräftige Stabtomate aus England; kirschgroße, runde, rote, in Trauben reifende schöne Früchte; mittelfrüher, lang anhaltender Ertrag; sehr aromatisch, für Freiland und Treibhaus. Abstand: 60 cm, Kulturzeit:16-20 W.
  • Tigerella: runde, frühe Stabtomate, normale Größe, rot/gelb gestreift, soll sehr gut schmecken und gegen Krankheiten besonders widerstandsfähig sein;
  • Caro Red: leuchtend orange, sehr große Frucht mit stark karotinhaltigem Saft, “lässt jede Möhre erblassen”, schreibt der VERN e.V.
  • Rote Murmel: kleine, stark wuchernde/verzweigende Wild-Tomate, besonders resistent gegen Kraut- und Braunfäule, keimt bei ca. 28 Grad; bis 2 Meter hoch, Ernte bis in den Herbst; (-> Bericht)
  • Black Plum: ebenfalls widerstandsfähige Stabtomate mit dunklen, braunrot-olivfarbenen 4 – 6 cm großen Früchten, sehr aromatisch (gut für Spaghetti-Soße); 1,50 – 2 Meter hoch;
  • Zitronentomate: Gelbfrüchtige, süße Tomate; hervorragend für Saft, geringer Säuregehalt; stammt ursprünglich aus Kasachstan, Früchte bis 8cm, mittlere Reifezeit;

Wenn ich es recht bedenke, fehlt mir da noch was Grünes und die kleine, gelbe Johannisbertomate. Die kann ich mir dann aber auch noch als Staude kaufen – im Versand oder auf dem Berliner Staudenmarkt im April.

Und jetzt bin ich mal gespannt, ob die überhaupt keimen – das hab ich ja noch nie gemacht!

Thema: Alles, Alles was wächst | Tags: none
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6 Reaktionen zu “Los gehts: Tomaten vorziehen”

  1. engl
    Am 12. März 2009 um 23:32 Uhr

    oh ja, vielleicht kannst du mir raten, was ich diesmal auf meinen balkon tun kann?

    ich nehme meistens irgendetwas, seit jahren schon. nicht immer habe ich dabei glück. obwohl ich natürlich die kleinen zarten pflänzchen nehme, nicht die in sich verwachsenen knoten, die niemand jemals gegeizt hat. ;-)

  2. Claudia
    Am 13. März 2009 um 00:25 Uhr

    Na, das passt ja: ich hab viel mehr Samen als wir im Garten dann aufziehen können…

  3. limone
    Am 13. März 2009 um 12:08 Uhr

    sehr fein ist auch die grüne tigertomate, sieht aus wie eine winzige wassermelone und schmeckt sehr gut, fast limonig. :-)

  4. Raphael
    Am 3. April 2009 um 19:09 Uhr

    Ich kenne eine wunderbare Tomatensorte, die grün bleibt, auch wenn sie ausgewachsen und reif ist. Schmeckt unglaublich gut!!! Leider weiß ich den Namen nicht mehr, sonst würde ich ihn gerne posten. aber vielleicht ist das eine gute Anregung zur Recherche!

    Grüße
    Raphael

  5. Helmut
    Am 5. Juli 2009 um 19:47 Uhr

    Tomaten ziehe ich schon viele Jahre in meinem Gewächshaus. Auch habe ich schon viele Sorten ausprobiert, und bin dann bei diesen hängengeblieben, die uns vom Geschmack her am meisten zusagen:
    Subarktik
    Schwarzer Russ (leider gingen letztes Jahr davon fast alle Pflanzen ein)
    Tigerella (sehr schmackhaft)
    Ich dünge erfolgreich mit Rinderdung!

    Gartengrüße von
    Helmut

  6. Christine
    Am 26. Februar 2010 um 10:39 Uhr

    Die Johannisbeertomate würde ich noch empfehlen – auch eine alte und seltene Sorte, die echt Spass macht!

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