Welche Bohnen anbauen?

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Im nächsten Jahr werden wir jede Menge Platz im Garten haben, der bis jetzt noch gar nicht genutzt ist. Denn es ist uns gelungen, ein brach liegendes Grundstück hinter unserer Parzelle wieder zu aktivieren und dazu zu pachten.

Bisher wissen wir, dass wir Tomaten, Kartoffeln, Topinambur, Erdbeeren, Salat, Kürbis, Zucchini, Mangold und Kräuter in essbaren Mengen anbauen wollen. Mit alledem haben wir auch zumindest ein wenig Erfahrung – nicht aber mit Bohnen, auf die ich durchaus auch Lust habe. Es sollen aber nicht irgendwelche Bohnen sein, sondern ungefähr solche:

bohnen.jpg

Auf der Packung stand, dass es Buschbohnen sind. Nun frag ich mich: sind alle „feineren“ Bohnen Buschbohnen und die auf den hohen Stangen alles „grobschlächtigere“ Sorten? Mich interessieren nicht die Kerne, sondern nur die grünen Gemüse-Bohnen – und da hätte ich gerne zartere Exemplare.

Seid bitte so lieb und erzählt mir was von Euren Gartenerfahrungen mit Bohnen!

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

15 Kommentare

  1. Da entwickelt Ihr euch ja glattweg zu Bewirtschaftern eines großen Latifundiums! Ich glaub, die waren auch gepachtet.

    Buschbohnen sind meines Wissens diejenigen, die die grünen Bohnen liefern, die man mit der Schote ist. Sie wachsen am Boden als aufrechte Pflanzen von 30 oder 50 Zentimeter Höhe und man muss sich bücken, um sie zu ernten. Die Stangenbohnen dagegen sind windende Gewächse, die in die Höhe klettern. Die Bohnen sind auch als „dicke Bohnen“ bekannt. Sie werden aus den Schoten entfernt, die nicht mit gegessen werden. Die so gewonnenen Bohnen haben die Wirkung mit den Tönchen, denn man den Böhnchen landläufig nachsagt . . .

  2. Buschbohnen sind meiner Erfahrung nach die zarten, leckeren.

    Stangenbohnen klettern, sehen hübsch aus, schmecken frisch geerntet auch, sind aber etwas gröber und haben manchmal Fäden (iih). Sie lassen sich aber gut trocknen – an der Pflanze gelb werden lassen bis in den Herbst, auspulen und dann noch ein paar Wochen trocknen lassen. Dann halten sie ewig. Wenn man sie essen will, muss man sie aber eine Nacht (mindestens) in Wasser einweichen und später ganz schön lange kochen.

    Gibt auch lila Stangenbohnen, sehen gut aus – wenn man sie zu spät erntet, kriegen sie Fäden (iih).

    Feuerbohnen sind auch hübsch, wachsen wie Buschbohnen. Ich habe sie getrocknet, dann haben sie eine schöne Maserung. Gegessen habe ich sie noch nicht.

    Das sind meine Bohnenerfahrungen. Insgesamt ganz toll für den Garten und unverwüstlich.

  3. Danke Euch! Klarer Fall: Buschbohnen kommen her!

  4. Hi Claudia,
    also ich stehe auch mehr auf das *grüne* Bohnengemüse. Buschbohnen sind aber sehr mühsam zu ernten (aua Rücken!), weil sie eben so tief am Boden wachsen.
    Deshalb haben wir es während der letzten Jahre mal mit Stangenbohnen (Feuerbohnen) probiert. Die bekommen aber wirklich ganz fiese Fäden, wenn man sie zu spät erntet, und auch die „innere“ Hülle, also das, was direkt am Grünen klebt, wird dann eklig holzig. Ein fürchterliches Gefühl im Mund, wenn man draufbeißt …
    Also muss man die immer ernten, wenn sie noch ganz jung sind. Dann schmecken sie zart wie Buschbohnen.
    Stangenbohnen nennt man übrigens NICHT „Dicke Bohnen“, Eckbert. „Dicke Bohnen“ sagt man auch zu den „Saubohnen“, die an ca. 1m langen Ste(ä?)ngeln im Beet wachsen. Die klettern nicht wie die Stangenbohnen, und deren Frucht-Hüllen wirft man weg, nimmt nur die rundlichen Bohnen-Kerne darin. ;-)

    Welche *Sorte* unter den Buschbohnen am leckersten, fadenfrei und so weiter – (evtl. auch genetisch verändert (? – manchmal bin ich wegen der Krankheitsresistenz ja skeptisch) ist, kann ich nicht sagen. Ich greif mir da die Tüten auch immer nach dem Kriterium: „ohne Fäden“ – oder so … Vielleicht sollte ich die Samen demnäxt mal im Bio-Laden kaufen … ;-)
    Aber – wie gesagt – mit ganz jungen Stangenbohnen, die erheblich leichter zu ernten sind, kriegste auch ein zartes, grünes Bohnengemüse, leckere Eintöpfe etc. hin, Claudia. ;-)

    LG – Ulrike

  5. Hallo Claudia, Buschbohnen sind niedriger als Stangenbohnen. Von beiden gibt es viele gute Sorten, bei denen du die grünen Schoten essen kannst und nicht nur die ausgereiften Kerne. Bei beiden gibt es fadenlose Sorten (ganz wichtig, die Fäden sind äußerst lästig beim Essen).
    Ich baue fast nur mehr Stangenbohnen an, weil sie bei mir mehr Ertrag auf wesentlich weniger Raum liefern und die Schnecken nicht so weit raufklettern wollen oder können. Buschbohnen sind bei mir recht Schneckengefährdet.
    Wegen der Sorten:
    Am zartesten war bei mir bisher die Spaghettibohne „Metro Rouge“, die durchschnittlich 60 – 70 cm lange Schoten macht. Auch „Neckergold“ war ganz ok. Du musst einfach sehr darauf achten, die Schoten nicht zu spät zu ernten, sondern dann, wenn sie noch jung und zart sind und die Bohnenkerne im Inneren noch ganz, ganz klein.
    Im sortenhandbuch von Gerhard Bohl (bei mir unter dem Label „Bezugsquellen“ zu finden) findest du wahnsinnig viele verschiedene Sorten von Bohnen mit einer guten Beschreibung, was die Eigenschaften betrifft. (Das Sortenhandbuch würde ich dir überhaupt sehr empfehlen, wenn ich sehe, dass ihr immer mehr Platz für Gemüseanbau einplant!)
    Liebe Grüße, Margit

  6. Feuerbohnen und ähnliche Sorten eignen sich – in meinen Augen – besonders gut zu Chilis aller Art. Ist doch was anderes als die Pampe aus der Dose die, egal welche Sorte man kauft, eher mehlig als nach Bohne schmeckt.

  7. Nach dem Bild nach zu urteilen sind das aber Stangenbohnen und keine Buschbohnen. Buschbohnen sind dünner und wachsen an einem Busch wie das Wort es ja auch sagt. Ich esse am liebsten Buschbohnen vom Geschmack her sind diese zarter. Bei den Stangenbohnen nervt mich immer das man diese an Stangen anbinden muss und beim ernten immer eine Leiter braucht, da diese für mich in schwindelende Höhe sich befinden.

  8. Das sind auf jedenfall Stangenbohnen (Phaseolus vulgaris) diese sind extrem lecker. Problem ist nur das die Pflanze extrem hoch wächst und mit zunehmenden Alter auch gut gewässert wird. Wen ihr aber nebenbei Gurken und Tomaten anpflanzt, könnt ihr das ganze auch mit einem Layersystem verbinden, wodurch die Pflanzen mit zunehmender Größe mit einer Gewindestange hochgebunden werden können.

  9. Liebe Leute, die Bohnen auf dem Bild sind Buschbohnen, denn so stand es auf der Umhüllung!

    Ich danke Euch für die Tipps und Erfahrungen. Margit: Schoten von 60 – 70 cm Länge? Nicht dein Ernst.. und du nennst das noch „zart“!!

  10. Da Bohnen mit zu meinen Lieblingsgemüsen zählen, experimentiere ich mit beiden Arten. Der Vorteil bei Stangenbohnen: Man kann sie über einen längeren Zeitraum beernten; bei Buschbohnen ist nach etwa vier Wochen Schluss.
    Stangenbohnen müssen in der Regel windgeschützter aufgestellt werden als Buschbohnen. Bei beiden: Anhäufeln nicht vergessen.
    Auch wenn es aufwendiger ist: inzwischen lasse ich alle Bohnen in Töpfen vorkeimen und pflanze sie dann. Einmal überleben sie so Schneckenangriffe besser, und zum anderen gibt es bei uns im Boden kleine Tierchen, die die Keimblätter abfressen, sodass oft nicht einmal die Hälfte der Saat aufgelaufen ist. Außerdem lohnt es, erst einmal mildes Wetter (Eisheilige) abzuwarten, da Bohnen sehr kälteempfindlich sind.

  11. Wenn man Pflegeaufwand und die Geschmacksunterschiede berücksichtigt muss die Entscheidung eigentlich zu Buschbohnen tendieren. Stangenbohnen sind zwar „gemütlicher“ zu ernten, doch ist der Pflegeaufwand durch hochbinden usw. um einiges höher. Deshalb meine Wahl: Buschbohnen.

  12. @ Claudia, hab jetzt erst deinen Kommentar zu meinem Kommentar gelesen: ja, das ist mein Ernst. Die Sorte „Metro Rouge“ hat so lange Schoten und schmecken dabei wirklich zart. Man muss sie nur rechtzeitig ernten, bevor die Böhnchen im Inneren so richtig ins Wachsen kommen. Ich kann die Sorte nur empfehlen!
    Liebe Grüße, Margit

  13. @ Sascha: Stangenbohnen muss man doch nicht hochbinden. Sie brauchen nur eine entsprechend hohe Kletterhilfe, ich nehme da Moniereisen, die ich in Form eines Tipis aufstelle, dann ranken sie von ganz alleine hoch. Stangenbohnen gehören auch deshalb zu meinen Lieblingsgemüsearten, weil sie absolut keinen Pflegeaufwand brauchen.
    Liebe Grüße Margit

  14. Kennt Ihr das schöne Kartenspiel „Bohnanza“? Da gibt es Saubohnen, Feuernbohnen, Brechbohnen, Blaue und Rote Bohnen… Meine Kinder spielen es so gerne mit uns Eltern ;)

  15. Ich mache Stangenbohnen 2x im Gewächshaus.
    Ab Mitte April bis ende September. Am besten
    Necktarkönigin ohne Fäden.

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