Fragen, die die Welt uns stellt

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Kürzlich hab‘ ich über ein nützliches Statistik-Tool mal die Fragen zu Gesicht bekommen, die die Welt in Form von Google-Anfragen an uns stellt. Hier nun die Antworten, nach bestem Wissen und Gewissen von engagierten faulen Gärtnern gegeben:

Garten umgraben, wann?

Am besten gar nicht. Die Erde mit einer Hacke immer wieder mal ein wenig lockern reicht völlig aus. „Auf einem Hektar gesundem Boden graben Regenwürmer jährlich ein bis eineinhalb Tonnen Boden um“, schreibt Gerd Brucker in seinem Buch „Lebensraum Boden“. Dabei wollen wir sie gar nicht erst stören! (Eine seriöse Diskussion der Frage nach dem Umgraben gibt’s beim Umwelthaus.)

Wann ist Frühling ??

Wenn der Winter vorbei ist. Und damit jetzt nicht wieder gegoogelt werden muss: Winter ist die kälteste Zeit des Jahres, wenn auch die Tage am kürzesten sind. Schau einfach mal morgens um sieben aus dem Fenster: wenns noch dunkel ist, ist Winter (Achtung: klappt nur, wenn die Rolläden nicht geschlossen sind).

Was wächst im Garten?

Alles, was auch in der Umgebung wächst – wenn du es wachsen lässt. Außerdem das, was du selbst pflanzt, mal voraus gesetzt, du verteidigst das Gesetzte gegen die stärkeren ortsansässigen Pflanzen. Was aber richtig in Arbeit ausarten kann!

Wann wird Mangold gesät?

Im Frühjahr (Mitte März/April) oder im Spätsommer (August).

Wie wird eine Kartoffel geerntet?

Einfach die Erde aufbuddeln, Kartoffeln suchen, raus nehmen – sie beißen nicht!

Wo wächst Mais? Wie wächst Mais?

Zum Bespiel im wilden Garten, aber auch an vielen anderen Orten. Wie die meisten Pflanzen wächst er dem Himmel entgegen und kommt dabei auch recht gut voran.

Was ist ein Himmelsstürmer?

Eine Pflanze, die sehr hoch wächst – eben dem Himmel entgegen. Im wilden Garten stürmen zur Zeit die Topinambur, manche kippen auch einfach um, weil sie es übertrieben haben. Im Frühsommer beeindruckte uns der Rüben-Kälberkropf (Chaerophyllum bulbosum) mit seinem gigantischen Wachstum. Und dieses Jahr hat es auch die Stockrose wild getrieben, bevor sie umgekippt ist – Hochmut kommt eben vor dem Fall.

Ekel kommt woher?

Tja, so ganz genau wissen wir das auch nicht. Vermutlich hatten die Erfinder des Ekels einen Überlebensvorteil gegenüber denjenigen, die einfach alles aufgefressen haben, was sie kriegen konnten. Und hier noch was hübsch Ekliges – oder ist das nur Ansichtssache?

Birnenrost von seiner ekligen Seite

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

3 Kommentare

  1. Nette Sammlung :-)
    Aber das Gebilde am Blatt finde ich nicht eklig, sondern eher interessant. Was ist das eigentlich? Sitzt es drauf oder wächst es raus. Ist es vielleicht eine einzelne Blutlaus?

  2. Es ist Birnenrost – wenn du mit der Maus über die Bilder gehst, solltest du jeweils die Titel sehen! Ich hätt‘ es aber auch erwähnen können…

  3. Ich finde es interessant zu erfahren, worüber sich Menschen ekeln. Das ist individuell schon sehr verschieden. Birnenrost finde ich eigentlich im Allgemeinen nicht eklig, aber so wie Du ihn fotografiert hast ist das schon grenzwertig!

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