10. April 2018
von ClaudiaBerlin
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Anzucht 2018: Notizen zu Mangold, Zucchini, Tomaten und Palmkohl

Dass man beim Bewundern der Fotos verschiedener Keimlinge und Jungpflanzen niemals sieht, WO diese Pflanze ins Freiland gesetzt werden wird, irritiert mich jedes Jahr wieder.
Während meine am 15.März gesäten Tomaten noch ziemlich winzig sind, klotzen andere schon mit 30 cm hohen Pflanzen, die sie gerade „abhärten“, indem sie tagsüber ins Freie kommen. Dass hier im Norden ein ganz anderes Klima herrscht als im durchweg viel früher warmen Süden, muss ich mir dann immer wieder selbst erzählen, um mich nicht total „hinten dran“ zu fühlen. :-)

Heute: Mangold und Zucchini (Bad)

Aussatarbeiten

Zur Vorbereitung der Aussat in kleine Töpfe weiche ich heute zwei Sorten Zucchinisamen in lauwarmem Kamillentee ein: 12 bis 24 Stunden, das soll nicht nur die Keimung beschleunigen, sondern auch fungizide Effekte haben. Nun ja, mal sehen… Es sind grüne und gestreifte Zucchini, nur Grüne wären mir ein bisschen zu langweilig gewesen. Weiterlesen →

7. April 2018
von ClaudiaBerlin
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Kleingärtnerische Nutzung (BKleinG): Drittel-Regelung, 10 Prozent „unter Spaten“

Die genaue Definition der „kleingärtnerischen Nutzung“, um die herum sich viele Streitigkeiten in Kleingartenanlagen entwickeln, steht nicht im Bundeskleingartengesetz (BKleinG). Dieses für die Begründung und den Schutz des Kleingartenwesens unverzichtbare Gesetz beschreibt lediglich allgemein, was ein Kleingarten im Sinne des Gesetzes ist:

§1 BKleinG: Ein Kleingarten ist ein Garten, der

  1. dem Nutzer (Kleingärtner) zur nichterwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung, insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf, und zur Erholung dient (kleingärtnerische Nutzung) und
  2. in einer Anlage liegt, in der mehrere Einzelgärten mit gemeinschaftlichen Einrichtungen, zum Beispiel Wegen, Spielflächen und Vereinshäusern, zusammengefaßt sind (Kleingartenanlage)

Alles, was diese sehr allgemeine Beschreibung konkretisiert, wurde im Lauf der Jahre durch Gerichte und Kleingartenverbände festgelegt. Besonders wegweisend und bis heute gültig in Sachen „kleingärtnerische Nutzung“ ist das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH III ZR 281/03) vom 17. Juni 2004. Dieses Urteil war ein großer Fortschritt im Sinne einer zeitgemäßen Bewirtschaftung der Kleingärten, da es die Anforderungen an den Obst- und Gemüseanbau deutlich begrenzt. Es begründet die berühmte „Drittel-Regelung“, die heute für alle Kleingärten gilt. Ich zitiere die Konkretisierung, die das Urteil für den § 1 Abs. 1 Nr. 1 BKleingG festlegt: Weiterlesen →

6. April 2018
von ClaudiaBerlin
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4,6 Kilo Topinambur geerntet

Hier und da lese ich, man könne Topinambur das ganze Jahr über ernten, mit Ausnahme der heißesten Monate. Nun ja, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Knollen noch schmecken, wenn die Pflanzen aus ihnen heraus gewachsen sind. Grade haben wir den großen Rest geerntet, nämlich 4,6 Kilo teils recht große Topinambur:

Topinambur

Man sieht bereits Triebspitzen, aber die stören mich noch nicht. Grade verarbeite ich sie zu Suppe, da sie nicht lange halten und im ganzen gekocht einfach nur „ausgepresst“ werden müssen: anschneiden, etwas zusammendrücken und die weiche Masse kommt heraus, bzw. die dicke, unregelmäßige Schale lässt sich im Ganzen sehr gut entfernen. Für die Suppe mische ich die Knollenmasse mit gekochten Kartoffeln (aktuell 2 Drittel Topinambur zu 1/3 Kartoffeln) und friere die fertige Suppe dann porionsweise ein.

Topinambur im Garten sind ein Segen, denn sie machen kaum Arbeit und kommen gut alleine zurecht. Dass man sie nie wieder los wird, ist ein Gerücht: Sie wandern von selbst im Lauf der Jahre gerne weiter, da sie auf derselben Stelle immer mehr mickern. Das haben wir zugelassen (natürlich nicht in Richtung Nachbarn, da haben wir eine Wurzelsperre) und den alten Bereich gehackt, alle Knollen und sichtbaren Reste entfernt und Gründüngung angesäht. Vereinzelte Topinambur, die trotzdem noch kommen, einfach ausjähten! So sind sie im 3. Jahr vom alten Beet dann doch verschwunden.

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Siehe auch:

  1. Topinambur – als Sichtschutz – Pflege und Ernte – in der Küche
  2. Tipps zu Topinambur

2. Februar 2018
von ClaudiaBerlin
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Die traditionellen Herstellung von Tomatenmark

In Sizilien wird Tomatenmark traditionell hergestellt. Es ist ein aufwendiger Prozess, wie dieses Video zeigt:

Tomaten und Sonne sind die Hauptzutaten, die in der Anna Tasca Lanza Kochschule in Tenuta Regaleali verwendet werden. Ein paar wenige Zwiebeln kommen auch rein.

Das Video fand ich auf Kraftfuttermischwerk. Elizabeth Minchilli hat es produziert, die auch ein Kochblog mit italienischen Rezepten führt (englisch).

20. Januar 2018
von ClaudiaBerlin
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Gesucht: Mittelfrühe Fleischtomate, mittelgroß mit viel Geschmack

Eigentlich mögen wir Tomaten lieber im Cocktailformat und maximal Normalgröße, denn die voluminösen Sorten brauchen meist recht lange und platzen recht oft. Manche geraten sichtbar zu schwer für die Pflanze. Die bricht dann zusammen oder die Früchte liegen auf dem Boden rum, was ihnen auch nicht gut tut. Weil wir aber auch immer Experimente macht, war im letzten Jahr die Sorte „Black Prince“ dabei, eine mittelgroße Fleischtomate, die im Gewächshaus ganz gut gewachsen ist.

Black Prince Fleischtomate

Als wir frische Tomaten ziemlich satt hatten, hab‘ ich aus allen, die dann noch reiften, Tomatensoße gemacht – zum ersten Mal aus eigenen Gartentomaten. Die hat derart gut geschmeckt, besser als alle vorherigen Tomatensoßen, die ich je gekostet hatte! Zur Menge hat „Black Prince“ da viel beigetragen, deshalb wollen wir in der nächsten Saison auch wieder Fleischtomaten mit anbauen.

Könnt Ihr uns Sorten empfehlen?

Wichtig sind uns Eure eigenen Erfahrungen: welche Erde? Welcher Standort? Welches Klima/Region? Zeitpunkt der Reife?

Natürlich hätten wir gerne die „eierlegende Wollmilchsau“: geschmackvoll, ertragreich, mittelfrüh und mittelgroß – aber da man nie alles auf einmal haben kann, freuen wir uns auch über Tipps zu weniger perfekten Fleischtomaten!

P.S. fast vergessen: bitte keine „F1-Hybriden“!