tumblr visit counter

27. April 2015
von Clemens G. Arvay
Keine Kommentare

Dein Garten, Dein Heiler – Der Biophilia-Effekt im wilden Garten

[Gastbeitrag]

Der Garten tut uns Menschen gut. Das wissen alle Gärtnerinnen und Gärtner intuitiv. Doch wie weit das gesundheitsfördernde Potenzial des Gartens geht, belegt jetzt die Wissenschaft. Die Recherchen zu meinem neuen Buch “Der Biophilia-Effekt — Heilung aus dem Wald” haben meinen Zugang zu meinem Garten noch weiter vertieft. Dies ist ein Plädoyer für die Gestaltung von Gärten nach dem Vorbild des Waldes, der wilden Natur, exklusiv verfasst für Das Wilde Gartenblog.

Der Wald als Vorbild für heilende Gärten

Wald

Dank der modernen Forschung wissen wir, dass der Wald ein Ort der regen Kommunikation ist. Bäume, Sträucher und andere Pflanzen tauschen Information untereinander aus, zum Beispiel über Schädlinge, die im Anmarsch sind. Die Pflanzen, die diese Botschaften empfangen, aktivieren dann ihr Immunsystem. Sie warnen sich gegenseitig und kommunizieren sogar mit Nützlingen, um diese gegen Angreifer zur Hilfe zu rufen. Dazu benutzen sie “Pflanzenvokabeln”, das sind chemische Moleküle aus der Gruppe der Terpene. Waldluft ist voll damit.

Aus der Neuro-Immunologie wissen wir, dass auch unser Immunsystem ein kommunikationsfähiges Sinnessystem darstellt. Es ist wie eine organische Antenne, welche die Pflanzenfunksprüche im Wald auffängt. Unser Immunsystem reagiert darauf sogar auf ähnliche Weise wie die Pflanzen selbst. Kommen wir mit den gasförmigen Terpenen in Kontakt, steigen nachweislich die Anzahl und die Aktivität der natürlichen Killerzellen. Das sind Immunzellen, die Viren aus dem Körper entfernen sowie potenzielle Krebszellen töten. Auch Tumore werden von den Killerzellen bekämpft. Schon ein ausgedehnter Waldspaziergang vermehrt die Killerzellen um etwa 50 Prozent und macht sie aktiver. Zwei Tage in einem Wald führen sogar zu einer fast 70-prozentigen Steigerung. Das haben Waldmediziner einer medizinischen Universität in Tokyo herausgefunden. In Japan ist die Waldmedizin bereits durch das staatliche Gesundheitswesen anerkannt. Weiterlesen →

24. April 2015
von ClaudiaBerlin
Keine Kommentare

Pflaumenblüte – und was es sonst zu berichten gibt

Dieser Tage explodiert der Frühling geradezu. Die Pflaumenblüte ist fast schon wieder vorbei – schade, dass das immer so schnell geht!
Pflaumenblüt

Die Annemone, an die wir uns schon letztes Jahr nicht gleich erinnern konnten, ist wieder gekommen:

Annemone

Das Update des Blogs ist jetzt zu 95% fertig – ein paar Kleinigkeiten fehlen noch, das fällt aber nur auf, wenn man öfter hier ist und das Blog kennt – kommt aber alles noch.

Derzeit hab’ ich ziemlich viel zu tun, so dass ich kaum zum Bloggen komme. Bin schon froh, wenn ich es in den Garten schaffe! :-)

5. April 2015
von ClaudiaBerlin
6 Kommentare

Was wächst und was überlebt hat

Meine Samen-Anzucht auf dem Fenstersims mit “altem” Saatgut aus 2013 ist aufgegangen! Erst dachte ich, es kämen nur die unverwüstlichen Matinas und Black Cherrys, doch dann wuchsen auch viele kleine Mangolds drauflos und sogar auf Russentomaten und gelbe Rispentomaten werden wir dieses Jahr nicht verzichten müssen. Geht also doch!

Anzucht 2015

Auf dem Balkon ist es noch ziemlich winterlich. Noch hab’ ich da garnichts gemacht, freue mich aber, dass die “unbekannte Pflanze” den Winter gut überstanden hat. Ganz im Eck an der Mauer, den Balkonkasten mit Luftpolsterfolie umhüllt hat sie überlebt. Kein echtes Wunder, denn so richtig Winter wurde es in Berlin dieses Jahr nicht.

Alsdenn, die unbekannte Staude:

Unbekannte

Ich vermute, es ist ein BEINWELL – und wenn das nicht, dann eine Königskerze. Von der Blattform her tippe ich auf Ersteres, denn die Königskerzenblätter sind länger und etwas spitzer. Im Garten hatten wir beides, es wundert also nicht, dass die Staude auf meinem Balkon auftaucht. Da gibt es immer einen gewissen Austausch durch hin- und hergetragene Pflanzen und Erde.

18. März 2015
von ClaudiaBerlin
4 Kommentare

Anzucht-Start 2015: Tomaten und Mangold

Das Samen-Vorziehen werden wir dieses Jahr etwas schmalspuriger betreiben, denn durch die Renovierung meiner Küche steht etwas weniger Platz auf der Fensterbank zur Verfügung.
Gestern kamen nun die ersten Samen in die Kokos-Töpfchen:

  • Matina: eine absolut “ertragssichere” ziemlich normal aussehende Tomate (alte Sorte), die sich im Freiland gut hält.

Matina

  • Black Cherry: das Geschmackswunder der letzten beiden Jahre – einfach super!
  • Blondköpfchen: Produziert kleine gelbe Tomaten an vielarmigen Rispen – nett zum Naschen im Vorbeigehen
  • Vesennu Mieurinsku: wir nennen sie die Russentomate – vier Zentimeter große Früchte an verzweigten Fruchtständen.
  • Waliser Mangold – der mit den breiten weißen Stielen.

Das sind erstmal alle Samen, von denen wir noch Reste aus dem letzten Jahr hatten, also solche aus der Ernte 2013. Kann sein, dass manche davon nicht kommen, aber ich bin zuversichtlich, denn schließlich gibt es Samen, die Jahrhunderte überstehen und dann immer noch keimen.

Etwas später sind noch die Grünkohlsamen dran, auch wollen wir mal den Toskanischen Palmkohl probieren!
Abenteuer-Tomaten – also solche, die wir noch nicht kennen – werden wir dieses Jahr als Pflanzen dazu kaufen, ebenso wie Zucchini und Kürbis – und was uns evtl. sonst noch so auffällt.

13. März 2015
von ClaudiaBerlin
2 Kommentare

Zweieinhalb gute Nachrichten – und Ihr könnt noch drei draus machen!

1.

Der hoch umstrittene Entwurf einer Novellierung der Europäischen Saatgutverordnung ist vom Tisch! Die EU-Kommission hat den Vorschlag nun endgültig zurückgezogen. Ein großer Erfolg für alle Aktiven, die dagegen gekämpft, demonstriert, angeschrieben und Petitionen gezeichnet haben – und ein guter Tag für die Saatgutvielfalt!

2.

Das Umweltministerium antwortet auf Forderung von 320.000 Menschen – Zwei telefonbuchdicke Bände mit 322.353 Unterschriften konnte CAMPACT überreichen, in nur wenigen Tagen gesammelt. Sie alle fordern ein starkes Gentechnik-Gesetz, mit dem die alleinige Kompetenz für bundesweite Verbote von Gentechnik-Pflanzen bei der Bundesregierung liegt. Weil Pollen nicht an Ländergrenzen Halt machen…. Und siehe da: das Umweltministerium trägt die Forderung mit!

2,5.

Nur noch 1459,- Euro fehlen, um das das Erste vegane Bio Burger Restaurant in Deutschland Wirklichkeit werden zu lassen! Noch DREI TAGE sind also Zeit, um aus der halben guten Nachricht (“schon so weit gekommen!!!”) eine ganze zu machen – macht jemand mit?

Als Freundin pflanzlicher Fleischalternativen würde ich mich wirklich freuen, wenn das klappt!

12. März 2015
von ClaudiaBerlin
4 Kommentare

Gemauerte Gartenbank

Dass es in letzter Zeit hier so still ist, lag an einem Kurzurlaub, den wir in Andalusien verbrachten. Malaga, Granada, Cordoba und am Schluss nochmal ein Tag Malaga, wo es am wärmsten war (max. 27 Grad!) und wo ich nochmal das Meer bewundern konnte.

Über die maurischen Gärten in den genannten Städten gäbe es viel zu schreiben und zu zeigen, insbesondere in der Alhambra gibt es berühmte Gartenanlagen mit genialer Bewässerung. Da das aber im Web schon gefühlte millionen Mal getan wurde und die strengen Formen eher nicht unser Ding sind, zeige ich hier eher was Kurioses wie die gemauerte Gartenbank:

Gemauerte Gartenbank

Offensichtlich haben die dafür extra Spezialziegel mit Sitzrundung herstellen lassen – genial! Sowas sollten wir heute haben, das würde ewig halten!

24. Februar 2015
von ClaudiaBerlin
4 Kommentare

Welches Material für die Dachplatten auf dem Gewächshaus – eine Suchbewegung

Weiter gehts mit der Suche, deren Thema im letzten Beitrag beschrieben wurde: Welche Art Platten sind eigentlich für so ein Gewächshaus optimal? SOWAS soll es auf keinen Fall mehr sein: Gewächshausdach

Dieses Material mit den seltsamen Fasern drin, das soviel Dreck anzieht und immer dunkler wird, ist nicht etwa eine Mischung mit gefährlichem Asbest, sondern glasfaserverstärktes Polyesterharz (GFK), dessen Robustheit und Langlebigkeit noch heute gerühmt wird. Leider sind es gerade diese Fasern, die den Dreck anziehen und sogar von Vögeln heraus gepickt werden – für den Nestbau, nehme ich an, man gönnt sich ja sonst nichts! :-) Normalerweise werden diese Fasern als im Material “innenliegend” beschrieben, doch tatsächlich bleiben sie nicht drinnen, bei uns jedenfalls nicht. Weiterlesen →