Gartengeräte vergleichen und selbst Informieren

Beim Kauf von Gartengeräten erlebt man oft mehr Leid als Freude. Konsum macht eben Arbeit, wenn man keinen Schrott kaufen will. Informieren vor dem Einkauf spart Geld und Ärger.

Wer einen Garten übernimmt, bekommt meist auch eine ganze Reihe älterer Gartengerätschaften mit dazu: Spaten, Rechen, Schaufeln, Hacken, Schläuche, Heckenscheren und Rasensprenger, die ihre besten Tage meist hinter sich haben, zumindest optisch.
Gartengeräte
Ein Tipp vorab: nicht gleich alles entsorgen, denn manchmal finden sich darunter Geräte, die in Sachen Haltbarkeit aktuellen Produkten deutlich überlegen sind. Denn es drängt sich der Eindruck auf: Auch die Qualität von so einfachen Dingen wie Gartengeräten sinkt im Lauf der Jahre. Es kann sich also lohnen, z.B. den abgebrochenen Spatenstil zu erneuern, wenn der Metallteil des Spatens robust und „unkaputtbar“ wirkt. Denn das ist keineswegs mehr selbstverständlich, wie wir im „wilden Garten“ bei den verschiedensten Gartenwerkzeugen feststellen mussten:

  • Kleine Gartenschaufeln: obwohl aus Metall, sind uns schon zwei davon abgebrochen. Erstaunlicherweise hält eine Variante aus Hartplastik immer noch durch – unschön, aber wahr!
  • Gartenscheren: der Mechanismus zum Öffnen und Feststellen dieser Scheren ist nicht ganz trivial. Manche sind zu umständlich im Gebrauch, andere versagen plötzlich ganz.
  • Spaten: trotz pflegeleichtem Sandboden sind uns Stiele abgebrochen, das Spatenblatt selbst hat sich auch schon verbogen.
  • Rasensprenger: Etwas blauäugig kauften wir so ein Markenteil, ohne uns umfangreich zu informieren. Stellten dann leider fest, dass der Radius der Bewässerung für unseren Garten falsch war – man will ja nicht die empfindlichen Tomaten mitsprengen!
  • Gartenschlauch: Man glaubt gar nicht, wie viel Ärger ein schlechter Gartenschlauch machen kann! Er biegt sich ganz eigendynamisch, wird leicht zusammen getreten, ist schlecht aufzurollen, bekommt schnell Löcher und Risse…. ein Elend!

Mit unserer Sense hatten wir dagegen Glück, doch hatten wir da auch nicht die erste beste „gut Aussehende“ genommen, sondern länger im Internet geforscht, was es für Sensen gibt und welche für unsere Zwecke die Richtige wäre.

Kurzum: Konsum macht Arbeit, wenn man keinen Schrott kaufen will. Ich hab‘ schon Stunden mit dem Lesen von Kommentaren und Bewertungen zugebracht und würde heute nie mehr „einfach zugreifen“! Es ist ja nicht nur das Geld, das man so verliert, man produziert auch Müll und unterstützt die Produktion von Müll mit uninformiertem Einkaufen. Machen wir nicht mehr!

Gartengeräte kaufen: Wichtige Hinweise!

Aus unseren Erfahrungen ergeben sich ein paar Tipps für den Einkauf von Gartengeräten:

  1. Keine Billigware: Da Spaten & Co. einiges aushalten müssen, sollte man keinesfalls auf irgendwelche Schnäppchen herein fallen! Zwar ist auch teuer nicht immer perfekt, aber billig ist allermeistens Mist. Die sprichwörtliche „billige Chinaware“ gibts auch massenhaft bei Gartengeräten, nicht nur bei DIY-Werkzeug-Sets, die dafür bekannt sind, nur optisch zu punkten aber in Windeseile kaputt zu gehen.
  2. Boden beachten: Je fester der Boden, der begärtnert wird, desto robuster und hochwertiger sollten die Harken, Spaten und Rechen sein. Mal zwei Spaten tief einen Sandboden umgraben ist keine große Sache, bei lehmigen Böden kann das Schwerstarbeit sein – auch für die eingesetzten Werkzeuge.
  3. Ausführlich informieren: Gartenmagazine und Gartenblogs, Foren, Testseiten und die Kommentare bei großen Anbietern sind Quellen, bei denen man sich Informieren kann. Es gibt auch umfangreiche Infoseiten zum Thema: Da werden Gartengeräte verglichen und vorgestellt, basierend auf ausführlichen Recherchen, die man ansonsten selber anstellen würde. Die besseren Seiten legen ihre Quellen offen und berichten im Detail, woher ihre Daten und Empfehlungen kommen. Zumindest für einen ersten Überblick sind sie nützlich, man muss ihren Empfehlungen bestimmter Produkte ja nicht zwingend folgen.
  4. Gartenfreunde fragen: Die Tipps erfahrener Gartenfreunde sind oft Gold wert! Deren Gartengeräte kann man auch gleich anfassen und testen, was insbesondere für Neulinge hilfreich ist.
  5. Gebraucht kaufen: Wer sparen muss, sollte nicht billig, sondern gebraucht kaufen. Gartenfreunde, die ihre Gärten aufgeben, verlangen oft nur ganz wenig für ihre Geräte. Auch die Flohmärkte, die von manchen Gartenvereinen veranstaltet werden, sind eine gute Möglichkeit, ein gebrauchtes „Schnäppchen“ zu machen.

Wir hoffen, mit den Tipps zur Vermeidung von Fehlkäufen beigetragen zu haben. Schließlich macht das Gartenhobby umso mehr Freude, je problemloser und frustfreier mit den erforderlichen Gerätschaften gearbeitet werden kann.

Ein Kommentar

  1. Ich habe eigentlich sehr viele Gartengeräte, die ich auch sehr oft benutze. Zum Beispiel Rasenmäher, Buschtrimmer, verschiedene Scheren, Schaufeln, Hacken usw. Letztes Jahr habe ich mir noch eine Beregnungsanlage gekauft. Besonders zufrieden bin ich auch deshalb, da mein Rasen nun viel besser aussieht, immer frisch und schön grün.

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