Einen Garten suchen und finden

79 Prozent der deutschen Haushalte besitzen einen Garten oder andere Außenflächen. Die 35 Millionen Gartenbesitzer der Bundesrepublik können sich glücklich schätzen, eine Grünfläche zur Verfügung zu haben. Denn tatsächlich sind die grünen Oasen Mangelware und heiß begehrt. Vor allem in den Großstädten wünschen sich viele gestresste Stadtbewohner nichts sehnlicher als ein Stückchen Grün – sei es zur Entspannung, zum Grillen mit Freunden oder für die zumindest teilweise Selbstversorgung mit selbst gezogenem Bio-Gemüse.

Suchst du vielleicht auch gerade nach dem Garten deiner Träume? Dann kann es nicht schaden, hier weiter zu lesen und unsere Tipps zur Suche zu checken!

Große Nachfrage, wenig Angebote

Während die Menschen auf dem Land regelrecht in Grünflächen ersticken, halten die Großstädter verzweifelt Ausschau nach Gartengrundstücken. Auf eine Anzeige melden sich unzählige Bewerber, die sich in den Wettstreit um die Parzelle begeben. Kleingartenvereine haben mittlerweile Wartelisten eingeführt, um die nicht enden wollende Nachfrage in Bahnen zu lenken.

Wer sich nicht abschrecken lässt und den Traum vom eigenen Garten auf jeden Fall verwirklichen will, dem stehen verschiedene Möglichkeiten offen: je nach Lage wird es nicht immer einfach, aber auf Dauer gilt wie bei vielen Wünschen: Hartnäckigkeit und Ausdauer führen zum Ziel!

Ein Gartengrundstück kaufen?

Wer maximale Freiheit genießen will und über das nötige “Kleingeld” verfügt, kann natürlich ein Gartengrundstück käuflich zu erwerben. Als Eigentümer kann man uneingeschränkt über seinen Besitz verfügen und das Grundstück nach den eigenen Vorlieben gestalten. Die Vorschriften des Bundeskleingartegesetzes (BKleinG) gelten für private Gärtne nicht! Es kann einem da niemand reinreden, wieviel Gemüse angebaut werden soll oder ob das Gartenhaus nicht zu groß ist. 

Bei der Wahl des passenden Grundstücks spielen üblicherweise Kriterien  wie Lage, Größe, vorgesehene Nutzung und natürlich der Grundstückspreis die größte Rolle. Zu beachten ist ebenfalls, dass seit dem 31.12.2020 neue Bodenrichtlinien festgelegt wurden.  

Der Kaufvertrag

War die Suche erfolgreich, sollte unbedingt auf den Abschluss eines Kleingärten-Kaufvertrags bestanden werden. Diese sind für kleines Geld erhältlich und geben dem Kauf einen rechtlichen Rahmen. Das Dokument ist so angelegt, dass nur noch die passenden Informationen eingetragen werden müssen. Dazu zählen:

  • Persönliche Informationen
  • Kaufsumme
  • Datum
  • Individuelle Vereinbarungen

Im Vorfeld wird empfohlen, sich über den Grundstückspreis der jeweiligen Gemeinde zu informieren. Dies ist in der Regel beim Gutachterausschuss möglich. Zudem sollte im Hinterkopf behalten werden, dass beim Erwerb eines Gartengrundstücks ebenfalls Kosten für den Grundbucheintrag und die Grundstückssteuer anfallen. 

Einen Schrebergarten pachten

Kleingarten

Nun sind ja leider nicht alle in der Lage, ein eigenes Gartengrundstück zu finanzieren – erst recht nicht in der Stadt! Auch ist die Vorstellung, so ein Stück Land “ganz und für immer” zu besitzen, nicht für jeden ein Traum. Viele Interessenten sind aufgrund ihres Jobs in Großstädte gezogen und haben nicht vor, ihr Leben lang dort wohnen zu bleiben. Was liegt also näher, als einen Schrebergarten zu pachten?

Entscheidet man sich für diese Option, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. So darf einen Kleingarten in einer Kleingartenanlage (KGA) nur pachten, wer auch Mitglied des jeweiligen Kleingartenvereins ist.

Darüber hinaus gilt das Bundeskleingartengesetz, dessen Vorschriften das Grundsätzliche eines solchen Pachtgartens regeln:

  • Maximale Größe: ca. 400 Quadratmeter soll eine Parzelle groß sein (tatsächlich gibt es auch größere und kleinere Parzellen, die historisch entstanden sind).
  • Maximale Größe der Gartenlaube: 24 Quadratmeter – darauf wird meist akribisch geachtet! Ein “Freisitz”, also eine überdachte Terrasse am Gartenhaus zählt dazu!
  • Gärtnern ist Pflicht: Ein Drittel des Gartens muss kleingärtnerisch genutzt werden. Dazu gibt es noch detailliertere Regelungen in den Landesverordnungen und in der jeweiligen Gartensatzung des Verein.

Gezielte Suche

Vielen Menschen ist nicht klar, wo und wie ein Gartengrundstück gefunden werden kann. Im Folgenden werden einige Möglichkeiten vorgestellt:

  1. Gartenvereine: Nicht überall sind Kleingärten Mangelware, in ländlichen Gegenden werden Pächter leer stehender Gärten oder Übernehmer gesucht. Dann finden sich auf den Webseiten der Gartenvereine Angebote für Gartengrundstücke mit ausführlichen Informationen rund um die Parzelle, oft auch mit Fotos.
    In den Städten muss man dagegen mit Wartezeiten von bis zu drei Jahren rechnen. Die Webseiten der Vereine und Bezirksverbände verweisen in der Regel auf Wartelisten. Schon beim Eintrag in die Liste wird häufig eine kleine Gebühr fällig – dann heiß´t es warten, bis ein Angebot kommt.
  2. Verkaufsplattformen: Auf Internetseiten wie eBay Kleinanzeigen stellen private Anbieter Gartengrundstücke zur Verfügung. Da die Preise individuell festgelegt werden können, schrecken viele Besitzer nicht davor zurück, die Grünflächen zu horrenden Preisen zu offerieren. Es bietet sich an, die Bodenrichtwerte und Grundstückspreise genau zu überprüfen, bevor man sich auf einen Kauf einlässt. 
  3. Facebook: Der berühmte Social Media Kanal bietet die Möglichkeit, Gruppen zu bilden. Im Laufe der Zeit haben sich eine Menge Schrebergärtner-Gruppen gebildet, die sich rege über das Thema “Garten” austauschen. Immer wieder kommt es vor, dass auch Annoncen über zum Verkauf stehende Gartengrundstücke gepostet werden. 

Auch beim Pachten eines Kleingartens wird übrigens eine Ablösesumme fällig. Die Höhe richtet sich danach, was auf dem Grundstück steht: das Gartenhaus, die Anpflanzungen etc. Die Summe kann mehrere tausend Euro betragen (je höher, desto weniger Interessenten gibt es!) oder auch null bis wenige hundert Euro. Dann ist in der Regel eine Rückbauverpflichtung mit der Pacht verbunden: Man muss z.B. zu große Gebäude abreissen bzw, verkleinern.

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