Vogelbad und Vogeltränke: Sicher aufstellen und pflegen

Das ganze Jahr über brauchen Vögel Wasser: Sie löschen ihren Durst und baden gerne im kühlen Nass, pflegen so ihr Gefieder und kühlen sich bei heißem Wetter ab. Mit einem Vogelbad oder einer Vogeltränke wird jeder Garten für unsere gefiederten Freunde also deutlich attraktiver. Zudem macht es Freude, die Vögel beim Trinken, Baden und Plantschen zu beobachten.

Vogelbad mit Amsel

Bei der Wahl ihrer Badestelle sind Vögel nicht besonders wählerisch: Sie baden in jedem natürlichen Gewässer, dessen Rand flach genug ist, damit sie gut stehen können. Auch Pfützen werden gerne genommen, zur Not tut es sogar ein Sandbad. Leider sind in vielen Siedlungsgebieten natürliche Gewässer nicht mehr so häufig und im Sommer trocknen auch alle Pfützen und Gräben aus. Dann ist es besonders wichtig, Vogeltränken aufzustellen, denn auch bei Vögeln steigt mit der Hitze der Flüssigkeitsbedarf. Mangelt es an Wasser, stillen sie ihren Durst vermehrt an Kirschen und Beeren, ein weiterer, durchaus eigennütziger Grund für das Aufstellen eines Vogelbads im eigenen Garten.

Was für ein Vogelbad?

Im Gartenfachhandel finden sich vielerlei Vogelbäder und Tränken, doch lassen sich auch diverse Schalen als Vogelbad nutzen, sofern sie eine Wassertiefe von zwei bis fünf Zentimetern ermöglichen. (Größere Vögel baden auch in Schalen mit bis zu 10 cm Tiefe). Keramikteller, ausrangierte Untersetzer für große Blumentöpfe, Deckel von Wassertonnen sind durchaus geeignet, Hauptsache sie sind flach genug. Geht es mehr als zwei Zentimeter in die Tiefe, sollte das Gefäß leicht schräg stehen und nicht ganz gefüllt werden – oder eine Insel aus Kieseln als „Rampe“ bekommen, damit die Vögel sich ins Wasser trauen können. Sehr schön, wenn das Vogelbad seine „Mittelinsel“ gleich mitbringt:

Vogelbad mit Mittelinsel

Einen echten Unterschied zwischen Vogelbad und Vogeltränke gibt es übrigens nicht, denn jedes Vogelbad ist natürlich gleichzeitig auch Vogeltränke. Üblicherweise bezeichnet man kleinere Versionen (ca. 25 cm) eher als Tränke, wogegen Vogelbäder bis zu 40 cm Durchmesser haben. Die ideale Vogeltränke hat im übrigen eine rauhe Oberfläche, damit die Vögel sowohl am Rand als auch im Wasser guten Halt finden. Ein gewisses Mindestgewicht ist ebenfalls empfehlenswert, denn das Vogelbad sollte nicht kippen, wenn sich mal ein größerer Vogel wie Krähe oder Elster zum trinken oder baden einfindet.
Zu guter Letzt sollte das Vogelbad leicht zu reinigen sein, denn die regelmäßige Säuberung ist schon aus Gründen der Vogelgesundheit wichtig (dazu unten mehr).

Der richtige Standort fürs Vogelbad

Ob Tränke oder Vogelbad: der richtige Standort ist entscheidend für die Nutzung, denn die Vögel werden nur kommen, wenn sie sich auch halbwegs sicher fühlen!

Untersetzer als VogelbadDer Standort sollte alles in allem folgenden Anforderungen entsprechen:

  • Das Vogelbad sollte nicht nahe bei Büschen stehen, in denen sich eine Katze verstecken könnte. 3 Meter Abstand wären ideal.
  • Büsche und Bäume in der weiteren Umgebung sind jedoch gut, damit die Vögel sicher anfliegen und sich bei drohender Gefahr (z.B. Raubvögel) schnell verstecken können.
  • Soll das Vogelbad auf dem Rasen stehen, müssen die Halme rund um die Schale kurz gehalten werden, damit die Übersicht erhalten bleibt.
  • Wenn möglich, ist ein erhöhter Standpunkt der bessere Ort, im Handel gibt es auch Vogeltränken mit Ständer.
  • Gibt es viele Katzen, sollte man ein Vogelbad zum Aufhängen in Betracht ziehen und z.B. einen alten Baum dafür nutzen.
  • Nicht direkt vor Fenstern oder verglasten Balkontüren aufstellen, da sich die Vögel verirren und am Fenster verletzen könnten.

Sind alle Punkte berücksichtigt, werden die Wildvögel den Garten schon bald als neuen „Wellness-Bereich“ entdecken.

Die Pflege: Wichtig für die Vogelgesundheit

Niemand reinigt die Pfützen in der „freien Wildbahn“, doch trocknen diese ja bald nach dem Regen wieder aus. Sie sind also kein dauerhaftes Sammelbecken für gesundheitsschädliche Organismen, die für Vögel gefährlich werden könnten.

In ungereinigten Vogeltränken können sich dagegen Salmonellen und der Parasit Trichomonas gallinae ausbreiten, ein einzelliges Geißeltierchen, das schon für massenhaftes Grünlingssterben gesorgt hat. Die regelmäßige Reinigung des Vogelbads und häufiger Wasserwechsel ist also für die Vogelgesundheit extrem wichtig, nur Wasser nachfüllen reicht nicht!

In einer Pressemeldung zum Thema „Gefährliche Vogeltränken im Garten“ weißt der NABU (Naturschutzbund Deutschland e.V.) darauf hin, dass auch Pilze und Bakterien den Singvögeln zu schaffen machen. So führe eine Infektion mit dem Pilz Macrorhabdus ornithogaster dazu, dass Singvögel die Nahrung im Magen nicht mehr aufschließen könnten und schließlich verhungerten. Bei heißem Wetter drohe besonders Salmonellengefahr. Das wenige Wasser in der Vogeltränke erwärme sich schnell und biete den Bakterien beste Lebensbedingungen.

Der NABU empfiehlt deshalb, Vogeltränken mindestens einmal pro Woche zu reinigen. Ist es heiß, empfiehlt sich eher der tägliche Wasseraustausch. Bei der Reinigung sollten eine Bürste und heißes Wasser benutzt werden. Von Spülmitteln oder gar Desinfektionsmitteln wird jedoch abgeraten, da sich Reste dieser „Chemie“ leicht in Ritzen festsetzen können.

Möglich ist auch die Nutzung von zwei Vogelbädern in Abwechslung: Lässt man eine Schale austrocknen und 24 Stunden trocken stehen, überlebt das kein Parasit oder bösartiger Keim.

***
Werbetext-Abschnitt

15 Jahre Witterungsbeständigungsgarantie bietet die Manufaktur DENK auf ihre attraktive Vogeltränke mit Ständer. Sie besteht aus Granicium®, ein selbst entwickelter „formbarer Granit“, der alle Eigenschaften des Granits mitbringt.

Vogeltränke mit Ständer

Das geräumige Vogelbad mit 38 cm Durchmesser wurde von Experten in Zusammenarbeit mit den wichtigsten deutschen Naturschutzverbänden entwickelt, getestet und empfohlen. Das Material ist so rau, dass jeder Vogel sicheren Halt findet, dabei absolut frostfest und witterungsbeständig. Selbst im Winter, wenn Vögel besonders dringend Wasser benötigen, kann die Vogeltränke eingesetzt werden. Eisbildung kann ihr nichts anhaben. Durch den Ständer aus Edelstahl sind die Vögel sicher vor Katzen und man kann sie gut beobachten. Die Vogeltränke aus Granicium ist auch einzeln erhältlich, daneben finden sich im DENK-Keramik-Shop weitere nützliche Tierschutzprodukte wie Hummelburgen, Igel-Behausungen und vieles mehr.

3 Kommentare

  1. Vielen Dank für diesen ausführlichen Post, hilft er doch dabei, keine Unterlassungssünden bei den bereitgestellten Vogeltränken zu begehen.
    Vieles war mit bekannt und auch logisch, aber den Bericht des NABU kannte ich noch nicht! Und so hatte ich jetzt wieder die Gelegenheit -zum Wohle unserer gefiederten Freunde- etwas dazu zu lernen! Nochmals. DANKE!
    …und weiter so!
    Alles Liebe
    Heidi

  2. Hallo liebe Vogelprofis,

    Ich habe folgende Fragen zur Vogeltränke und Vogelbad:

    Ist denn der Ständer der Denk-Vogelträndern (Granicium) nicht sehr niedrig in Hinblick auf Katzen? (Baum wäre in der Nähe.)
    Und ist nicht andererseits so eine hängende Vogetränke zumindest in Hinblick aufs Baden doch eine sehr wackligen Angelegenheit?

    Was ist zu empfehlen?

    Danke, Ursel Prinzing-Hanslovsky

  3. Ob das zu niedrig ist, kommt wohl darauf an, wo die Tränke steht. Wenn rundum freier Blick ist, kann sich ja keine Katze verstecken.
    Mit hängenden Tränken hab ich keine Erfahrung.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.



Hinweis: Links zu kommerziellen Seiten werden gelöscht. Auch "Testseiten", sogenannte "Ratgeber" und andere reine MFA-Seiten (=gemacht für Anzeigen) fallen darunter.