Immer mehr Mispeln auf dem Mispelbaum

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Von allen Obstbäumen entwickeln sich auf unserem sandigen Boden jene Bäume am besten, deren Früchte am schlechtesten verwertbar sind. Allen voran der Mispelbaum, der gut wächst und gegen sämtliche Baumkrankheiten und Angreifer immun zu sein scheint.

Mispel

2009 haben wir die Mispel angepflanzt. Ihre ungewöhnliche, gekrümmte Gestalt ist arttypisch und gefällt uns. 2012 hatte sie noch keine Früchte, doch seit 2013 werden es jedes Jahr mehr.

mispelbaum

Tipps zur Zubereitung der Mispel finden sich z.B. in der Apotheken-Umschau:

„Erst nach längerer Lagerung schmecken Mispeln angenehm aromatisch. Durch die Lagerung werden die harten Früchte auch zunehmend mürber. Zur Zubereitung das Obst aufschneiden, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in Stücke zerteilen. Alternativ lässt es sich auch gleich aus der Schale auslöffeln. Mispeln kann man roh verzehren. Sie eignen sich aber auch zur Verarbeitung zu Marmelade, Gelee, Mus oder Saucen. Häufig werden sie dabei mit anderem Obst wie Äpfeln oder Birnen gemischt. Weitere Spezialitäten aus der alten Obstsorte sind Liköre und Wein. Unter Feinschmeckern gelten in gezuckertem Essig eingelegte Mispeln als Delikatesse. Aus getrockneten Mispeln lässt sich dank ihres hohen Stärkeanteils ein aromatisches Mehl gewinnen.“

Das Biothemen-Blog schreibt:

„Mispeln zu verarbeiten und haltbar zu machen ist arbeitsintensiv, weil die Früchte klein sind, am Blütenansatz eine Vertiefung haben und das Kerngehäuse groß ist. Deswegen enthält eine Mispelfrucht nur wenig Fruchtfleisch. Mispeln werden als letztes einheimisches Obst erst im Herbst reif. Genießbar werden sie erst nach den ersten Frösten, wenn sie überreif sind. Dadurch wird das helle, durch Steinzellen harte Fruchtfleisch weich und braun. Das Fruchtfleich entwickelt durch Frost eine angenehme Süße sowie harmonische Säure und einen weinartigen Geschmack. Die Mispelfrüchte können aber auch gelagert werden bis sie schließlich von alleine weich werden. Davor sind sie praktisch ungenießbar und voller Gerbstoffe. Die nun am Strauch teigig gewordenen Mispeln können sie kosten indem Sie sie einfach auslutschen und dabei das Kerngehäuse und die raue Schale übrig lassen. Genauso gut können Sie die Mispeln halbieren und durchpassieren und zwar gekocht oder ungekocht. Das so gewonnene Fruchtmus ist hocharomatisch.“

Wir haben die Mispeln direkt vom Baum und auch ausreichend gelagert probiert. Nun ja, ein Geschmacksmunder ist das nicht gerade und die „teigige“ Konsistenz ist auch gewöhnungsbedürftig. Muss aber auch nicht sein, der Baum an sich ist schön, in manchem Jahr wird das Blattwerk leuchtend rot und der ungewöhnliche Stamm ist sowieso ein Hingucker!

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

4 Kommentare

  1. Hallo,
    danke für den interessanten Artikel. Ich selbst habe auch einen Mispelbaum im Garten, der sehr gut wächst. Den Früchten kann ich aber leider nichts abgewinnen. Aber nach deinem Artikel muss ich mir das ja glatt noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Ich probier es aus!

    Grüße
    Sabinchen

  2. Ich konnte den Früchten bislang auch nichts abgewinnen, aber werden das definitiv probieren. Primär bleibt er erstmal durch die schönen Farben im Herbst der Hingucker Nummer eins!

  3. Hallo, ich bin neu hier und stöbere gerade durch die schönen Inhalte hier. Der Mispelbaum oder Mispelstrauch wächst zwar langsam aber stetig. Er wird über die Jahre immer weitere Stämmchen hervor bringen.

    Wir haben eine sehr alte und sehr große Mispel hinter dem Haus die sicher 3-4 Meter hoch und 4-5 Meter im Durchmesser hat.

    Die puren Früchte schmecken nicht. Auch wenn in anderen Beschreibungen zur Mispel etwas anderes steht: Die Dinger sind einfach bläääh!

    ABER: Man kann daraus eine wirklich leckere Marmelade kochen! Ich habe vor – wie ich gerade sehe, fast auf den Tag genau – 2 Jahren auf meinem Blog einen Beitrag mit Rezept dazu veröffentlicht.

    Übrigens war das der erste Beitrag auf meinem Blog… :-D

    Morgen gibt es also zwei Gläschen Johannisbeerlikör zum 2. Bloggeburtstag! ;-)

    Herzliche Grüße, Mischa

  4. Kenne diese Frucht gar nicht. :0
    Falls ich sie irgendwo mal finden sollte werde ich sie definitiv probieren.

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