Gesucht: das optimale Tomatendach!

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Tomaten wachsen hierzulande im Freien einfach nicht ideal. Früher oder später werden fast alle von der Braunfäule dahin gerafft. Naturgemäß trifft das späte Sorten mehr als die frühen, da diese eben mehr Zeit brauchen und insgesammt dann mehr Regen abbekommen.

Zwar haben wir ein Gewächshaus, doch passen da nur genau sieben Tomatenpflanzen hinein. Im Frühjahr hatten wir uns also ein billiges Tomatenzelt zugelegt und dort vier weitere Tomaten in Bautuppen angepflanzt. So sah das Anfang Juni aus:

beschädigtes Tomatenhaus

Das Plastikzelt schwächelte sehr schnell, das Wasser sammelte sich auf dem Dach, bald bekam das Zelt auch das eine oder andere Loch – und insgesamt ist es zu klein. Die Tomaten wachsen nach vorne heraus und bekommen so auch gleich Braunfäule. Zwischenzeitzlich mussten wir das Zelt selbst mehrfach innen (und die heraus wachseneden Tomaten außen) abstützen, um den Wasserablauf zu gewährleisten. Das Ganze geriet mehr und mehr zu einem wirren, unübersichtlichen, aus allen Nähten platzenden Verhau aus Tomaten, Stützen und Plastikfolie. Richtig HÄSSLICH auch, und gar nicht gut zu pflegen.

So sieht das seit Ende August aus:

Tomatenzelt

Alternativen gesucht für die Tomaten 2013

Für mehr als eine Saison war dieses Zelt wohl sicher nicht gedacht! Nur überlegen wir, was wir für die Zukunft in Sachen „Tomatendach“ unternehmen sollen. Ein anderes, vielleicht besseres Tomatenzelt suchen? Oder selbst ein mobiles Dach bauen, das im Winter „weggeklappt“ werden kann?

Auf jeden Fall werde ich nun wieder recherchieren, was es so alles für erfolgreiche Lösungen für das „Freilandproblem“ gibt. Vielleicht hat ja auch jemand Ideen oder gute Beispiele??

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

13 Kommentare

  1. toller blog! werde in zukunft öfter vorbeikommen. ich habe auch immer dieses leidige problem, dass sich literweise wasser oben in der plane sammelt.

  2. @Carsten: danke für den Vorschlag! Hab ich schon ziemlich gewundert, dass trotz vieler Besucher hier niemand was zum Thema sagt!

    Es ist halt schon eine Frage, ob man 365 Euro für den Platz von 2-3 Tomaten ausgeben will. Wir überlegen deshalb auch eine Selber-mach-Lösung…

    @ivonne: und? Hält das Teil wenigstens mehr als eine Saison?

  3. Möchtest Du vielleicht bei meiner „Samen-Rotation“ mitmachen? :) Ich würde mich freuen!
    http://linalunagarten.wordpress.com/2012/09/17/samen-rotation-no-1/

  4. hallo Gartenfreunde,
    auch ich kann mich Carsten nur anschließen und sage: billig kann ich mir nicht leisten. Allerdings finde ich 365,-€ für meine Tomaten nicht wirtschaftlich. Wir haben ein Haus selbst gebaut >> als Wände doppelte Folie mit Luft als Isolierung (Folie auf die Innenseite und Ausenseite der Lattung)
    Als Dach haben wir Isolierplexie verwendet. Wichtig finde ich in den heißen Monaten eine ausreichende Belüftung.

  5. Eine gute fertige Lösung würde mich auch interessieren. Wir hatten letzen Sommer so ein ähnliches Zelt selbst gebaut, es sah dann nach einiger Zeit aber auch so aus wie auf dem zweiten Bild.

    Daher hab ich heuer auf den Anbau von Tomaten verzichtet. Schade, denn ich liebe Tomaten :-) Ich überleg auch schon die ganze Zeit: Im nächsten Jahr muß was anderes her…nur was?

  6. Hallo,
    wir nutzen dieses Tomaten-Gewächshaus und sind damit auch sehr zufrieden. Aber wenn ich mir Ihr Bild so ansehe, sieht Ihr Gewächshaus genauso aus wie unseres… Man muss wohl wirklich den Spagat wagen zwischen günstig und okay und teuer und super…
    Ich würde eher ein selbstgebautes Dach vorziehen als dem teuren, schließlich sieht man dem teuren vorher auch nicht an wie gut und lange es seinen Dienst tut!
    Ich wünsche viel Erfolg und eine reiche Ernte für die kommende Saison!
    Es grüßt,

    die Barbara

  7. Das klingt jetzt vielleicht fies, aber ich dachte ich sei der einzige Depp der sich dieses Produkt kaufte. :-D Es ist einfach nur eine Zumutung. Ich habe es auch für die Tomaten ausprobiert. Das Material ist viel zu empfindlich gegenüber Witterung. Von der Größe finde ich es in Ordnung, aber das ist halt individuell wie man möchte. Das mit dem Wasser auf dem Dach hatte ich auch. Allerdings habe ich dann ein kleines Loch oben im Dach gemacht und einen Strick eingebunden, der quer zur Seite gespannt ist. Wie Du ja weißt, läuft das Wasser dann direkt am Strick entlang. Dieser endet in einer Gießkanne und so habe ich das Wasser wenigstens an sinnvoller Stelle. :-)

    Problematisch sind nur weitere Löcher die sich allein einschleichen an den Seiten etc. Auch das ist ein Grund dafür warum ich es nächstes Jahr nicht wieder nehmen werde. Mir fehlt nur bisher die Alternative, da ich kein großes Gewächshaus aufstellen möchte. Schade, werde deine Kommentare weiter verfolgen, vielleicht kommt hier noch gute Alternative als Vorschlag. :-)

  8. @Linaluna: mal sehen, vielleicht schicke ich dir was zum verteilen. Uns brauchst du aber nichts zurück zu schicken: es ist schwierig auf dem „Brandenburger Sand“ und nur bestimmte Pflanzen wachsen hier auch gut. Samen aus beliebigen Richtungen wären hier oft verlorene Liebesmühe!

    @Dyan: so ähnlich überlegen wir uns das zur Zeit auch- allerdings ohne Doppelisolierung, wir brauchen nur Regenschutz, da wir zuhause vorziehen.

    @Anette: es gibt ja auch Tomaten, die im Freiland wachsen, wir haben jedes Jahr welche und manche kommen sogar sehr gut.

    @Barbara: und bei dir hat dieses Tomatenzelt heftigen Regen schadlos überstanden? Keine schweren Wasserlachen auf dem Dach, kein Verbiegen der Stäbe?

    @Soeren: gute Idee, das mit dem Loch und der Schnur – ob das allerdings wirklich heftigem Regen stand hält?

    Ich denke, die Selberbau-Variante wird es werden! Mobil natürlich bzw. zum Herbst abbaubar.

  9. Danke für den Artikel, wir wollten uns für unseren Pachtgarten auch Folienhäuser zulegen, aber jetzt werden wir nach diesem Bericht wohl ein festes Gewächshaus bauen, l G Regina

  10. Der beste (und preiswerteste!)Standort für Tomaten ist die Südseite des Hauses oder der Laube unter dem Dachüberstand. Sollte der Überstand als Regenschutz nicht ausreichend sein lässt er sich mit einfachen Mitteln vergrößern. Dabei muss man dann seine Fantasie spielen lassen. So stehen die Pflanzen gut belüftet, vor Nässe geschützt, sonnig und bekommen noch dazu in der Nacht von der Wand die gespeicherte Sonnenwärme.

  11. Meine Tomaten stehen in einem 5.5m2 Hochbeet aus 60cm hohen, von innen mit Teichfolie bespannten Doppelstabmatten. Darüber ein Haus aus 2.50m Zaunpfählen (Rundhölzer) mit einem Dach aus Dachlatten und Well-PVC. Die Rückwand ist ein Holz-Flechtzaun. Im Winter werde ich das Dach abnehmen, im Sommer Bewässerung durch im Beet eingelassenen Perlschlauch.
    Perfekt. Super Ertrag durch Besten Boden und fast keine Braunfäule. Ich ernte immer noch…..

  12. ich ahbe mir das Dach auch gekauft, allerdingst erst im feb 2013, und aknn das ganze nur bestätigen.

  13. Also ich habe mein günstiges Tomatenzelt mit wenigen Handgriffen und zugegeben ein paar wenigen Zusatzausgaben stabil bekommen. Für das Dach habe ich mir eine Estrichmatte im Baumarkt gekauft. Diese lässt sich leicht mit Kabelbinder am Rahmen befestigen. Eventuell muss die Matte etwas angepasst werden. So entsteht kein See im Dach.

    Dann habe ich in den vier Ecken ein paar halbwegs stabile Pfähle eingeschlagen und diese mit den Rahmen verbunden. So steht das Tomatenzelt auch stabil.

    An der Rückwand habe ich lediglich eine dünne Leiste vertikal mittig platziert, damit die Angriffsfläche für den Wind etwas gebrochen wird.

    Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt und es finden sich auch mit wenigen Handgriffen gute Lösungen.

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