Digitalkameras: Je neuer, desto schlechter

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GartenrotschwänzchenEigentlich wollte ich mir dieser Tage eine neue DigiCam zulegen. Die meisten der hier gezeigten Bilder sind mit einer drei Jahre alten CANON Powershot G5 aus dem Jahr geschossen: Die 5 Megapixel Auflösung reichen gut aus, um auch Bildausschnitte im Web zu zeigen, auch ein gedruckter Bildkalender in DIN A3, den ich nach einer Kambodschareise gestalte, ließ keine Wünsche offen. MEHR Pixel sind für mich also kein Grund für einen Neukauf – wohl aber der Wunsch nach einem besseren Tele, das z.B. so ein Gartenrotschwänzchen in drei Meter Entfernung deutlicher abbilden würde.

Da ich mit der G5 sonst sehr zufrieden bin, schaute ich mir die neueren Modelle von CANON an. Insbesondere die Megazoom-Camera Powershot S5 IS mit ihrem 12-fach-Zoom zog ich in Erwägung, die eigentlich alles bietet, was ich mir wünsche: schwenkbarer Monitor, noch relativ kompakt mit mäßigem Gewicht, ein Super-Makro. Leider bekommt sie bei jedem Test schlechte Bewertungen in der Bildqualität – und auf die kommt es ja letztlich an! Zudem hat sie keine Fernbedienung, ein Feature der G5, das ich zwar nicht oft benötige, aber doch gerne zur Verfügung habe.

Geld ausgeben fürs Verzichten??

Also schraubte ich meine Ansprüche in Sachen Tele etwas zurück und schaute mir die neueren Modelle der G-Reihe an. Naiverweise denkt man ja, Folgemodelle seien auf jeden Fall so gut wie die älteren, jedoch mit einigen wesentlichen Verbesserungen hier und da. Aber weit gefehlt! Zwar klotzt die G7 mit 10 Megapixel und bietet immerhin ein sechsfaches Zoom, doch wurde dafür die Lichtstärke 2.0 geopfert, die zu meiner Freude dafür sorgte, dass unterbelichtete Bilder der Vergangenheit angehörten. Weggefallen ist auch der RAW-Modus (ein Bildformat ohne kameraseitige Software-Manipulationen) und – für mich das definitive K.O.-Kriterium – der dreh- und schwenkbare Monitor, der unauffälliges Fotografieren und ungewöhnliche Perspektiven ermöglichte. Dass es kein gedrucktes Handbuch mehr gibt und auch die Fernbedienung weggefallen ist, wundert dann auch nicht mehr!

Mein Fazit? Ich bleibe vorerst bei der G5! Zwar gibts ein paar wenige Alternativen mit guten Werten und schwenkbarem Monitor (z.B. von Panasonic), doch sind das dann gewichtsmäßig schon gleich wieder Kaliber, die sich von einer Spiegelreflex-Kamera kaum mehr unterscheiden. Und wie ich mich kenne, schleppe ich die gewiss nicht dauernd mit!

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

3 Kommentare

  1. Ich würde dir eine DSLR empfehlen. Ich hab eine 350D vor einem Jahr gekauft. Dazu noch eine kleine Tasche nur für die Kamera. Ich nehm lieber meine DSLR mit, die ich in einer Tasche tragen muss und mach schöne Bilder, als eine Digicam die in der Hose ihren Platz findet und dann nur mittelmäßige Bilder macht. Ich nehm mir jetzt auch mehr Zeit um Bilder zu machen. Ich kanns nur empfehlen. Anfangen mit wenig mit einem Objektiv. Man merkt dann schnell, was man braucht. Akku, Stativ, Tele, Weitwinkel? Blitz? :-)

  2. Lieber Bastian, gerade das will ich auf keinen Fall. Ich hatte schon mal eine SLR, doch hab’ich die halt nur benutzt, wenn ich explizit „zum fotografieren“ los gegangen bin. Und das war dann eben nicht so oft. Außerdem wär es für mich ein Riesenverlust, auf die jetzigen Features der Cam zu verzichten (dreh-schwenkbarer Monitor, Zoom, Makro mit einfachem Knopfdruck, und manches mehr).
    In die Hosentasche passt auch die G5 nicht, aber ich kann sie gut in eine x-beliebige Tasche stecken, die ich sowieso dabei habe. Und schau dich halt mal um im Gartenblog und der Galerie: sind das SCHLECHTE Bilder? Für meinen Bedarf reicht die Qualität tatsächlich aus, wenn ich mal vom fehlenden Mega-Zoom absehe.

  3. Ich empfehle die Panasonic FZ50, ist zwar auch etwas größer, aber leicht, hat 12fach Zoom (nah ran ist für mich auch sehr wichtig), Makro schnell einstellbar und eine Menge andere gute Features. Kommt im Test-Ranking gleich nach DSLR. Ich liebe sie – vor allem, weil sie mal auf Stativ auf Steinboden gefallen ist (mir blieb fast das Herz stehen), aber außer einer dicken Schramme nichts passierte.
    Schönes Gartenblog!

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