» Pflanzkübel online
» Samen
» Gartenhaus
Startseite  |  Inhaltsverzeichnis  |  Dieses Blog  |  Impressum/Kontakt  |  Datenschutz  |  Links
Newsfeed-Icon als Newsfeed abonnieren
folge uns auf Twitter oder folge uns auf Twitter!
Gartenblog-News: neue Artikel deutschsprachiger Gartenblogs

Themen

  • Alles (478)
  • Alles was wächst (192)
  • Digital fotografieren (26)
  • Gartengestaltung (43)
  • Gartenobjekte und Skulpturen (8)
  • Geräte und Mobiliar (10)
  • Jahreslauf (64)
  • Kleingarten-Politik (15)
  • krank & problematisch (15)
  • Kunst und Kultur (10)
  • nachhaltig gärtnern (20)
  • Philosophisches (22)
  • rund ums Bloggen (35)
  • Skurriles (26)
  • Termine & Aktionen (30)
  • Tierleben (61)
  • Übern Gartenzaun (33)

Angebote rund um den Garten:

  • Das Pflanzen & Garten Portal & Forum
  • Hausfinanzierung
  • Der aktuelle Tipp: Pflanzkästen und Blumenkübel kaufen

Weg hier? Mehr?

  • Andere Gartenblogs
  • Gartenblogs international
  • Info-Seiten
  • Gartenbedarf: schöne Dinge...
  • Gartenblog-Archiv
  • Digital Diary - Vom Sinn des Lebens zum Buchstabenglück

Organisatorisches

  • Anmelden
  • Blog Suche im Netz
  • bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis
  • Blogverzeichnis
  • Home and Garden Blogs -  Blog Catalog Blog
Directory
  • Blogverzeichnis
  • TopBlogs.de
  • frisch gebloggt
  • blogoscoop
Unverbissen vegetarisch Beispiele kreativer Gartengestaltung

Letzte Kommentare:

Kerstin: Ich habe das letztens auch schon über Freunde bei Facebook gelesen… Unfaßbar! Warum und wozu das Ganze ist uns...

Conny: Ich werde dieses Jahr mit meinen Kindern auch wieder einen Kürbis schnitzen, das macht uns allen immer viel Spaß. Das...

Julian: Ja auch im Januar schauts noch nett aus. Aktuell leider etwas weiß alles, aber wir warten schon gespannt auf den...

Sebastian: Also ich habe für den Sommer einfache Latschen und ansonsten einfache Gummistiefel. Arbeitsschuhe für den Garten...

Marius: Schon erstaunlich, was der Mangold alles abkann. Naja, das Abdecken scheint sich gelohnt zu haben…

Blogpatenschaften

Beliebte Artikel

Handrasenmäher: ohne Strom, ohne Benzin, super leise!

Pflanzen fotografieren mit der Digitalkamera

Neue Digitalkamera: die Qual der Wahl

7 Regeln für faules Gärtnern »

Nackte Jungfrauen legten die Bohnen »

» Dem Traurigen ist jede Blume ein Unkraut, dem Glücklichen jedes Unkraut eine Blume «

Claudia am 15. Juni 2007

Menschen, Tiere, Pflanzen – und keine heile Welt!

Dass auch Tiere krank werden, die man artgerecht, ja sogar unter natürlichen Idealbedingungen hält, war für mich ein ziemlicher Schock. Ich bekam das mit, als ich zwischen 1987 und 1990 immer mal wieder mehrere Monate in der Toskana lebte, wo mein damaliger Freund mit seinem Erbe ein altes Bauernhaus, ein “Podere” gekauft hatte.

Schafe in der Toskana

Es war ein Doppelhof nicht weit von Siena. Die Nachbarn hielten Schafe, Ziegen und Hühner, lebten aber hauptsächlich von Touristen, wie alle dort ansässigen Auslandsdeutschen. Die Schafe wurden von einem Sarden und seinen Hütehunden betreut, wie man das immer schon getan hatte – und im ebenerdigen Keller machte er aus der Milch wunderbaren Peccorino in rauhen Mengen.

Und diese Schafe, die es in dieser wunderschönen Landschaft doch so gut hatten, wurden tatsächlich öfter krank! Ich konnte es erst gar nicht verstehen: als Städterin glaubte ich an die Natur als das grundsätzlich Gesunde, Heilsame, als das große Gegenteil der technischen Zivilisation, die in den Alternativ- und Umweltbewegungen der 70ger- und 80ger-Jahre schwer in die Kritik geraten war.

Ernüchterungen

Wie konnten bloß Schafe, denen es an nichts mangelte, krank werden? Mir wurde erst jetzt bewusst, wie naiv ich “das Natürliche” als das Wahre, Schöne und Gute idealisiert hatte, komplett vergessend, dass die Menschheitsgeschichte lange vom Kampf gegen eine zwar gleichgültige, in ihrem Wirken jedoch oft feindliche Natur geprägt war – und dass auch das KRANKE zur Natur gehört, die aus dem sprichwörtlich “krummen Holz” geschnitzt ist.

Krankheit blieb nicht die einzige Irritation dieses stadtkindlichen Weltbilds, die mir in dieser Zeit widerfuhr! Ich beobachtete alles, was da so kreuchte und fleuchte und sah Dinge, die mir gar nicht gefielen: wie z.B. bestimmte Wespenarten Raupen fingen, betäubten und wegschleppten. Sie legen ihre Eier in die Beute, die dann den schlüpfenden Larven als Nahrung dienen – was für ein Horrorszenario! Die Natur war also nicht nur nicht HEIL, sonder auch grausam und BÖSE!

Natürlich weiß ich, dass man menschlich-ethisches Empfinden nicht auf Tiere anwenden kann, und auch, dass wir Menschen ebenfalls recht grausam werden können, wenn es zu Auseinandersetzungen kommt. Was ich hier berichte, spielt sich mehr auf der Gefühlsebene ab als im Reich des Verstandes: ich war schwer ENTTÄUSCHT von der Natur, ernüchtert und sogar irgendwie beleidigt, dass sie meinen Erwartungen nicht entsprach.

In der Rückschau betrachtet, waren diese Enttäuschungen wichtig und nötig. Mein Verhältnis zur Natur (und damit auch zur Zivilisation und Kultur) wurde realistischer – und ich fühlte mich als Mensch nicht mehr völlig außen vor, weder als “was Besseres” noch fortwährend als moralischer Verlierer, weil ich – persönlich oder mittelbar – Umwelt nach meinen menschlichen Bedürfnissen gestalte.

Im wilden Garten bemerke ich, dass es heute anders ist als in jener ersten Gartenphase in der Toskana. Die Planzen und Tiere sehe ich als ebenso “lebensberechtigte” Einwohner des Gartens wie mich selbst: was mich nicht belästigt, bekämpfe ich nicht, nur um bestimmte Vorstellungen von “heiler Ordnung” durchzusetzen – aber ich nehme mir auch meinen Platz, wenn mich etwas wirklich stört.

Es war schon witzig, wie ich mit Matt Nisthilfen für Hummeln und Wildbienen aus alten Gartenfackeln bastelte, während eine Hummel sich längst für einen Platz im Dachgebälk unserer Remise (quasi das “Wohnzimmer”) entschieden hatte. Wir haben ihre Entscheidung respektiert, denn an die paar harmlosen Brummer kann man sich ja gewöhnen. Ein Hornissennest wiederum hätte ich nicht geduldet – und wenn eine Pflanze alles andere überwuchert, schreite ich ein, ganz ohne schlechtes Gewissen!

Diesen Artikel weiterempfehlen:

  • Twitter
  • Facebook
  • Google+


[diese Buttons übermitteln vor dem Klick KEINE Daten!]

Thema: Alles, Philosophisches | Tags: none
Du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen.
Du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

8 Reaktionen zu “Menschen, Tiere, Pflanzen – und keine heile Welt!”

  1. Das Treffen
    Am 16. Juni 2007 um 00:14 Uhr

    [...] Оригинал сообщения от Claudia тут… [...]

  2. Matthias H.
    Am 23. April 2008 um 17:31 Uhr

    So manch einer hat, wenn er sich innerlich mit der Natur “verbindet”, ein Gefühl von Harmonie. Diese Betonung der Harmonie zeugt aber von eingeschränktem, also gerade nicht von erweitertem Bewusstsein. Dein Artikel zeigt, dass Harmonie nicht gerade DER Inhalt oder Zweck des Naturgeschehens ist. Das blenden viele aus. Durchaus bezeichnend, dass es bisher keinen Kommentar hierzu gab! Umso mehr dürfen wir aber die Natur achten und ehren, in welcher Anspannung, Kampf und Beruhigung ebenso abwechseln wie in unserem menschlichen Leben auch, das ja ebenfalls nicht außerhalb der Natur steht. Trotzdem singt sie wunderschön, die Amsel … auch wenn der Inhalt lautet: bleibt nur weg von meinem Revier, hier habe ich das Sagen (pardon: das Singen) …

  3. Claudia
    Am 23. April 2008 um 18:00 Uhr

    Danke für deinen wunderschönen Kommentar. Mich hat auch ein wenig gewundert und enttäuscht, dass keiner der ganze Natur- und Gartenfreunde, die hier rein schauen, dazu was gesagt hat.

    Hast du auch ein Blog oder eine Website?

  4. Matthias H.
    Am 24. April 2008 um 23:01 Uhr

    Nein, ich bin nicht mit einem eigenen Produkt im Internet präsent, mische aber manchmal bei Wolfs schreibkunst-Forum mit (als Matthias bzw. neuerdings als Matthias H., um Verwechslungen zu vermeiden). Insofern sind wir uns schon ein paar Mal virtuell begegnet und haben wechselseitig Bezug auf unsere Postings genommen. – Es ist gut, dass es deine Blogs gibt, und dass Du Ernsthaftes und Schönes gleichermaßen publizierst, ist ein besonderer Gewinn. Liebe Grüße aus Frankfurt nach Berlin, mach einfach weiter so!

  5. Claudia
    Am 24. April 2008 um 23:55 Uhr

    @Matthias: ist das Schöne nicht auch ernsthaft? :-)

  6. Matthias H.
    Am 25. April 2008 um 22:56 Uhr

    @Claudia: ich möchte Dir darauf jetzt nicht philosophisch antworten, sondern aus meiner sehr persönlichen Perspektive. Ich habe immer noch nicht wirklich gelernt, Schönes auf mich wirken zu lassen, ohne rasch wieder den Bogen zu spannen zu irgendeinem problematischen oder traurigen Aspekt der Sache. Während manch einer gut daran täte, mehr Ernsthaftigkeit in sein Leben zu bringen, steht bei mir immer noch das umgekehrte Lernziel an. Ich musste zunächst einmal begreifen, dass ich im ständigen Problematisieren deshalb immer bestens zu Hause war, weil mir zur Freude und zum Genuss irgendwie die Fähigkeiten fehlten. Hier die richtige Gewichtung hinzubekommen, so, dass Freude und Ernsthaftigkeit sich nicht gegenseitig die Luft wegnehmen, scheint mir ein großes Stück Lebenskunst zu sein.

  7. Claudia
    Am 26. April 2008 um 10:11 Uhr

    @Matthias H: danke, dass du nicht “philosophisch” geantwortet hast!! Hey, du solltest bloggen, jedenfalls würde ich dich gerne lesen! :-) Es gibt leider wenig Männer, die “von sich schreiben”.

    Die Problematik kenne ich auch von mir. Mit dem “Problemlöserdenken” konnte ich da aber nie etwas ausrichten. Sondern nur, indem ich lernte, aus diesem Denken phasenweise AUSZUSTEIGEN. Ein Garten ist dabei eine gute Hilfe, überhaupt alles, was die Energie vom Denken/Grübeln abzieht und anderweitig fließen lässt: körperliche Arbeit, Yoga (u. vergleichbare Übungssysteme), Sex.

    Das ist jetzt glatt ein Thema fürs Digital Diary – evtl. schreib ich demnächst drüber.

  8. Lebenskunst: Vom unglücklichen Bewusstsein und der Schreckensherrschaft des Verstandes
    Am 28. April 2008 um 10:53 Uhr

    [...] Ist das Genießen des Schönen nicht Egozentrik und Sünde, wenn es doch immer auch die dunkle Seite der Medaille [...]

Einen Kommentar schreiben

Mit dem Absenden deines Kommentars willigst du ein, dass der angegebene Name, deine E-Mail-Adresse und die IP-Adresse, die deinem Internetanschluss aktuell zugewiesen ist, von mir im Zusammenhang mit deinem Kommentar gespeichert wird. Die E-Mail-Adresse und die IP-Adresse werden nicht veröffentlicht oder weitergegeben.


Ein mobiler Garten… » « Schneckenfreier Garten dank der Ratten?
Startseite  |  Inhaltsverzeichnis  |  Über dieses Blog  |  Impressum/Kontakt  |  Blogroll