Bye bye Apfelbaum – und nie wieder ein Familienbaum!

Im Herbst 2011 hatten wir ihn gepflanzt: einen sogenannten „Familienbaum“ aus drei verschiedenen Apfelsorten. Als Neulinge fanden wir es spannend, dass so etwas möglich ist – man konnte sich die Sorten sogar selbst zusammen stellen. Also bestellten wir (nicht bei Horstmann, sondern bei Schwerdtfeger, die speziell alte Sorten anbieten) einen Familienbaum mit den drei Sorten „Suislepper“, „Sommerstreifling“ und „Müllers Früher“. Der wurde dann extra für uns so zusammen gepropft und kam im Herbst auch an.

Schon beim ersten Anblick war ich etwas skeptisch, da einer der drei Triebe gegenüber den anderen deutlich weniger entwickelt war. Das änderte sich auch nicht in den Folgejahren, in denen das Bäumchen nur mäßige Fortschritte machte. Letztes Jahr gab es mal EINEN Apfel – und im Vorjahr, wenn ich recht erinnere, auch einen.

Gestern haben wir ihn nun entfernt. Jedes Jahr sah man nämlich deutlicher, dass er vom Start weg schwer beschädigt war: die Veredelungsstellen entwickelten sich zu riesigen „Wunden“, anders kann ich das nicht nennen:

Familienbaum, Apfelbaum

Der dritte Ast hatte sich auch nie wirklich entwickelt. Andere hätten vermutlich schon früher die Hoffnung aufgegeben, aber uns tut es halt weh, so einen Baum einfach wieder zu entfernen. Haben wir jetzt aber doch gemacht, es bringt einfach nichts, so einen Krüppel stehen zu lassen, aus dem offensichtlich nie ein gesunder, harmonischer Baum werden würde.

Nie wieder in Familienbaum! Soviel ich sehe, gibt es das Angebot auch nicht mehr, hat sich wohl auch bei anderen Kunden nicht bewährt-

Ein neuer Apfelbaum muss jetzt her! Fürs Berliner Klima und sandigen Boden. Hat jemand einen Vorschlag?

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

3 Kommentare

  1. Das ist wirklich schade! Ich bin bei solchen „Besonderheiten“ auch immer etwas skeptisch! Diese überzüchteten Pflanzen taugen meistens nicht viel! Dann lieber etwas Altbewährtes. Ich habe allerdings keine Tipp für Euch. Wir haben hier extremen Lehmboden mit Tonanteilen. Aber ich denke, eine gute Baumschule kann Euch sicher gut beraten.
    Viele Grüße von
    Margit

  2. Ich denke das liegt an der Qualität des Baumes, nicht an den Sorten. Grundsätzlich ist es gut mehrere Sorten zu haben. Wegen der Bestäubung.
    Bei sandigem Boden würde ich einen schwachwachsenden Baum nehmen und die Erde grossflächig mit Kompost aufbessern.
    Ein Buschbaum braucht ca 5 qm Platz. Hast du weniger Platz, einen Spindelbaum.
    Von der Sortenauswahl kommt es auf deine Vorliebe an. Topaz ist z.B. eine gut tragende nicht alternierende Sorte.Eine alte und gute Sorte ist die Goldparmäne.
    Kannst mir gerne auch eine Email schicken.

    Schöne Grüsse
    Wolfgang

  3. Danke Euch für Kommentare und den Tipp! Bis zum Herbst haben wir ja Zeit, nachzudenken….

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