Anzucht 2018: Notizen zu Mangold, Zucchini, Tomaten und Palmkohl

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Dass man beim Bewundern der Fotos verschiedener Keimlinge und Jungpflanzen niemals sieht, WO diese Pflanze ins Freiland gesetzt werden wird, irritiert mich jedes Jahr wieder.
Während meine am 15.März gesäten Tomaten noch ziemlich winzig sind, klotzen andere schon mit 30 cm hohen Pflanzen, die sie gerade „abhärten“, indem sie tagsüber ins Freie kommen. Dass hier im Norden ein ganz anderes Klima herrscht als im durchweg viel früher warmen Süden, muss ich mir dann immer wieder selbst erzählen, um mich nicht total „hinten dran“ zu fühlen. :-)

Heute: Mangold und Zucchini (Bad)

Aussatarbeiten

Zur Vorbereitung der Aussat in kleine Töpfe weiche ich heute zwei Sorten Zucchinisamen in lauwarmem Kamillentee ein: 12 bis 24 Stunden, das soll nicht nur die Keimung beschleunigen, sondern auch fungizide Effekte haben. Nun ja, mal sehen… Es sind grüne und gestreifte Zucchini, nur Grüne wären mir ein bisschen zu langweilig gewesen.

Waliser Mangold und Mangold Feurio hab‘ ich ohne Vorbehandlung in Töpfe mit Anzuchterde gesät, jeweils mehrere Samen, falls die Keimrate schlecht ist. Sie sind noch von 2016, doch sind Mangoldsamen bis zu sechs Jahren keimfähig – warum also nicht?

Bereits genutzte feuchte Kokosballen zur Wiederverwendung hätte ich gehabt, aber in diese vertraue ich nicht mehr, da viele Tomaten nicht keimten und die, die gekommen sind, nicht grade besonders vital und starkt wirken.

Tomatenkeimlinge

Natürlich nach Sorte unterschiedlich, aber ich glaube jetzt einfach nicht mehr an diese Kokostabletten, die wirklich GAR KEINE Nährstoffe mitbringen. Anders als Anzuchterde / Kräutererde, die wenigstens ein bisschen von allem dabei hat, was die Pflänzchen dann brauchen werden.

Der Palmkohl wartet noch, den hab‘ ich bisher viel zu früh vorgezogen. Ab Mai ins Frühbeet, steht auf der Packung, sechs Wochen später dann ins Freiland. Da ist also Platz für ein Vorkultur, Salat, Radieschen oder einfach Gründüngung.

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

5 Kommentare

  1. Hallo Claudia,
    ich habe auch keine so gute Erfahrung mit diesen Kokostabletten gemacht und bin wieder davon abgekommen. Ich verwende meistens Aussaaterde pikiere die Pflänzchen aber sehr früh und setzte sie dann in eigene Erde, mit Kompost aufgepeppt. Das klappt gut.
    Die gestreifte Zucchini liebe ich auch, wir finden sie aromatischer.
    Dir weiterhin viel Glück mit der Gemüseanzucht.
    Gruß Gaby

  2. Hallo Claudia,
    wichtig ist das Ergebnis und nicht die ach so tollen Fotos.
    Nach dem langen Winter konnten es viele nicht erwsrten und haben schon im Januar Tomaten gesät.

    Ob das dann was wird, zeigen die meisten nicht mehr.

    In diesem Sinn. Ich wünsche dir gutes Gelingen und eine gute Ernte.

    Schöne Grüsse
    Wolfgang

    P.S.Mein Wildbienen Projekt mit über 200 Kokons geht in die nächste Runde (schlüpfen).

  3. Danke für Eure Kommentare!

    Dass die gestreiften Zucchini aromatischer sind, wusste ich gar nicht – muss ich mal speziell drauf achten.

    @Wolfgang: spannend, das Wildbienenprojekt!

  4. Ich hab mit Anzuchterde auch bessere Erfahrungen gemacht als mit den Quell-Tabletten. Und ausgesät hab ich erst vor ca. 2 Wochen – vor den Eisheiligen dürfen die Tomaten ja sowieso nicht ins Freie.

    Zucchini säe ich Mitte Mai immer direkt ins Freiland, die wachsen so schnell, dass ich mir das Vorziehen nicht antue. ;-)

    LG, Kati

  5. die wachsen so schnell, dass ich mir das Vorziehen nicht antue. ;-)

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