Beete bearbeiten: mulchen, pflanzen, selektiv jäten

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Wie vermutlich die meisten Gartenfreunde, klotzen wir derzeit im Garten richtig ran. Gestern hab‘ ich es auch einfach mal gewagt, schon vier zuhause vorgezogene Zucchini aufs neue Hügelbeet zu pflanzen:

gemulchte Zucchini auf dem Hübelbeet

Falls die doch noch erfrieren: bei Matt zuhause wächst noch Ersatz…

Insgesamt zu spät zur Abwehr von Flugsamen bekam das Beet damit auch gleich seinen „Mulch-Mantel“. Macht aber nichts, denn die Zucchini verdrängen eh alles andere und wenn was wirklich stört, können wir immer noch „raus reissen“. (Matt zieht mich immer damit auf, dass ich doch im Grunde eine „gerne-Rausreisserin“ sei – was aber GAR NICHT STIMMT!)

Im „Hinterland“ (Matts Parzelle) haben wir das Sommerblumenbeet etwas „durchgearbeitet“, sprich: selektiv gejätet und neue Sommerblumen in unregelmäßigen, mäandernden Gräben mit frischer Erde angesäht:

Sommerblumenbeet

Ich bin gespannt, was von den Blumenmischungen wirklich wachsen wird. Die essbaren Chrysanthemen, die wir auf dem Staudenmarkt gekauft hatten, haben sich ja mittlerweile fast überall hin ausgebreitet. Eine in der KGA heimische Sorte ist auch dabei, doch lassen sich die beiden in jungem Stadium nicht unterscheiden. Die werden jedenfalls nicht rausgerissen, denn sie blühen lange und geben nette gelbe Tupfer. Zudem ist das ja sowieso ein Sommerblumenbeet.

Weg mit dem Beton!

Eine richtig aufwändige Arbeit war das Bearbeiten eines schmalen Beetes auf meiner Parzelle, das bisher von Betonrändern eingefasst war. Es wuchsen gelbe Sommerblumen und jede Menge Pfefferminze. Ein fester Verhau aus Wurzeln hatte sich gebildet, den ich jetzt teilweise entfernt habe. Der Beton kam weg und der Randbereich zum Zaun hin wurde dem Beet zugeschlagen, sowie gleich mit acht vorgezogenen Sonnenblumen bepflanzt.

Neues Beet mit Sommerblumen

Eine Umrandung ist im Moment nur mit ein paar Feldsteinen angedeutet. Gerne hätten wir mehr davon, aber die finden sich nicht so leicht. Also muss es erstmal ein Graben tun. Zu den Sommerblumen werden wir Kräuter und evtl. Salat pflanzen. Der wächst grade noch zuhause in Minigewächshäusern – bisher waren unsere Salat-Erfolge eher mäßig. Mal schauen, wie es dieses Jahr klappt!

Beete werden fotografiert

Wir machen jetzt Fotos von jedem Beet, auch wenn nicht in jedem Stadium viel zu sehen ist. Seit unser Vorstand bei einer Begehung am 2. November (!) nicht genug „kleingärtnerische Nutzung“ erkennen konnte, erscheint mir das auch zu Dokumentationszwecken sinnvoll. :-)

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

5 Kommentare

  1. Hallo,
    bin auch fleißig im Gatren, das Wetter muss genutzt werden. Aber ich denke nicht das es noch mal so richtig kalt wird. Obwohl man ja sagt „der April mach was er will!! :-)
    Zucchini werde ich auch noch Pflanzen, aber erst mal klar Schiff machen. Und viel raus reis was nicht in die Beete gehört! :-)
    LG

  2. Fleißig! – Und mutig. Zucchini würde ich jetzt noch nicht pflanzen. Bei uns hier wird es bestimmt noch einmal viel kühler als jetzt. Ich habe keine guten Erfahrungen mit zu früh gepflanztem wärmeliebendem Gemüse gemacht. Letztes Jahr habe ich es mit Gurken probiert und sie nachts sogar mit ganz dicker Folie geschützt. Aber die viel später ausgepflanzten waren dann genauso schnell und kräftiger, als die früh gepflanzte. Euch viel Glück mit dem Experiment. Bin neugierig, ob es was bringt.
    Liebe Grüße, Margit

  3. Oh, Du bist ja wirklich sehr früh mit Deinen Zucchinis. Bei uns sind für die nächsten Nächte noch Temperaturen um den Gefrierpunkt angekündigt.

    Einen schönen Sonntag und weiterhin viel Spaß im Garten. Liebe Grüße.

  4. Wow – ihr seid ja wirklich sehr fleißig. Wir hängen dieses Jahr mit unserem Garten richtig weit zurück. In den nächsten Tagen müssen wir hier wirklich Gas geben!

  5. Ich denke bei einer solchen Begehung (gerne auch im Juni/Juli) müssten bei uns zwei Drittel der Gärten gekündigt werden – Vorstandsmitglieder eingeschlossen…

    Die bevorstehende Begehung beschränken sich deswegen hauptsächlich auf die Kontrolle vorhandener Kompostplätze, unzulässige Installationen in den Hütten (Plumpsklo statt Chemieklo) und einem einigermaßem sinnvollen Pflegezustand (ein Totholzhaufen stört da keinen) – wobei es auch da hilfreich ist Vorstandmitglied zu sein… :-)

    Ehrlich, euer Vorstand hat einen an der Waffel!

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