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	<title>Das wilde Gartenblog - vom faulen Gärtnern und der Liebe zu allem, was wächst &#187; Philosophisches</title>
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	<description>Abenteuer Garten: Garten für Faule, Faulenzer-Garten, grüne Wildnis, Stadtgarten, Bloggen über alles, was wächst</description>
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		<title>Krisenstimmung</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 13:37:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wird es demn&#228;chst wieder wichtiger, einen Garten zu haben, in dem man selber Nahrungsmittel anbauen kann? Die Bloggerin &#8220;Opalkatze&#8221;  beschreibt in ihrem Artikel Ver&#228;nderungen die Lage auf dem Dorf so:
&#8220;Die Zeiten der Zweitwagen und der Neubauten am Dorfrand sind vorbei. Urlaubsreisen, fr&#252;her ein beliebtes Gespr&#228;chsthema, kommen nicht mehr zur Sprache. Statt dessen werden die [...]]]></description>
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<p>Wird es demn&#228;chst wieder wichtiger, einen Garten zu haben, in dem man selber Nahrungsmittel anbauen kann? Die Bloggerin &#8220;Opalkatze&#8221;  beschreibt in ihrem Artikel <a href="http://opalkatze.wordpress.com/2011/11/09/veranderungen/">Ver&#228;nderungen</a> die Lage auf dem Dorf so:</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Zeiten der Zweitwagen und der Neubauten am Dorfrand sind vorbei. Urlaubsreisen, fr&#252;her ein beliebtes Gespr&#228;chsthema, kommen nicht mehr zur Sprache. Statt dessen werden die alten Gartenparzellen auf dem Gemeindegrund emsig neu bewirtschaftet, die gro&#223;en Brachen, die es jahrzehntelang gab, sind verschwunden. Um die beiden Letzten streiten sich vier Familien, sagt man. Auch die Zierpflanzen sind weg, daf&#252;r gibt es viele neu gesetzte Obstb&#228;ume und –str&#228;ucher. Komposter, lange Zeit vernachl&#228;ssigt zugunsten teuer angekarrten Substituts aus dem Gartencenter, stehen auf fast allen Grundst&#252;cken. Fr&#252;hbeete werden angelegt und kleine Gew&#228;chsh&#228;user aufgebaut. Angebaut werden sollen Kartoffeln, Zwiebeln, Kohl, Lauch, Bohnen, M&#246;hren und andere n&#252;tzliche Gem&#252;se. Die Erdbeerfl&#228;chen sind deutlich kleiner geworden.&#8221;</p></blockquote>
<p>Dazu passend hat Matt gestern auf GooglePlus <a href="http://experimentselbstversorgung.net/selbstversorgung-fuer-anfaenger_innen/">was zum Thema Selbstversorgung</a> geteilt. Und heut&#8217; morgen hab&#8217; ich meine eigenen Gedanken zur Dauerkrise gebloggt: <a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/">Wenn der Bus nicht kommt</a>.</p>
<p>Vielleicht wird es unser Kleingartenverein ja nochmal erleben, dass sich alle krumm legen, um noch das letzte Eckchen &#8220;kleing&#228;rtnerisch zu nutzen&#8221; ? Hoffen wir mal, dass das eine Sache des <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2010/05/13/ein-drittel-kleingaertnerische-nutzung/">vorgeschriebenen Drittels </a> und der Freiwilligkeit bleibt &#8211; und nicht zur Not-wendigkeit wird!</p>

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		<title>Gartengedanken &#252;ber Arbeit&#8230;.</title>
		<link>http://www.das-wilde-gartenblog.de/2011/09/08/gartengedanken-ueber-arbeit/</link>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 12:24:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>

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		<description><![CDATA[
&#8230; hab&#8217; ich mir heute im Digital Diary gemacht. Der kleine besinnliche Text h&#228;tte auch hierher gepasst, doch wollte ich den Garten durchaus auch mal in meinem Hauptblog w&#252;rdigen.
Wer also mag, lese dort weiter:
Gartengedanken: gl&#252;ckliche Arbeit und der Sinn

Update: mittlerweile mit einem guten Kommentargespr&#228;ch.


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<p><a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2011/09/08/gartengedanken-glueckliche-arbeit-und-der-sinn/"><img alt="" src="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/wp-content/themes/digidiary/images/neulogo2.jpg" title="Digital Diary" class="links" style="width:160px;margin-bottom:10px"  /></a>&#8230; hab&#8217; ich mir heute im <strong>Digital Diary</strong> gemacht. Der kleine besinnliche Text h&#228;tte auch hierher gepasst, doch wollte ich den Garten durchaus auch mal in meinem Hauptblog w&#252;rdigen.</p>
<p>Wer also mag, lese dort weiter:</p>
<p><a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2011/09/08/gartengedanken-glueckliche-arbeit-und-der-sinn/">Gartengedanken: <br />gl&#252;ckliche Arbeit und der Sinn</a><br />
<strong><br />
Update:</strong> mittlerweile mit einem guten Kommentargespr&#228;ch.</p>

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		<title>Faules G&#228;rtnern als Weltwissen</title>
		<link>http://www.das-wilde-gartenblog.de/2011/06/16/faules-gaertnern-wird-weltwissen/</link>
		<comments>http://www.das-wilde-gartenblog.de/2011/06/16/faules-gaertnern-wird-weltwissen/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2011 20:35:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[nachhaltig gärtnern]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dass unsere &#8220;7 Regeln f&#252;r faules G&#228;rtnern&#8221; wichtiges Weltwissen darstellen, war uns immer schon klar. Dass die kleine, mehr Let-it-be- denn To-do-Liste nun aber auch Eingang in den Schulunterricht finden wird, freut uns wirklich sehr!  

G&#228;rtnern als Naturgestaltung
In der Nummer 2 des im Schulbuchverlag Westermann erschienenen Hefts &#8220;Weltwissen Sachkundeunterricht&#8221; vom Mai 2011 begleiten und [...]]]></description>
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<p>Dass unsere <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2007/04/21/7-regeln-fuer-faules-gaertnern/">&#8220;7 Regeln f&#252;r faules G&#228;rtnern&#8221;</a> wichtiges Weltwissen darstellen, war uns immer schon klar. Dass die kleine, mehr Let-it-be- denn To-do-Liste nun aber auch Eingang in den Schulunterricht finden wird, freut uns wirklich sehr!  </p>
<p><img src="http://www.das-wilde-gartenblog.de/wp-content/uploads/2011/06/7regeln.jpg" alt="Sieben Regeln f&#252;r faules G&#228;rtnern" title="Sieben Regeln f&#252;r faules G&#228;rtnern" width="450" height="294" class="mitte size-full wp-image-1572" /></p>
<h2>G&#228;rtnern als Naturgestaltung</h2>
<p>In der Nummer 2 des im Schulbuchverlag Westermann erschienenen Hefts <a href="http://www.weltwissen-sachunterricht.de/index.php">&#8220;Weltwissen Sachkundeunterricht&#8221;</a> vom Mai 2011 begleiten und illustrieren die &#8220;7 Regeln&#8221; einen Artikel von Prof. Dr. Helmut Schreier &#252;ber G&#228;rtnern als Naturgestaltung. Nat&#252;rlich ist das &#8220;mehr Freude als Plackerei&#8221; (so der Titel), weshalb unsere Tipps da auch ganz wunderbar dazu passen. </p>
<p><a href="http://www.weltwissen-sachunterricht.de/index.php"><img src="http://www.das-wilde-gartenblog.de/wp-content/uploads/2011/06/weltwissen.jpg" alt="weltwissen Sachunterricht - Heft 2, Mai 2011" title="weltwissen Sachunterricht - Heft 2, Mai 2011" style="width:200px"class="links  wp-image-1571" /></a>Das ganze Heft ist liebevoll gemacht und enth&#228;lt viele kreative Ideen, wie man Kindern die Freude an allem, was w&#228;chst, heute nahe bringen kann. Unterrichtsvorschl&#228;ge wie <em>&#8220;Bohnen pflanzen und beobachten&#8221;</em>, Berichte und Projekte aus der Schulgarten- arbeit, Forschungsvorhaben, sowie Tipps f&#252;rs Philosophieren mit Kindern (<em>&#8220;K&#246;nnen Pflanzen gl&#252;cklich sein?&#8221;</em>) seien hier genannt.<br />
Schade eigentlich, dass der Verlag kein Inhaltsverzeichnis des aktuellen Hefts ins Netz stellt.</p>
<h2 style="clear:left">Und jetzt nochmal die 7 Regeln&#8230;</h2>
<p>&#8230;die in Zukunft hoffentlich vielen Kindern und Jugendlichen Lust auf naturnaches G&#228;rtnern machen:</p>
<ol>
<li><strong>Alles, was w&#228;chst, hat das gleiche Recht, zu leben.</strong><br />
Lass es also erstmal wachsen, beobachte es und erfreue dich an seiner Eigenart. Sich einmischen macht Arbeit, und die wollen wir nicht mutwillig vermehren.</li>
<li><strong>Beschr&#228;nke Eingriffe auf das N&#246;tigste!</strong><br />
Wenn du eine neue Pflanze setzt, schaffe ihr Platz und verteidige diesen Platz, w&#228;hrend sie w&#228;chst, aber vermeide es, planlos gr&#246;&#223;ere Fl&#228;chen umzugestalten: nackte Erde ist nicht sch&#246;ner als das, was da von alleine gewachsen ist.</li>
<li><strong>Bevorzuge winterharte, heimische Pflanzen, die sich selbst&#228;ndig vermehren,</strong> denn diese kommen am besten mit sich selber klar.</li>
<li><strong>Sieh den Garten als Ganzes, das auch Kleinlebewesen Raum gibt,</strong><br />
dann musst du nicht dauernd aufr&#228;umen, Abgestorbenes entfernen und Totholz entsorgen.</li>
<li><strong>Verschreibe dich nicht mit Haut und Haaren einer Ideologie!</strong><br />
100% &#246;ko, bio, perma, japanisch etc. kann leicht zum Fulltime-Job werden und Fanatismus ist auf jeden Fall ein Stimmungkiller.</li>
<li><strong>Gestalte, was du gestalten willst, aber f&#252;hre keinen Krieg!</strong><br />
Gib den Dingen, die du &#228;ndern willst, gute Start-Chancen, aber bleibe gelassen, wenn es sich nicht so entwickelt, wie du es dir gedacht hast.</li>
<li><strong>Erkenne dich selbst als Teil des Biotops!</strong><br />
Der Garten ist nicht allein f&#252;r die Pflanzen und Tiere da, sondern dient auch deiner Erholung. Es ist in Ordnung, dir den Platz zu nehmen, den du brauchst, um dich wohl zu f&#252;hlen!</li>
</ol>

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		<item>
		<title>Und noch ein Blog: Unverbissen vegetarisch</title>
		<link>http://www.das-wilde-gartenblog.de/2010/10/29/und-noch-ein-blog-unverbissen-vegetarisch/</link>
		<comments>http://www.das-wilde-gartenblog.de/2010/10/29/und-noch-ein-blog-unverbissen-vegetarisch/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 08:23:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[rund ums Bloggen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dass hier in letzter Zeit nicht soviel los war, lag auch daran, dass ich mit der Entwicklung eines weiteren Blogs besch&#228;ftigt war. Das kann man nun besichtigen: Auf Unverbissen vegetarisch will ich meine eigenen Erfahrungen mit der vegetarischen Ern&#228;hrung schildern, Tipps f&#252;r Einsteiger sammeln, Produkte testen und Rezepte ausprobieren &#8211; bzw. dar&#252;ber schreiben.
Gleichzeitig geht es [...]]]></description>
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<p>Dass hier in letzter Zeit nicht soviel los war, lag auch daran, dass ich mit der Entwicklung eines weiteren Blogs besch&#228;ftigt war. Das kann man nun besichtigen: Auf <a href="http://www.unverbissen-vegetarisch.de/">Unverbissen vegetarisch</a> will ich meine eigenen Erfahrungen mit der vegetarischen Ern&#228;hrung schildern, Tipps f&#252;r Einsteiger sammeln, Produkte testen und Rezepte ausprobieren &#8211; bzw. dar&#252;ber schreiben.</p>
<p>Gleichzeitig geht es &#8220;unverbissen&#8221; zu &#8211; es wird also niemand als Unmensch diskriminiert, der noch Fleisch i&#223;t. Ich hab auch selber sehr gerne Fleisch gegessen, doch ich kann es einfach nicht mehr akzeptieren, unter welchen Bedingungen unsere sogenannten &#8220;Nutztiere&#8221; in der <a href="http://www.peta.de/web/massentierhaltung.147.html">Massentierhaltung</a> leben und sterben m&#252;ssen.</p>
<p><img src="http://www.das-wilde-gartenblog.de/wp-content/uploads/2010/10/unverbissen_vegetarisch.jpg" alt="unverbissen vegetarisch" title="unverbissen vegetarisch" width="460"  class="alignnone size-full wp-image-1482" /></p>
<p>Auch das G&#228;rtnern hat zu dieser Haltung beigetragen: Wie kann ich mich &#252;ber jeden Regenwurm mehr im sandigen Berliner Boden freuen, den Wildbienen ein &#8220;Hotel&#8221; bauen, den Kleintieren Holzhaufen aufschichten, und gleichzeitig die Zust&#228;nde ignorieren, die unsere Fleischgefr&#228;&#223;igkeit in den Mega-St&#228;llen und Schlachth&#246;fen anrichtet? Ganz zu schweigen vom Klima, von der Abholzung der Regenw&#228;lder f&#252;rs Rindvieh und vielem mehr. Sogar unser aller Gesundheit steht auf dem Spiel: immer mehr Antibiotika kommen in den engen St&#228;llen zum Einsatz, was auf Dauer zu Resistenzen beim Menschen f&#252;hren kann, so dass die effektiven Helfer in der Not ihre Wirkung verlieren. (Lies aktuell die <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/landwirtschaft-das-antibiotika-haehnchen-1.1015760">S&#252;ddeutsche zum Antibiotika-H&#228;hnchen!</a>) Und alles nur f&#252;r mehr und mehr billiges Fleisch!</p>
<p>Deshalb ist mir jeder Verzicht auf Fleisch ein Schritt in die richtige Richtung. Schon wenn alle nur ein oder zweimal Fleisch pro Woche essen w&#252;rden, w&#252;rde sich Massentierhaltung nicht lohnen. Totalverzicht muss also nicht sein &#8211; aber Schritte in eine vegetarischere Ern&#228;hrung machen VIEL aus!</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Naturnah g&#228;rtnern &#8211; was meinen wir damit?</title>
		<link>http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/10/20/naturnah-gaertnern-was-meinen-wir-damit/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Oct 2009 14:12:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Gartengestaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[nachhaltig gärtnern]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es ist an der Zeit, mal etwas konkreter zu berichten, was uns naturnah g&#228;rtnern eigentlich bedeutet. Wie bei allen Konzepten gibt es auch da &#8211; nat&#252;rlich! &#8211; unterschiedliche Meinungen und sich entwickelnde Traditionen. Jeder Gartenfreund muss hier seinen eigenen &#8220;Weg der Mitte&#8221; finden. Und das kann dauern, denn G&#228;rtnern ist ja kein &#8220;Ruck-zuck-alles-anders&#8221;-Unternehmen. Zumindest dann [...]]]></description>
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<p>Es ist an der Zeit, mal etwas konkreter zu berichten, was uns <strong>naturnah g&#228;rtnern</strong> eigentlich bedeutet. Wie bei allen Konzepten gibt es auch da &#8211; nat&#252;rlich! &#8211; <a href="http://www.greenpeace-magazin.de/index.php?id=2733">unterschiedliche Meinungen</a> und sich entwickelnde Traditionen. Jeder Gartenfreund muss hier seinen eigenen &#8220;Weg der Mitte&#8221; finden. Und das kann dauern, denn G&#228;rtnern ist ja kein &#8220;Ruck-zuck-alles-anders&#8221;-Unternehmen. Zumindest dann nicht, wenns um &#8220;naturnah&#8221; geht!</p>
<p>Im folgenden mal ein paar Punkte, die wir auf unseren Gartenparzellen ber&#252;cksichtigen, bzw. anstreben</p>
<ul>
<li>Auf <strong>Chemie</strong> wird verzichtet: keine chemischen Pflanzenschutzmittel kommen zur Anwendung, allenfalls verwenden wir Aufg&#252;sse und Jauchen aus Wildpflanzen (z.B. <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2007/05/28/brennesseljauche/">Brennesseljauche</a>).</li>
<li><strong>Kompostierung</strong> ist ein Muss: alle Pflanzenabf&#228;lle, Bl&#228;tter, Grasschnitt, angefaultes oder verwurmtes Obst etc. kommen auf den Haufen, dazu auch unser Kaffeesatz und gelegentlich Altpapier. So gewinnen wir neue Erde, die den am  insgesamt zu sandigen Boden auf Dauer verbessern wird. Kompost dient auch als nat&#252;rlicher <strong>D&#252;nger</strong> &#8211; wir k&#246;nnen gar nicht genug davon haben!</li>
<li> Nie soll die Erde <strong>kahl und nackt</strong> offen liegen bleiben, denn das laugt sie nur aus. Wo nichts wachsen soll, weil Nutzpflanzen gef&#246;rdert werden sollen, wird gemulcht (Rasenschnitt, Wildkr&#228;uterheu etc.). Pflanzenreste liefern <strong>wichtige N&#228;hrstoffe</strong> f&#252;r das Bodenleben. Zudem finden wir: Ein Teppich heimischer Wildkr&#228;uter ist nicht h&#228;sslich, sondern eine Freude f&#252;r die Kleinlebewesen &#8211; und wenn irgendwas so sehr dominiert, dass es doch unser Auge beleidigt, dann wird eben punktuell gej&#228;tet bzw. ausgelichtet (der Kompost muss ja irgendwoher kommen!).</li>
<li> <strong>Totholzhaufen</strong> und alte <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2008/08/12/gartengestaltung-gemuetliches-totholz/">Baumstammteile</a>, ebenso <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/07/30/unfertig-aber-schon-bezogen/">Steinbeete auf Steinhaufen</a> bieten heimischen Insekten und Kleintieren Unterschlupf und f&#252;r Menschen eine interessante Optik.</li>
<li> Wir bevorzugen <strong>heimische Pflanzen,</strong> vornehmlich solche, die auch Bienen und Wild-Insekten etwas bieten: als &#8220;heimisch&#8221; sehen wir ganz unideologisch jene Pflanzen an, die hierzulande selbst&#228;ndig &#252;berleben k&#246;nnen.</li>
<li> Wir m&#246;gen <strong>Wiese statt Rasen</strong>: Matts Parzelle hat viel Wiese, bestanden von alten Obstb&#228;umen. In der oberen H&#228;lfte haben wir einen Teil zum <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/08/03/einen-garten-suchen-und-finden/#steppenbeet">&#8220;Steppenbeet&#8221;</a> erkl&#228;rt, n&#228;mlich da, wo Jahrzehnte lang ein Geb&#228;ude stand und der Boden extrem mager ist. Hier k&#246;nnen ohne Bodenaustausch sowieso nur Wildpflanzen und Magerkr&#228;uter wachsen, deren Vielfalt wir nach und nach durch das Einbringen und &#8220;verteidigen&#8221; weiterer Arten erh&#246;hen. Die restliche Wiese m&#228;hen wir mit der Sense zweimal im Jahr, was genau das ist, was f&#252;r solche Wiesen empfohlen wird. Derzeit g&#246;nnen wir den alten B&#228;umen aufgelockerte und von Gr&#228;sern befreite <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/10/14/herbstarbeiten-im-garten-baumscheiben/">Baumscheiben,</a> die wir mit Fr&#252;hbl&#252;hern bepflanzen und dann mit Bl&#228;ttern bedecken.</li>
<li><strong>Abwechslung</strong> auf den Nutzbeeten: Immer die gleichen Arten an derselben Stelle entziehen dem Boden immer die gleichen N&#228;hrstoffe und f&#252;hren so genannten &#8220;Bodenm&#252;digkeit&#8221;. Eine sinnvolle Fruchtfolge h&#228;lt den Boden fruchtbar, dr&#228;ngt Krankheitserreger und Sch&#228;dlinge zur&#252;ck und vermindert die Anreicherung von Schadstoffen im Boden.</li>
<li><strong>Verdorrtes</strong> bleibt lange stehen: <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/06/05/stieglitz-an-kornblume/">V&#246;gel</a> holen sich gerne die Samen aus den vertrockneten Samenst&#228;nden vieler Wild- und Kulturpflanzen, <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/10/01/herbst-im-garten-vertrocknete-stauden-werden-gebraucht/">Spinnen kleben ihre Nester</a> an vertrocknete Stauden. Und vieles sieht auch gar nicht schlecht aus: schlie&#223;lich geh&#246;rt Tod und Sterben zum Leben &#8211; warum soll man das nicht auch im Garten sehen k&#246;nnen?</li>
</ul>
<p>Bei alledem stehen wir erst ganz am Anfang. Zwar ist die vordere Parzelle keine weitgehend <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2008/07/28/im-neuen-garten-die-wueste-lebt/">kahle Sandw&#252;ste</a> mehr (wie <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2008/08/02/die-erste-woche-im-neuen-garten/">bei der &#220;bernahme</a>) sondern fl&#228;chendeckend bewachsen, doch mit der Umgestaltung der Beete fangen wir gerade erst an. Die Betonschwellen kommen nach und nach weg und wir m&#252;ssen uns andere Beetbegrenzungen einfallen lassen. Einige Betonteile konnten wir <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2008/08/14/gartengestaltung-wegeplatten/">sinnvoll wiederverwenden</a>, doch sind es insgesamt einfach zu viele.</p>
<p><img src="http://www.das-wilde-gartenblog.de/wp-content/uploads/2009/10/imgarten.jpg" title="vorderer Garten" class="mitte" alt="vorderer Garten" /></p>
<p>Die Thuja-Hecke haben wir ausgelichtet und in die L&#252;cken verschiedenste B&#252;sche gesetzt, die nun ihre Zeit zum Wachsen brauchen. Den schnurgeraden Betonweg (=100%ige versiegelt) haben wir aufgebrochen und Fugengr&#252;n ges&#228;ht, das nun als Gras hier und da <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/08/09/garten-im-morgenlicht/">aus dem Beton w&#228;chst</a> &#8211; DAS finden wir schon mal viel h&#252;bscher als Beton pur!  Den brachial wirkenden <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2008/10/25/vom-rosenbogen-zum-torbogen-mit-rose/">Rosenbogen</a> haben wir zum Torbogen umfunktioniert, doch bis der dort gepflanzte Efeu das beranken wird, dauert es noch seine Zeit.</p>
<p>Kurzum: mit der &#8220;Verbesserung des Gesamteindrucks des Gartens&#8221; sind wir  (sogar als bekenennde faule G&#228;rtner) mit Lust und Freude &#252;bers ganze Jahr befasst! Doch es dauert eben seine Zeit und ein reiner Ziergarten soll es nicht werden, sondern eine harmonische Balance von &#214;kologie, Nutzen und Sch&#246;nheit.</p>

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		<title>Warum junge Menschen nicht g&#228;rtnern</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jul 2009 11:41:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>

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Ok, ein paar Gegenbeispiele mag es geben, doch im Gro&#223;en und Ganzen ist die Freude am G&#228;rtnern etwas f&#252;r die &#196;lteren. Das sieht man auch am hohen Altersdurchschnitt der Mitglieder von Kleingarten-Vereinen: sind J&#252;ngere darunter, nutzen sie ihren Garten oft mehr als Freizeitgrundst&#252;ck oder fallen durch sehr spezielle Garten-Ideologien auf, f&#252;r die man noch ein [...]]]></description>
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<p>Ok, ein paar Gegenbeispiele mag es geben, doch im Gro&#223;en und Ganzen ist die Freude am G&#228;rtnern etwas f&#252;r die &#196;lteren. Das sieht man auch am hohen Altersdurchschnitt der Mitglieder von Kleingarten-Vereinen: sind J&#252;ngere darunter, nutzen sie ihren Garten oft mehr als Freizeitgrundst&#252;ck oder fallen durch sehr spezielle Garten-Ideologien auf, f&#252;r die man noch ein wenig &#8220;k&#228;mpfen&#8221; muss (wobei &#8220;j&#252;nger&#8221; dann auch nicht unbedingt die Teeny- oder Twentysomething-Zeit meint).</p>
<p>Warum ist das so? Ein afrikanisches Sprichwort sagt: </p>
<blockquote><p><em><strong>&#8220;Das Gras w&#228;chst auch nicht schneller, wenn man daran zieht&#8221;</strong></em></p></blockquote>
<p> &#8211; und damit k&#246;nnen junge Menschen schlecht umgehen. Sie sind selber noch in jeder Hinsicht am &#8220;wachsen und werden&#8221; und wollen mittels aktivem Handeln schnelle Erfolge sehen, sich einen Platz in der Gesellschaft erobern und JEMAND sein &#8211; kurzum: raus aus der kindlichen Machtlosigkeit &#8216;rein in Positionen mit eigener Macht und der M&#246;glichkeit, Einfluss zu nehmen.</p>
<p><img class="mitte" src='http://www.das-wilde-gartenblog.de/wp-content/uploads/2009/07/gegenlicht.jpg' alt='im Gegenlicht' /></p>
<p>Wie frustrierend ist es da doch, Petersiliensamen anzus&#228;hen und schier endlos darauf warten zu m&#252;ssen, bis sich mal was tut! Oder gar Jahre ins Land gehen zu sehen, bis ein neu gepflanzter Baum eine ansprechende Gestalt gewinnt. Ich k&#246;nnte viele Beispiele anf&#252;hren, die einfach nicht Jugend-kompatibel sind, denn g&#228;rtnerisches Erleben konfrontiert mit der Zeit, mit der Ohnmacht, die Dinge zu beschleunigen und mit der Endlichkeit des eigenen Lebens: Wer will schon mehrere Jahre geduldig einer langsamen Entwicklung zusehen, die so ein Garten nun mal braucht, um ein wirklich sch&#246;ner Garten zu werden? Jugend will ALLES und das m&#246;glichst SOFORT!</p>
<h2>Brachiales G&#228;rtnern</h2>
<p>Weil unsere Gesellschaft nun aber lange schon insgesamt dem Jugendwahn verfallen ist, hat sich auch eine Form des G&#228;rtnerns entwickelt, die den Bed&#252;rfnissen j&#252;ngerer Menschen entgegen kommt. Ich nenne es mal das konsumierende <strong>Hau-Ruck-G&#228;rtnern</strong> entlang an j&#228;hrlich wechselnden Moden: Saison-Pflanzen rein und sp&#228;ter wieder raus, massiver Maschineneinsatz, brachiale Umbauten (&#246;fter mal was Neues!), wechselnde M&#246;bel, Gartenbeleuchtungen, Wasserspiele und Grill-Ger&#228;t. Man wartet nicht, bis sich irgend etwas entwickelt, sondern kauft es bereits fertig und bringt es ein (Rollrasen z.B.). Und ebenso schnell werden die Dinge auch wieder entsorgt, weil unmodern geworden.  (Die &#8220;asiatische Ecke&#8221; sei seit einiger Zeit der letzte Schrei, h&#246;rte ich k&#252;rzlich). Geht man durch manche Gartenkolonie, kann man recht gut sehen, welche Pflanzen und gestalterischen Element in den letzten Jahren in den Bau- und Gartenm&#228;rkten  &#8220;dran&#8221; waren. Wir haben auch solch modische Relikte &#252;bernommen, wie etwa die <a href="http://www.1a-produktewelt.de/s01.php?shopid=s01&#038;cur=eur&#038;sp=de&#038;ag=7&#038;pp=aa&#038;bnr=7290996" title="KEIN Werbelink!">Regentonne im grauen Felsgestein-Design</a> mit passender Gie&#223;kanne! :-)</p>
<p>Ich beschreibe das nicht, um mich gro&#223; dr&#252;ber aufzuregen. Das Konsum-G&#228;rtnern ist zwar kein &#8220;nachhaltiges&#8221; G&#228;rtnern, aber wer damit gl&#252;cklich ist, soll es sein und muss es selbst verantworten. Eher bemerke ich selbst die Konfrontation mit Zeit und Verg&#228;nglichkeit, die so ein Garten bedeutet, wenn man es nicht so macht  &#8211; und verstehe jetzt ganz gut, warum es eher die &#196;lteren sind, die sich &#8220;gelassenes G&#228;rtnern&#8221; zumuten: es ist ein Ein&#252;ben in die Grundtatsachen des Lebens, zu dem auch unser eigenes Verschwinden geh&#246;rt. </p>

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		<title>Nachbarschaften: Fang keinen Streit an!</title>
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		<pubDate>Sun, 24 May 2009 05:32:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Kleingarten-Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wie ich auf diese Geschichte, die das Wesen von Nachbarschaftsstreitigkeiten auf den Punkt bringt, gekommen bin, steht im Digital Diary. Es ist ein altes M&#228;rchen der Fang, eines Stammes in Westafrika, passt aber ebenso gut in die Welt heutiger Kleing&#228;rtner und Hausbesitzer:
Fang keinen Streit an
Es war einmal ein Mann, der gab seine Wohnst&#228;tte auf und [...]]]></description>
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<p>Wie ich auf diese Geschichte, die das Wesen von <strong>Nachbarschaftsstreitigkeiten</strong> auf den Punkt bringt, gekommen bin, steht im <a href="http://www.claudia-klinger.de/digidiary/2009/05/22/fang-keinen-streit-an/">Digital Diary</a>. Es ist ein altes M&#228;rchen der <strong>Fang</strong>, eines Stammes in Westafrika, passt aber ebenso gut in die Welt heutiger Kleing&#228;rtner und Hausbesitzer:</p>
<h2>Fang keinen Streit an</h2>
<p>Es war einmal ein Mann, der gab seine Wohnst&#228;tte auf und wanderte weit fort, ungef&#228;hr drei D&#246;rfer weiter. Dort traf er einen anderen Mann, der seinen Wohnsitz ebenfalls dorthin verlegt hatte. Da fragte er ihn: &#8220;Wer bist du?&#8221; Der andere antwortete: &#8220;Ich bin ein Totengeist, und du?&#8221; &#8211; &#8220;Ich bin ein Mensch.&#8221; </p>
<p>Nun beschlossen beide, gemeinsam ein Dorf zu gr&#252;nden. Der Geist sprach: &#8220;Eine Sache aber m&#246;chte ich mir ausbedingen, Freund: Keiner soll einen Streit anfangen. Ich habe eine Frau, du hast eine Frau, &#252;berhaupt &#8211; jedem das Seine.&#8221; Dem Menschen war das recht. </p>
<p>Beide gingen nun daran, ein St&#252;ck Land f&#252;r eine Pflanzung abzuholzen, der Mensch auf der einen, der Totengeist auf der anderen Seite. Auf der Pflanzung des Totengeistes stand nahe an der Grenze ein riesiger Baum, den begann er zu f&#228;llen. Ungl&#252;cklicherweise fiel aber der Baum auf die Pflanzung des Menschen. Als der Mensch das sah, wurde er &#228;rgerlich und sagte: &#8220;Was f&#228;llt dir ein, diesen Baum auf meine Seite zu werfen, hast du nicht selbst verlangt, keiner soll Streit beginnen?&#8221; </p>
<p>&#8220;Oh, es war doch nur ein Versehen&#8221;, entschuldigte sich der Geist. Der Mensch aber verlangte: &#8220;Dann schaff den Baum auch wieder weg.&#8221; Da machte sich der Geist an die Arbeit. Er schlug dem Baum alle &#196;ste ab und schleppte sie weg &#8211; eine gro&#223;e Anstrengung, vier Tage lang nichts als Holzhacken. Schlie&#223;lich war es geschafft, und nun wurde Feuer in die Pflanzung gelegt. Als sie abgebrannt war, kam der Mensch und fand viele vom Feuer get&#246;tete Tiere, die er zum Essen mitnahm &#8211; Schildkr&#246;ten, Schlangen, Schnecken. </p>
<p>Eine ganze Menge sammelte sich der Mensch ein und betrat dabei auch die Pflanzung des Totengeistes. Als der Geist kam, sah er die Spuren in der Asche. Er ging zum Menschen und sprach: &#8220;Was hast du auf meinem Feld zu suchen? Jetzt geh und beseitige die Spuren, wie ich vorher den Baum wegger&#228;umt habe. Unsere Verabredung war ja, keiner soll einen Streit anzetteln.&#8221;</p>
<p>Da musste nun der Mensch die Spuren verwischen. Aber je mehr er sich abm&#252;hte, umso mehr Spuren wurden es. Hatte er hinten welche vergessen, musste er, um dorthin zu kommen, wieder neue Spuren machen. Kurz, man kann sich denken, eine ungeheure Arbeit. </p>
<p>Der Totengeist aber sagte: &#8220;Siehst du, das kommt davon! H&#228;ttest du nicht gegen unsere Abmachung versto&#223;en, als du mich den Baum, der ja nur aus Versehen auf dein Feld gefallen war, wegr&#228;umen lie&#223;est, so h&#228;ttest du jetzt nicht das Nachsehen.&#8221;</p>
<p>***</p>
<p>Quelle: <a href="http://www.hekaya.de/txt.hx/fang-keinen-streit-an--maerchen--afrika_131">M&#228;rchen der Welt: Fang</a></p>

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		<title>Faules G&#228;rtnern ist nachhaltiges G&#228;rtnern</title>
		<link>http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/04/02/faules-gaertnern-ist-nachhaltiges-gaertnern/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Apr 2009 21:24:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alles]]></category>
		<category><![CDATA[Philosophisches]]></category>
		<category><![CDATA[nachhaltig gärtnern]]></category>

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&#8220;Eigentlich k&#246;nnten alle Pflanzen &#8216;ne Ladung Kompost vertragen&#8221;, sagte Matt, nachdem er zuerst nur die Rosen begl&#252;cken wollte &#8211; und f&#252;gte dann hinzu: &#8220;haben wir aber nicht!&#8221;
Nein, haben wir nicht, weil wir n&#228;mlich erst im September den ersten Komposthaufen aufsch&#252;tten konnten, mit nicht allzu viel Material. Unser Vorg&#228;nger sammelte nur Rasenschnitt, den gro&#223;en Rest hat [...]]]></description>
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<p><em>&#8220;Eigentlich k&#246;nnten alle Pflanzen &#8216;ne Ladung Kompost vertragen&#8221;</em>, sagte Matt, nachdem er zuerst nur die Rosen begl&#252;cken wollte &#8211; und f&#252;gte dann hinzu: <em>&#8220;haben wir aber nicht!&#8221;</em></p>
<p><img class="links" src='http://www.das-wilde-gartenblog.de/wp-content/uploads/2009/04/kaiserkronen.jpg' alt='kaiserkronen.jpg' style="width:200px" />Nein, haben wir nicht, weil wir n&#228;mlich erst im September den ersten Komposthaufen aufsch&#252;tten konnten, mit nicht allzu viel Material. Unser Vorg&#228;nger <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2008/09/27/komposthaufen-so-nicht/">sammelte nur Rasenschnitt</a>, den gro&#223;en Rest hat er immer in den M&#252;ll entsorgt. Er wusste es nicht besser, sondern war ein sehr REINLICHER G&#228;rtner, der den Garten weitgehend in eine <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2008/07/28/im-neuen-garten-die-wueste-lebt/">offene Sandw&#252;ste</a> verwandelt hat: da hatte kein H&#228;lmchen eine Chance, es gab Nutzpflanzen, ein paar Blumen &#8211; und rund herum harkte er wie ein Irrer alles nieder, wenn sich irgendwas zeigte.</p>
<p>Seitdem hat sich schon einiges ver&#228;ndert. Wir lassen <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2008/08/07/bodendecker-kommt-von-selbst/">die Wildkr&#228;uter wachsen</a> und s&#228;hten noch welche dazu, auch Spezialmischungen wie &#8220;Fugengr&#252;n&#8221; zwischen die Wegeplatten und in den von Matt hier und da aufgebrochenen Betonweg. Wenn man sich umschaut, ist es immerhin schon weitgehend gr&#252;n und nicht mehr braungrau&#8230; </p>
<h2>Einkaufen, was fehlt?</h2>
<p>Worauf ich aber eigentlich hinaus will: Ich <a href="http://www.das-wilde-gartenblog.de/2009/04/01/wann-pflanzt-und-saeht-ihr/">habe ja vor</a>, allerlei Gem&#252;sesorten und viele Kr&#228;uter anzubauen und lese dazu immer wieder G&#228;rtner-Tipps, was man noch alles der Erde beigeben sollte. Und nat&#252;rlich br&#228;uchte es jede Menge Kompost, um dem hohen Sandanteil hier mal &#8216;was entgegen zu setzen (klotzen, nicht kleckern!).  ALSO erw&#228;hnte ich heute mal wieder die M&#246;glichkeit, alles Fehlende dazu zu kaufen, es uns einfach liefern zu lassen: Gartenerde, Kompost, Torf &#8211; halt alles, was die geplanten Pflanzen so brauchen k&#246;nnten. Kostet ja nicht die Welt und die anderen G&#228;rtner um uns herum machen es auch so. Man sieht es deren Erde an und oft sieht man auch noch die Packungen rumliegen.</p>
<p>Matt ist allerdings von meiner Kauf-Idee gar nicht begeistert. <em>&#8220;Machs, wenn du musst, aber erz&#228;hl nicht dauernd davon!&#8221;</em>  Und ich wunder mich, wie jedes Mal, schlie&#223;lich hat er gerade selber noch mehr Kompost vermisst. </p>
<p><em>&#8220;Wenn du SO anf&#228;ngst, wirst du am Ende noch die Wege sauber rechen&#8221;,</em> er sagt es halb ernst, halb humorig.  &#8220;Wege rechen&#8221; gilt uns als vermeidbarer Gipfel g&#228;rtnernden Spie&#223;ertums &#8211; warum meint er, ich w&#228;re da schon drauf und dran?</p>
<p><em>&#8220;Klar k&#246;nnen wir uns alles anschaffen, was fehlt. Wir k&#246;nnen uns Erde, Kompost und D&#252;nger liefern lassen, damit hier auch noch tropische Pflanzen eine Chance haben. Und Gem&#252;se produzieren nach allen Regeln der Kunst, so dass es auch ja ERTRAGREICH ist: immer sch&#246;n j&#228;ten, d&#252;ngen, gie&#223;en, spritzen&#8230;.  &#8211; und immer locker einkaufen, was es hier nicht gibt, also energieverschwendend anderswo produzieren, verpacken und herfahren lassen. Willst du das wirklich? BRAUCHEN wir das?&#8221;</em></p>
<p>Langsam verstehe ich, worauf er hinaus will. Und werde tats&#228;chlich nachdenklich, denn er hat ja Recht. Dieses brachiale G&#228;rtnern (klotzen, nicht kleckern!), das mit allen verf&#252;gbaren M&#246;glichkeiten chemischer und techischer Art das Wachsen und Fruchten erw&#252;nschter Pflanzen erzwingt, ganz egal, wie die Ausgangssituation eines Gel&#228;ndes sein mag &#8211; im Grunde ist das auch nur ein weiteres teures Hobby f&#252;r verw&#246;hnte St&#228;dter, das seinen Teil dazu beitr&#228;gt, dass MEHR konsumiert und MEHR Material und Energie verbraucht wird. Und irgendwo wird wieder ein Atomkraftwerk gebaut, weil es ja gebraucht wird&#8230; </p>
<p><strong>Ok. Keine Kauf-Erde!</strong> Ich bin einsichtig und habe ja auch ein &#8220;gr&#252;nes Herz&#8221;.  Andrerseits wei&#223; ich, dass Matt kein verbissener &#214;ko ist, sondern auch einfach faul (weshalb das &#8220;Pflanzen verteidigen&#8221; gegen Wildkr&#228;uter einfach nicht sein Ding ist!). Ich werde also durchaus all die Gem&#252;se anpflanzen und sie auch ein bisschen pflegen &#8211; macht mir ja Spa&#223;! Allerdings ohne mich dabei krumm zu legen und gleich die Welt auf den Kopf zu stellen, weil irgendwas nicht so richtig w&#228;chst. Nicht in dem Boden, wie er nun mal (noch) ist.</p>
<p>Es wird ja dieses Jahr schon deutlich mehr Kompost geben. :-)</p>

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