Birnengitterrost: Gehts auch mal ohne?

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Den Birnengitterrost haben wir als etwas Unvermeidliches kennen gelernt. Jedes Jahr schon früh diese roten Flecken, die sich im Lauf der Zeit zu hässlichen Ausstülpungen entwickeln – und zwar praktisch auf jedem Blatt eines jeden Birnbaums, im vorigen und im jetzigen Garten. Neue Birnbäume ziehen wir deshalb gar nicht mehr in Betracht, denn dieses Elend wollen wir nicht noch fördern.

Aber dieses Jahr scheint es der Pilz schwer zu haben. Bis jetzt sehen die Blätter noch ganz unversehrt aus:
Birnbaum

Vielleicht verträgt er die Hitze und die Trockenheit nicht, die für diesen Frühling und Frühsommer so typisch ist, zumindest im Norden bzw. Nordosten. Hier mal ein Vergleich (Temperaturen und Niederschlag) 2017 und 2018 in Berlin:

Vergleich Frühling 2017/2018

(Klick/Touch vegrößert die Grafik)

Die „Abweichung“ ist jeweils bezogen auf das 30-jährige Mittel der Jahre 1980 bis 2010. Geregnet hat es kaum, meist ziehen die angesagten Gewitter ohne einen Tropfen an uns vorbei. Wir gießen sehr viel, allerdings erhalten wir keinen „grünen Rasen“, sondern lassen das Gras der Wiesenstücke und Pflegewege ruhig vertrocknen. Das wächst schnell wieder, sobald das Wetter umschlägt.

Bisher sahen wir die Trockenheit nur als Nachteil. Wenn sie den Birnengitterrost in Schach hält, ist das immerhin auch ein kleiner Vorteil. Aber noch hat er ja Zeit….

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

3 Kommentare

  1. Das ist schade, wenn die Birnen jedes Jahr von dem Rost befallen werden. Meine Felsenbirne hatte jedes Jahr heftigen Mehltau und war im Herbst bereits komplett kahl. Ich hab dann mal mit verdünnter Magermilch gespritzt und seitdem ist der Mehltau verschwunden. Ich kann es eigentlich nicht glauben, dass das am Spritzen gelegen hat. Egal… ich freue mich, dass es dem Strauch jetzt gut geht.
    Viele Grüße von
    Margit

  2. @Margit: Kupferfelsenbirne meinst du? Das ist ja eine ganz andere Gattung, unsere werden auch nie vom Rost befallen – auch nicht von Mehltau. Es sind mal Büsche, die mit unserem trocken-sandigen Boden gut auskommen!

  3. Sehr interesanter Bericht, wir haben auch immer mal wieder mit Birnengitterrost an unseren Birnen zu kämpfen… wirklich spannend finde ich die Theorie bezüglich der Hitze….
    LG tanja

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