September: Herbstbeginn im Garten

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Im Juli kommt der große Wachstumsschub sämtlicher Pflanzen an sein Ende. Wo man eben noch Nutzpflanzen gegen den schier unendlich kräftigen Wildkräuterwuchs verteidigen musste, kann man im August gemütlich Tomaten und Zucchini ernten, bei Bedarf wässern – und ansonsten entspannen.

blühender Blumenkohl

Vom „lila Blumenkohl“ haben wir nur wenig geerntet, denn die Schnecken haben einfach zuviel weggefressen. Jetzt blüht der unverbrauchte Kohl immerhin noch – ich hab‘ noch nie Kohl blühen sehen und finde das recht hübsch.

Regenzeit und neue Arbeit

Gestern und heute ist das Wetter nun deutlich ins Herbstliche umgeschlagen. Es REGNET ab und an, nurmehr im Gewächshaus und unter dem Tomatendach müssen wir gießen, ansonsten stehen jetzt andere Arbeiten an.

  • Nämlich das Umpflanzen: eine große Akelei steht zu dicht am Zaun des Nachbarn. Zwei Heucheras sollen einen sonnigeren Standort bekommen, damit sie nicht mehr so „kümmern“. Und ein Pflaumenbäumchen, das wir neben einen alten, vermutlich nicht mehr lange lebenden Pflaumenbaum gepflanzt hatten, muss da weg. Es geht ihm nicht gut, es soll woanders eine zweite Chance bekommen.
  • Auch neue Bäume wollen wir noch aussuchen und Anfang Oktober einpflanzen. Noch eine Mirabelle, weil die erste ihrer Art, der wir unseren sandigen Boden zumuteten, tatsächlich gut wächst und trägt. Und vielleicht noch eine Kirsche, eine weitere Mispel – mal sehen! Birnen kommen wegen des Rosts nicht mehr in Betracht. Auch keine Aprikose, nachdem uns ein zunächst gut wachsendes Bäumchen an einem Wurzelpilz eingegangen ist.
  • Zu guter Letzt: das Gewächshaus und manch andere Holzteile brauchen einen neuen Anstrich – auch eine typische Herbstarbeit. Und das Teil vom Tomatendach, das uns ein Sturm entführt hat, könnte ich auch endlich mal irgendwo besorgen, anstatt das aufs Frühjahr zu verschieben…

Tomatendach

Dokumentation? Oh je…

Ganz im Argen liegen unsere DATEN! Was ein bisschen komisch ist, denn ich bin ansonsten ja ungemein Computer- und Netz-affin. Doch bezüglich der Dokumentation des Gartens (Anpflanzungen pro Beet, Düngung, Bodenverbesserung etc.) schaffe ich keine Kontinuität. Im Frühjahr notieren wir (bzw. meist Matthias) noch einiges, dann lässt es mehr und mehr nach. Der Garten ist mir halt die Anderswelt, das Märchenland abseits der Räume, die ich per Bildschirm betrete und belebe.

Und doch: eine Bestandsaufnahme sollte schon noch sein! Damit nicht ganz so schnell in Vergessenheit gerät, was 2013 hier und da gewachsen ist.

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

8 Kommentare

  1. Mit dem Dokumentieren hänge ich auch gerne hinterher, das liegt wohl am Zeitmangel. Im Moment passiert einfach so viel gleichzeitig, dass ich den Ereignissen nur noch nach eile :)

    lg kathrin

  2. Hallo Claudia.
    Da habt ihr ja noch eine Menge zu tun.
    Ich hab in meinem Post über den Wintersalat noch einen Nachtrag dazugeschrieben. aber wenn du möchtest, schocke ich dir gerne eine Tüte mit Samen.
    Schick mir einfach ne mail.
    LG Anne

  3. Ich bin schon gespannt auf die Dokumentation des Jahres. In einem so großen Garten passiert sicher viel :-)

  4. Bei uns hat die Arbeit auch schon begonnen und es bleibt wirklich wenig Zeit, um die ganze To-Do-Liste abzuarbeiten. Trotzdem ist die Dokumentation natürlich wichtig. Am besten gelingt das eigentlich nach getaner Arbeit abends, vielleicht bei einem Gläschen Rotwein. Dabei kann man entspannen und die ganze erledigte Arbeit am Garten nochmal mit Stift und Papier durchgehen, bzw. wahlweise am Laptop.

  5. Ach ja, die Dokumentation… Gute Gemüsebeetpartner, gelungene Blüten-Kombo, aber auch misslungene Verpartnerungen, was hatte ich mir noch vorgenommen?
    Aber eigentlich auch nicht so schlimm. Dann wird nächstes Jahr eben weiterexperimentiert.
    Viele Grüße, Rike

  6. Der Kohl blüht hübsch. Ich möchte mich nächstes Jahr mit Helgoländer Wildkohl versuchen.
    Das mit der Dokumentation ist lustig, mir geht es auch oft so, daher versuche ich dann oft in meinen Blog zu schreiben, was ich wohin gepflanzt habe und bekommen habe. So finde ich einiges wieder …
    LG Cordula

  7. Viel Arbeit, aber der Weg ist doch beim Gärtnern auch das Ziel oder nicht? Und den Kohl als Blühpflanze im Garten zu nehmen ist mal eine kreative Verwendungsalternative. Wg der Bäume ist Anfang Oktober aber ziemlich sportlich, empfehlenswerter ist in der Regel ein etwas späterer Zeitpunkt (ab Ende Oktober, wenn die Bäume das Laub verloren haben).
    Lg, Alex

  8. Bei mir ist es ebenfalls so, dass ich den Weg als Ziel betrachte. Während der Arbeit im Garten kommen mir immer neue Idee und fange an, Dinge auszuprobieren. Solange alles hübsch blüt und nichts den Bach herunter geht bin ich glücklich. Selbst wenn etwas nicht klappt, ist es für mich der Ansporn, beim nächsten Mal besonders gründlich zu arbeiten und meinen Pflanzen mehr Zeit zu widmen. Die Kohlblüte ist wirklich eine nette Idee! Die sehen tatsächlich nicht schlecht aus :)


Beste Grüße,
Eure Heide


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