Zur Winterunterbrechung nach Sizilien

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Die absolut unangenehmste Zeit des Jahres ist der Februar: vom Winter hat man alles gesehen, gefühlt genossen – und doch geht er weiter und weiter. In Berlin kann die Wartezeit sogar verdammt lang werden, deshalb hatten wir uns gedacht: eine Woche in Sizilien als „Kurzbesuch“ im Frühling wär‘ genau recht.

Und es war super! Fast immer um die 15 Grad, in der Sonne sogar sommerlich warm! Als Basis für alles weitere sind wir gleich in Catania geblieben, wo der Flieger landete. Das Hotel im historischen Zentrum war konkurrenzlos preiswert (39 Euro/Nacht im Doppelzimmer), aber trotzdem richtig gut. Und ‚rundrum sah es total gemütlich aus. Insbesondere auch durch die wilde Begrünung des „schlanken“ Nachbarhauses:

rechts das Globetrotter-Hotel in-Catania

(Das Foto ist aus zwei Bildern zusammen gebastelt, daher die kleinen Brüche).

Neben jeder Menge Palmen und Kakteen, die ich auf Sizilien durchaus erwartete, gab‘ es auch viele tropische Riesenbäume, deren Namen ich nicht weiß. Wir dachten zunächst an Würgefeigen, aber die Bäume sehen nicht aus, als hätten sie sich an etwas entlang und hoch gehangelt und dieses dann „erwürgt“.

tropischer Riesenbaum

Unser Hotel lag übrigens ganz nahe am Fischmarkt, der – außer Sonntags – jeden Tag in Catania stattfindet. Wenn der zu Ende ist, fallen massenweise die Möven ein und machen sich über die Reste her. Ein tolles Treiben, denn sie machen auch ganz schön Lärm!

Möven auf dem Fischmarkt in Catania

Von Catania aus unternahmen wir Ausflüge nach Syrakus, Taormina und Messina. In der Oberstadt von Taormina, die wir nach einem langen, ermüdenden Marsch über ellenlange Serpentinen erreichten, gibt es neben betörenden Ausblicken in die Weite auch witzig gestaltete Balkone, z.B. diesen hier:

Balkon in Taormina

Es ist vermutlich Wolfsmilch, was da überall die Köpfe umrankt. Zumindest vermute ich das aus dem Vergleich mit den Bildern von Majorahn.

Leben am Vulkan

Egal wo wir waren, überall sah man in der Ferne den Ätna, bzw. hätte ihn gesehen, wenn er nicht gerade umwölkt gewesen wäre. Immer wieder trafen wir auf die Geschichte der verschiedenen Ausbrüche und Zerstörungen, die Lavaströme und Erdbeben in Catania schon angerichtet hatten. Nie und nimmer hätte ich erwartet, dass wir Zeugen eines Ausbruchs werden würden – aber auf der Busfahrt zurück von Taormina nach Catania (es war schon dunkel) sprach mich Matthias dann auf DAS ROTE GLÜHEN dort drüben an. Erst konnte ich es kaum glauben, aber tatsächlich: der Berg spuckte Lava, man konnte das Gestein sehen, wie es in den Himmel geschleudert wurde – und wir sahen auch einen Lavastrom, der an der Bergflanke herunter strömte. Ich war leider viel zu aufgeregt, um ein gutes Bild hinzukriegen, also zeig ich hier ein Video von genau DIESEM Ausbruch am 23. Februar:

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Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

2 Kommentare

  1. Die Gesichter auf dem Balkon schauen ja wirklich Klasse aus!
    Tolles Bild!

  2. Ich habe es herausgefunden, der Baum ist eine Großblättrige Feige (Ficus macrophylla). Da lagen wir mit unserer ersten Anmutung ja gar nicht falsch.

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