Topinambur – den ganzen Winter über ernten

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Mittlerweile ist der Schnee wieder geschmolzen und die Erde aufgetaut. Das bedeutet: wir können wieder Topinambur ernten! Hier mal ein Blick auf das kleine Topinamburfeld, das wir nun schon im zweiten Jahr im Hinterland stehen haben:

Topinamburstauden im Winter

Zum Nachbargrundstück hin haben wir eine Wurzelsperre eingefügt. So wild, wie man es oft liest, vermehren sich die Topinambur mit ihren Wurzelaustrieben dann aber doch nicht, bzw. es ist sehr einfach beherrschbar!

Robust und anspruchslos

Auf dem sandigen Gartenboden unserer KGA fühlt sich die Topinambur genau richtig. Letztes Jahr hatten wir exzessiv geerntet und trotzdem standen die neuen Pflanzen dann recht eng. Aus einer Knolle wachsen gleich mehrere Triebe – ich wundere mich, wie die es so eng miteinander aushalten!

Man erntet, wenn die Stauden verdorrt sind. Den ganzen Winter über bis ins Frühjahr hinein, was natürlich nur geht, wenn der Boden nicht grade zugefroren ist. Ich hatte noch zwei Kilo in einer Stofftasche auf meinem Nordseitebalkon gelagert: auch da sind sie eingefroren, was ihnen aber nicht geschadet hat!

Topinambur-Knollen

Topinambur in der Küche

Man behandelt die Topinambur im Prinzip wie Kartoffeln: putzen/waschen, kochen (ca. 15 – 25 Minuten, je nach Größe), dann schälen und evtl. nochmal in der Pfanne kurz anbraten. Man kann die Schale auch dran lassen, muss die Knollen dann allerdings mit einer Bürste unter fließendem Wasser sehr kräftig reinigen!

Auch roh ist die Topinambur genießbar, etwa in Rohkostsalaten. Und wer abnehmen will, ist mit der interessant schmeckenden Knolle gut bedient, denn sie ist kalorienarm und macht schnell satt. Zudem bewirkt das enthaltene Inulin, dass andere Kohlenhydrate verlangsamt aufgenommen werden. Der Blutzuckerspiegel bleibt länger konstant und das Hungergefühlt bleibt aus. Für Diabetiker eine tolle Sache!

* Noch mehr Tipps zu Topinambur

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

17 Kommentare

  1. Das Wunderkraut ist aber nicht nur für Diabetiker gut, es hat auch noch einige andere tolle Eigenschaften die ich hier gerne noch ergänzen möchte:

    Topinambur enthält die Vitamine A,B,C und H, was sich positiv auf Sehkraft, Haut und Knochen auswirkt. Es ist außerdem Nervennahrung. Und das ist immernoch nicht alles. Auch Calcium und Magnesium sorgen für gute Knochen und gute Durchblutung, sowie starke Nerven. Dazu kommt dann noch Selen, Zink und Eisen. Ich kenne keine Pflanze, die besser für das Immunsystem ist.

  2. Spannend! Ich habe es schon mehrmals mit Topinambur versucht, allerdings will die Knolle bei mir nicht wachsen. Sie verkümmert schneller als man schauen kann.

    lg kathrin

  3. Na, das ist doch das ideale Gemüse für eine Frühjahrskur. Danke für den Tipp.

  4. da werde ich auch mal buddeln, wenn der Boden aufgetaut ist und probieren, wie es schmeckt,
    danke für den Tip
    Frauke

  5. s gibt wissenschaftliche Studien, die belegen, dass durch die Topinambur-Knolle die Aufnahme von Kalzium aus dem Darm gesteigert wird. Das Kalzium gelangt über das Blut tatsächlich in die Knochen und die Knochendichte wird gefördert. Dadurch kann sogar Osteoporose verhindert werden.

  6. Hallo Zusammen,

    also ich kenne Tompinambur auch, allerdings nicht nur als Knolle sondern auch als „Topinambur Schnaps“ meine Mutter hatte so einen schon das ein oder andere Mal im Kühlschrank, aber meinen Geschmack trifft er nicht wirklich.
    Zum Glück sind Geschmäcker verschieden. :-)
    Viele Grüße
    Wilma

  7. Ich habe seit 3 Jahren Tompinambur im Garten und bin echt froh. Gerade zu tollen Gerichten der besonderen Art wie Sauerbraten, passt das hervorragend dazu. Der ganz tolle Eigengeschmack ist mit einer normalen Kartoffel kaum zu vergleichen. Wer einen Garten hat sollte sich ruhig ein bisschen davon anpflanzen, es lohnt sich allemale ;-)

  8. Hallo zusammen!

    Ich kenne Tompinambur auch, allein den Namen finde ich schon extrem drollig ;-) Wie Wilma kenne ich die Knolle vor allem als Schnaps. Aber interessant ist es schon, dass dadurch die Aufnahme von Kalzium gesteigert wird. Alles in allem also eine „tolle Knolle“.
    Viele Grüße

  9. Der Name klingt, als würde man ihn rückwärts sprechen! Hab bislang noch nichts von dieser Knolle gehört, klingt aber auf jeden Fall interessant und hat einen Versuch in unserem Garten verdient!

  10. Ich hab auch gelesen es soll extrem gesundes Essen sein. Werde mal ausprobieren.

  11. Ich hab das ehrlich gesagt noch nie probiert und würde das gerne mal essen! Mit welchem Essen eignet sich das denn am besten?

  12. Ui kannte ich noch gar nicht.
    Hört sich spannend an und dann schau ich doch mal, wie man dies anpflanzen muss (und wann und wo *g*)
    LG
    petra

  13. „Geniessbar“ und „interessant schmeckend“ hoert sich nicht wirklich nach einem wahren Geschmackserlebnis an. Wir haben sie schon mal angebaut, wollte aber niemand bei uns essen. Vor allem die Blaehungen….
    Ich habe sie aber in diesem Jahr wieder im Programm. Diesmal aber als Kaninchenfutter.

    Gruss RR

  14. Also ich mag Topinambur jetzt auch nicht so wahnsinnig…..aber so ein kleiner Topinambur Schnaps zwischendurch ist schon ganz ok :-)

    Winke
    Tanja

  15. Gott die Topinambur sehen großartig aus. Ich wusste gar nicht dass die eigentlich noch jemand außer mir kennt. Bisher erntete ich in meinem Bekanntenkreis immer nur rätselnde Blicke.

  16. Ich muss gestehen, ich kenne Topinambur auch nur vom gleichnamigen Schnaps, aber ich habe auch schon viel Positives darüber gehört. Muss ich unbedingt mal ausprobieren!

  17. hi,

    ich find es manchmal echt erstaunlich was Lebensmittel so alles für unsere Gesundheit machen kann, nur leider wissen wir es meistens gar nicht zu schätzen und greifen dann wohl doch eher auf das ungesunde zurück.

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