Rasen nachsähen?

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In Berlin müssen die Pfleger der öffentlichen Anlagen Rasen nachsähen, da die Flächen zu 20 bis 30 Prozent komplett erfroren seien. So berichtete es jedenfalls ein lieber Freund, der das im Lokal-TV mitbekommen hat.

Ich wär gar nicht auf die Idee gekommen, dass so ein winterlich verdorrter Rasen auch total kaputt und nachsäh-bedürftig sein kann. Habt Ihr in Euren Gärten mal solche Erfahrungen gemacht?

Biene auf Krokus

Bisher zeigen sich tatsächlich noch keine Halme – aber ich denk mal, die kommen noch!

Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

12 Kommentare

  1. Hallo Claudia,

    von „erfrorenem“ Rasen lese ich hier zum ersten Mal. Hier auf der kalten Ostalb ist das ein unbekanntes Phänomen.
    Ich denke außerdem, dass die öffentliche Hand z. B. im Voralpenland, wo es oft sehr kalt ist und lange Schnee liegt, bei solch hohen Verlustquoten und solchem Pflegeaufwand den Rasen schon längst durch etwas Härteres ersetzt hätte.

    Was mir näherliegend erscheint, wäre:
    – der Rasen ist unter dem bei Seite geschaufelten Schnee gefault oder hat evtl. einen Pilz.
    – der Rasen hat unter ungewöhnlich viel Salzzufuhr durch das häufige Streuen gelitten.

    Ich glaube also eher an eine ungenaue Widergabe/ ungenügende Recherche, als an tatsächliche Erfrierungen.

    BTW: Mach weiter so mit dem Blog, ich genieße jeden Eintrag!
    lg
    Linda

  2. Hallo Claudia,
    von erfrorenem Rasen habe ich auch noch nie gehört, gibt es bei uns jedenfalls nicht. Ab und an muss ich schon mal nachsäen, wenn sich z.B. Pilze oder große Disteln so stark ausgebreitet haben, dass ich umfangreich ausstechen muss. Im vergangenen Jahr hatten wir – allerdings im Spätsommer – eigenartigen gelbe Flecken, die sich nicht mehr erholt haben. Dort habe ich auch alles ausgestochen und nachgesät und gleich Krokuszwiebelchen mit reingesetzt. Das sind jetzt im Frühling wunderbare bunte Inseln.
    Lieben Gruß
    Elke

  3. Hallo Claudia,

    bei uns im Kleingartenverein habe ich gestern gehört, der Rasen sei diesen Winter besonders stark vom „Schneepilz“ betroffen (was Wunder!), vielleicht hat Euer Freund oder der TV-Bericht das verwechselt? Soweit ich gehört habe, ist wegen der Pilzschäden aber wohl nicht unbedingt Nachsäen erforderlich, sondern im Laufe des Frühjahrs erholen sich die Flächen wieder. Naja, kommt vielleicht auf das Ausmaß der Nutzung an, vielleicht wird das öffentliche Grün mehr mit Füßen getreten…

    Ich gärtnere übrigens auch in einer Berliner KGA (in Tempelhof, seit Anfang des Jahres), und habe im Laufe des Winters schon viel in Eurem schönen Blog geschmökert. Vielen Dank dafür.

    Herzliche Grüße,

    Barbara

  4. Danke euch für die beruhigenden Kommentare!

    Matt meinte auch, dass betreffe wohl eher Rasen in der Stadt, über den dauernd Leute laufen.
    Und gestern waren wir wieder im Garten und sahen es überall massiv sprießen – auch das Gras! :-)

    @Bloomy: hallo „Nachbarin“! Nehme dein Blog gleich in unsere Liste auf!

  5. Erfrorenen Rasen kenne ich nicht, wohl aber vom Moos zerstörten Rasen. Wir müssen 2x jährlich vertikutieren oder Eisen streuen und danach neu einsähen. Und nach jedem Vertikutieren sieht unser Grundstück aus wie ein Acker, weil nichts Grünes mehr da ist.

  6. Ich habe von einem alten ökologischen „Gartenhasen“ den Tipp bekommen, gar nicht mehr zu vertikutieren, sondern ihn in der Hauptwachstumszeit im ca. zweiwöchigem Abstand mit kleinen aber regelmäßigen Düngergaben zu versehen. Das mache ich nun seit drei Jahren und erziele damit eine geschlossene Rasenwiese mit relativ wenig Moos und Klee. Und der Aufwand ist sehr vertretbar, es wird halt kein Sportrasen. Nachgesät hab ich auch nie.

  7. Seit 25 Jahren „pflege“ ich einen Garten in einer KGA am Südgelände. Ich hatte nach erfolgter Munitionssuche (Südgelände war Flagstellung) eine Brache übernommen und den Anspruch, einen perfekten Rasen anzulegen. Die ersten Jahre gelang mir das auch, dann wandelte ich mich vom Rasenfetischisten zum Wiesenliebhaber. Eine Wiese hat 1000 Vorteile und benötigt im schlimmsten Fall einen Vertikutierrechen, der auch als Sportgerät betrachtet werden kann. Wird das Gras einmal zu lang oder zu störrisch, kann man (bei einigem Geschick) auch zur Sense greifen. Dengeln, Schleifen und Sensen können so zu Highlights im Gartenbetrieb werden. Heute habe ich einen Garten, der sich hart an der Grenze zur kontrollierten Verwilderung bewegt, was ihn nicht unbedingt pflegeleicht macht.
    Dein Gartenblog, liebe Claudia, macht mir großen Spaß. Überhaupt genieße ich seit Jahren deine Webauftritte.
    Meine Freude ist jedoch getrübt, da ich aus beruflichen Gründen meinen Garten aufgeben werde. Froh wäre ich, wenn ich eine Interessentin / einen Interessenten fände, die / der Spaß an Gartenarbeit hat, sie aber nicht überpenibel betreibt, Bäumen z.B. ihre natürlichen Kronen beläßt. Schönes Obst und schmackhafte alte Apfelsorten werden sie / ihn belohnen.
    Der Garten liegt in der Nähe des S-Bahnhofs Priesterweg, umgeben von netten Nachbarn, mitten in einer neuen und alten schön-wilden Parkland-schaft(Südgelände).
    Bei Interesse: fjw.koenig@web.de

  8. einen erfrorenen Rasen kenne ich auch nicht, nur wenn der Schnee zu fst darauf liegt, kann es darunter schimmeln, aber kein Sorge er treibt wieder aus
    und mit Wiesenkräutern und Moos kann man wunderbar leben, viel schöner als nur langweiliger Rasen , auch sind darunter genug Würmer, die ihre Haufen noch oben schaffen und für Humus sorgen

    nichts ist schöner als niedrige blühende Wicken, Gänseblümchen, Ministiefmüttcherchen, Veilchen und vor allem gelbes Habichtskraut und an fetteren Bereichen Löwenzahn
    und unter der Eiche siedelt sich nun mal gerne Moos an, warum nicht, schön weich und grün-

    es ist immer noch genug Gras und Grün und niedrig genug, damit die Familie Fußball, Federball, Krocket Boules spielen können,
    deshalb habe ich doch das Grün, sonst wäre es schon längst eine Wiese
    und im Ügrigen kalke ich das Grün umt gelöschtem Gartenkalk und dünge auch mit sehr wenig Mineraldünder
    Frauke

  9. Tolles Foto Claudia.
    In meinem Rasen wächst auch so ziemlich alles. Butterblumen, Gänseblümchen, Moos und anderes. Vom Erfrieren hab ich auch noch nie etwas gehört bei Rasen.

  10. Wir hatten auch die Schimmelflecken auf unserem Rasen. An einigen Stellen habe ich das tote Gras weggerecht, an anderen nicht, weil ich keine Lust mehr hatte. Und wenn man sich jetzt das Ergebnis anschaut: Es ist egal. Der Rasen kommt auch so wieder.
    Ich muss gestehen, dass die Rasenpflege eine meiner größten gärtnerischen Schwächen ist, sodass weite Teile schon durch Moos ersetzt sind. Dies hat aber auch Vorteile: Das Gras wächst langsamer, sodass man weniger mähen muss. Außerdem lassen sich die Moospolster gut für Dekozwecke nutzen.

  11. Jetzt ist eine gute Zeit um den Rasen schön zu vertikutieren. Danach kann man etwas nachsähen. Von einem erfrohrenen Rasen habe ich auch noch nichts gehört. Manche Stellen auf einem Rasen leiden eben etwas mehr, das ist aber völlig normal. Hatten ja auch einen sehr harten Winter.

  12. Sähe nach jedem Winter nach. Bei einigen Stellen bedarf es einfach einer Nachsaht…damit der Rasen auch wieder schön saftig grün ist ;)

    beste Grüße

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