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Gartenblog-News
neue Artikel deutschsprachiger Gartenblogs

Artikel vom Juli 2009

Claudia am 31. Juli 2009

Abgesang auf den Zierrasen

Letztes Jahr hatte ich hier ja mal gefragt, wie die Leute mit diesen beeindruckend gleichmäßigen Rasenflächen das eigentlich so hinbekommen – ganz unabhängig davon, dass wir auf so einen “Edel-Rasen” selber keine Lust haben.

Rasen

Iris gibt in ihrem Lebensglück Garten darauf ausführlich Antwort und zeigt: so ein Rasen ist alles andere als pflegeleicht und gewiss nichts für faule Gärtner:

Man muss einmal pro Woche mähen und die Kanten schneiden, zweimal jährlich “vertikutieren”, den Rasen im Sommer reichlich und regelmäßig wässern, mit Dünger aus dem Handel düngen, fortlaufend Unkraut jäten und im Herbst die fallenden Blätter entfernen, auf dass die Gräser nicht darunter verfaulen. Sehr viel Einsatz für eine zumindest in sehr kleinen Gärten für Mensch und Tier weitgehend nutzlose Rasenfläche!

Lebensglück Garten

Iris’ rasenlosen Garten kann man dann im Bild bewundern: schöne blühende Staudenarrangements zwischen Rindenmulchwegen.

Thema: Alles, Gartengestaltung, nachhaltig gärtnern, Übern Gartenzaun | Tags: none | 9 Kommentare » |

Matthias am 30. Juli 2009

Steinbeet: Unfertig, aber schon bezogen

Mein Steinbergbeet entwickelt sich, ist aber noch weit entfernt davon fertig zu sein. Vorne, an den Seiten und hinten ist noch viel zu tun, nur die Mitte gefällt mir schon.

Steinberg

Gestern durften die Pflanzen aus dem ersten Steinbeet auf den Berg umziehen.

Bei den Umbauarbeiten habe ich eine kleine Erdkröte (Bufo bufo) überrascht. Dankenswerterweise hat sie noch gewartet, bis ich die Kamera geholt hatte.

Erdkröte

Thema: Alles, Gartengestaltung, Tierleben | Tags: none | 6 Kommentare » |

Claudia am 28. Juli 2009

Warum junge Menschen nicht gärtnern

Ok, ein paar Gegenbeispiele mag es geben, doch im Großen und Ganzen ist die Freude am Gärtnern etwas für die Älteren. Das sieht man auch am hohen Altersdurchschnitt der Mitglieder von Kleingarten-Vereinen: sind Jüngere darunter, nutzen sie ihren Garten oft mehr als Freizeitgrundstück oder fallen durch sehr spezielle Garten-Ideologien auf, für die man noch ein wenig “kämpfen” muss (wobei “jünger” dann auch nicht unbedingt die Teeny- oder Twentysomething-Zeit meint).

Warum ist das so? Ein afrikanisches Sprichwort sagt:

“Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht”

– und damit können junge Menschen schlecht umgehen. Sie sind selber noch in jeder Hinsicht am “wachsen und werden” und wollen mittels aktivem Handeln schnelle Erfolge sehen, sich einen Platz in der Gesellschaft erobern und JEMAND sein – kurzum: raus aus der kindlichen Machtlosigkeit ‘rein in Positionen mit eigener Macht und der Möglichkeit, Einfluss zu nehmen.

im Gegenlicht

Wie frustrierend ist es da doch, Petersiliensamen anzusähen und schier endlos darauf warten zu müssen, bis sich mal was tut! Oder gar Jahre ins Land gehen zu sehen, bis ein neu gepflanzter Baum eine ansprechende Gestalt gewinnt. Ich könnte viele Beispiele anführen, die einfach nicht Jugend-kompatibel sind, denn gärtnerisches Erleben konfrontiert mit der Zeit, mit der Ohnmacht, die Dinge zu beschleunigen und mit der Endlichkeit des eigenen Lebens: Wer will schon mehrere Jahre geduldig einer langsamen Entwicklung zusehen, die so ein Garten nun mal braucht, um ein wirklich schöner Garten zu werden? Jugend will ALLES und das möglichst SOFORT!

Brachiales Gärtnern

Weil unsere Gesellschaft nun aber lange schon insgesamt dem Jugendwahn verfallen ist, hat sich auch eine Form des Gärtnerns entwickelt, die den Bedürfnissen jüngerer Menschen entgegen kommt. Ich nenne es mal das konsumierende Hau-Ruck-Gärtnern entlang an jährlich wechselnden Moden: Saison-Pflanzen rein und später wieder raus, massiver Maschineneinsatz, brachiale Umbauten (öfter mal was Neues!), wechselnde Möbel, Gartenbeleuchtungen, Wasserspiele und Grill-Gerät. Man wartet nicht, bis sich irgend etwas entwickelt, sondern kauft es bereits fertig und bringt es ein (Rollrasen z.B.). Und ebenso schnell werden die Dinge auch wieder entsorgt, weil unmodern geworden. (Die “asiatische Ecke” sei seit einiger Zeit der letzte Schrei, hörte ich kürzlich). Geht man durch manche Gartenkolonie, kann man recht gut sehen, welche Pflanzen und gestalterischen Element in den letzten Jahren in den Bau- und Gartenmärkten “dran” waren. Wir haben auch solch modische Relikte übernommen, wie etwa die Regentonne im grauen Felsgestein-Design mit passender Gießkanne! :-)

Ich beschreibe das nicht, um mich groß drüber aufzuregen. Das Konsum-Gärtnern ist zwar kein “nachhaltiges” Gärtnern, aber wer damit glücklich ist, soll es sein und muss es selbst verantworten. Eher bemerke ich selbst die Konfrontation mit Zeit und Vergänglichkeit, die so ein Garten bedeutet, wenn man es nicht so macht – und verstehe jetzt ganz gut, warum es eher die Älteren sind, die sich “gelassenes Gärtnern” zumuten: es ist ein Einüben in die Grundtatsachen des Lebens, zu dem auch unser eigenes Verschwinden gehört.

Thema: Alles, Philosophisches | Tags: none | 14 Kommentare » |

Claudia am 26. Juli 2009

Und noch ein Naturgarten

Über seinen Kommentar zu unseren “7 Regeln für faules Gärtnern” bin ich auf Helmuts Naturgarten-Seite aufmerksam geworden: offenbar ist er ein Bruder im Geiste, denn auch Helmut lässt gerne wachsen, gibt Kleinlebewesen eine Chance, meidet die Giftspritze und bevorzugt heimische Pflanzen, die sich von selbst vermehren, wie man in seinen Pflegetipps lesen kann. Witzige Gartenobjekte finden sich überraschenderweise im Bereich “Tiere”.

baumskulpturen.jpgEin wenig schade ist, dass Bilder auf dieser Naturgarten-Seite eher spartanisch behandelt werden: zwar gibt es nicht wenige, doch alle werden nur sehr klein gezeigt – eigentlich ohne Not, denn im Web ist ja Platz ohne Ende. Ich würde den Umstieg auf ein Blogscript empfehlen: damit ist es viel leichter, auch ohne HTML-Kenntnisse Bilder auf die eigene Seite zu bringen. Wir selber nutzen die Möglichkeiten kaum aus, doch kann man mit entsprechenden Einstellungen oder Zusatzmodulen (Plugins) recht leicht Bilder wahlweise auch größer oder in ganzen Galerien anzeigen.

Thema: Alles, Gartenobjekte und Skulpturen, nachhaltig gärtnern, Übern Gartenzaun | Tags: none | 1 Kommentar » |

Claudia am 20. Juli 2009

Blüten nach dem Regen

Einen so regenreichen Sommer erinnere ich gar nicht, aber das mag auch an meinem Gedächtnis liegen und daran, dass es erst unser vierter Gartensommer insgesamt ist.

Unseren neuen Garten haben wir jetzt fast ein Jahr und langsam aber sicher wird er zum “wilden Garten”, wie wir ihn uns vorstellen. Die “Sandwüste” des Vorgängers ist Vergangenheit, es gibt kaum mehr eine Stelle, an der nichts wächst.

Heute mal ein paar Blüten nach dem Regen – ich finde, sie sehen dann besonders toll aus!

Rose

Borretsch

Stockrose

Lupine

Thema: Alles, Alles was wächst | Tags: none | 6 Kommentare » |

Claudia am 17. Juli 2009

Betörend schöner Samenstand

Manche Pflanzen sind gänzlich unscheinbar, doch sobald ihre Blüte vorbei ist, beeindrucken sie mit ihrer bemerkenswerten Optik:

samenstand2.jpg

Wir wissen nicht, wie sie vorher aussah, haben sie erst bemerkt, als sich der Samenstand mit etwa 8 cm Durchmesser entwickelt hatte.

samenstand.jpg

Thema: Alles, Alles was wächst | Tags: none | 6 Kommentare » |

Claudia am 15. Juli 2009

Welche Tomatenkrankheit?

Die am besten entwickelten Tomaten stehen in unserem Gewächshaus und reichen dort bis an die Decke. Wenn ihnen etwas NICHT fehlt, dann ist es Wasser – wir gießen oft genug, der Boden trocknet niemals aus und die Atmosphäre fühlt sich auch nie trocken an. Zudem haben wir auf einer Seite die Fenster entfernt, die Tür steht ebenfalls immer offen, so dass es keine Hitzestaus gibt.

Direkte Sonne bekommen diese Tomaten nie – also frag ich mich, warum da manchmal mitten im dschungelartigen Gewusel Blätter vertrocknen, so richtig wie Altpapier verknittern:

tomatenkrankheit2.jpg

tomatenkrankheit3.jpg

Die Pflanze trägt bereits ca. 50 Tomaten, doch einige wenige (die ich auch gleich abpflückte), haben seltsame, durchaus drastische Schäden:

tomatenkrankheit.jpg

Kennt das jemand? Wir freuen uns über jede Info von erfahrenen Tomaten-Freunden!

Thema: Alles, Alles was wächst | Tags: none | 9 Kommentare » |

Claudia am 14. Juli 2009

Ameisenflug + Ameisenvideo

Gestern startete ein Schwarm zur Feier des Tages geflügelter Ameisen aus einer Kolonie rechts neben dem “Hauptweg” unseres Gartens – und zwar schon zum zweiten Mal in diesem Jahr.

Ameisen vor dem Schwärmen

Sie krabbelten in aller Eile die Gräser und Wildkräuter aufwärts, um eine gute Abflugposition zu erreichen. Dabei stiegen sie übereinander weg, kämpften sich zielstrebig nach oben – das ganze Gewusel dauerte ca. 5 Minuten, dann waren sie alle weg.

Ameisen vor dem Start zum Abfliegen

Das Ameisen-Video und die leidige Technik…

Mit der DigiCam kann ich auch Videos aufnehmen, was ich hier gleich mal versuchte. Das Gewusel ist auch ganz gut zu sehen, doch hat das Video am Ende eine unschöne Phase, während der nur Verschwommenes im Bild ist. Um das wegzuschneiden, hab’ ich das Freewareprogramm VirtualDub ausprobiert. Klappte auch ganz gut, doch was ich dann abzuspeichern versuchte, hatte plötzlich über 800 MB (statt 88!) und würde über sechs Stunden brauchen, bis es auf YouTube hochgeladen ist! Komprimieren geht wohl auch “irgendwie”, doch erfordert das offenbar ein kleines Extra-Studium und damit Zeit, die ich grade nicht habe.

Hier also die Originalversion mit verschwommenem Ende:

Thema: Alles, Tierleben | Tags: none | 1 Kommentar » |

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