Endlich: die Eisheiligen

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Nun ist es also soweit, zwischen dem 11. und 15. Mai liegen die sogenannten „Eisheiligen“: Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und die „kalte Sophie“ sind die Namenstage von Bischöfen und Märtyrern aus dem 4. und 5. Jahrhundert – und es sind die letzten Tage im Mai, die noch Frostgefahr mit sich bringen sollen.

So zumindest GLAUBTE man über viele Jahrhunderte, doch lässt sich das laut Wikipedia heute meteorologisch nicht mehr bestätigen. Das aber ficht engagierte Gärtner nicht an, denn eine tradierte Erfahrung behält doch ihren Stellenwert, wenn das Risiko besteht, durch Ignorieren der Eisheiligen und vorzeitiges Auspflanzen liebevoll gehegte Stauden zu verlieren!

unser Gewächshaus

Auch bei uns stehen noch viele Tomaten, Kürbisse, Zucchini und Chilis im Gewächshaus und warten darauf, dass die Frostgefahr zumindest kalendarisch vorüber ist. Sieben Tomaten hab‘ ich jedoch schon vor einer guten Woche ausgepflanzt – vermutlich geschieht ihnen nichts Schlimmes. Zwar gehen die Temperaturen nachts laut Wetterbericht tatsächlich in diesen Tagen weit herunter – an Bodenfrost glaube ich aber noch nicht!

Wie haltet Ihr es mit den Eisheiligen??

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Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

5 Kommentare

  1. Jaja die Eisheilige; schon seltsam, wie dann plötzlich das Wetter umschwingt. Da ich nur Kübel und Kästen zu versorgen und bestücken habe, halte ich mich nicht unbedingt daran, diese erst mit schönen Blühern zuversehen, wenn die Eisheiligen vorbei sind. Die Gärtnereien locken mit herrlicher Ware und wenn man so auf der Terrase sitzt, ist es mit herrlichen Blumen und leuchtenden Farben einfach nochmal viel schöner!
    CU Biggi

  2. Ich kann mich nicht mehr erinnern, wann es hier bei uns (Klimazone 7b)das letzte Mal zu den Eisheiligen Frost gab. Also ignorieren wir sie weitgehend ;-)

    Sicherlich werden wir eines Tages doch mal zu den Eisheiligen kalt erwischt, aber zumindest hatten wir dann einen Tag vorher noch 20 Zentimeter hohe Kartoffeln und Bohnen ;-)

  3. Bei uns kommt es fast jedes Jahr zu einem Kälteeinbruch um diese Zeit, sodass ich den Wetterbericht genau verfolge und zur Not meine Tomaten, Paprika und Fuchsien wieder unterstelle, wenn Frost droht. Übrigens: Bis Ende Mai kann bei uns in Schleswig-Holstein durchaus noch Frost auftreten (sozusagen als Fortsetzung der Eisheiligen); und die kalten Nächte verhindern, dass die Bohnen vernünftig auflaufen, sodass ich diese auch jedes Jahr später auslege, weil es vorher einfach keinen Zweck hat.

  4. Deshalb waren die Jungfrauen ja nackt, die die Bohnen legten:

    http://www.das-wilde-gartenblog.de/2007/05/23/nackte-jungfrauen-legten-die-bohnen/

  5. Ich hoffe, das die sogenannten Eisheiligen bald vorbei sind. Ist doch ein bisschen Kühl am Genick!

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