Matthias am 31. Oktober 2007
Herbstlied

Matthias am 29. Oktober 2007
mit grandiosen Bildern unterlegte die Band “Radiohead” ihr Video zum Lied “All I Need”. Eine Mücke, die sich aus ihrer Puppe befreit, ein von Regentropfen bombardierter Marienkäfer und vieles mehr.
Vielen Dank fürs Finden: Joachim!
Edit: die Bilder sind aus dem Film Mikrokosmos, zusammengestellt von JT Helms
Claudia am 24. Oktober 2007
Kaum geht es nachts mal unter Null, schon lassen sie sich hängen: die Blätter und Blüten der bisher so unermüdlichen Kapuzinerkresse.

Es gab sie im wilden Garten nicht, bevor wir sie ausgesäht haben. Und sie sind ein voller Erfolg! Nie hätte ich gedacht, dass die Kapuzinerkresse derart raumgreifend wird und einen ganzen Hang überwuchern kann. Noch dazu mit wunderschönen Blüten in rot, orange und gelb.
Matthias am 21. Oktober 2007
zeigt sich der wilde Garten, schon früh in diesem Jahr.

hier ein Teil unserer Hecke

Farbenpracht kurz vor Sonnenuntergang
Claudia am 20. Oktober 2007
Wenn die Sonne scheint, zeigt sich der wilde Garten zur Zeit sehr romantisch:

Morgen ist mal wieder Blätter kehren angesagt.

So manche Wildpflanze fällt in ihrer Unscheinbarkeit kaum auf – erst wenn man ganz nah ‘ran geht, zeigt sie ihre Schönheit. Andere, die wir während ihrer Blütezeit auch glatt übersehen haben, werden jetzt im Verfall auf einmal interessant:

Claudia am 17. Oktober 2007
Ein regelrechtes Blütenmeer bietet zur Zeit der Knöterich, der so manche Hecke der Umgebung in unserem Stadtviertel ziert. Wenn man ihn lässt – und in Berlin Friedrichshain ist das oft der Fall! – wächst er hoch in die Bäume und überwuchert diese ganz.

Der Knöterich (Polygonum Fallopia aubertii) ist ein Starkschlinger und der absolute Star unter den Kletterpflanzen. Acht Meter Triebzuwachs pro Jahr macht ihm keine andere Pflanze nach! Er bildet nach und nach Stämme, deshalb soll man die Umschlingung von Wasserrohren, Blitzableitern und anderen Bauelementen vermeiden, die die heftige Umarmung des Knöterichs eher nicht ertragen.

Die Blüten stehen in feingliedrigen, weißen Rispen, die aber nur selten Früchte bilden.

Eine Hecke ist mit Knöterich bzw. “Schlingknöterich” schnell zugewachsen – das Laub hält bis in den November, ich wette mal, dieses Jahr noch länger. Wegen des schnellen Wuchses nennt man den Knöterich auch “Architektentrost” – damit kann so manche Bausünde schnell hinter dichtem Grün verschwinden!
Claudia am 16. Oktober 2007
Kürzlich hab’ ich über ein nützliches Statistik-Tool mal die Fragen zu Gesicht bekommen, die die Welt in Form von Google-Anfragen an uns stellt. Hier nun die Antworten, nach bestem Wissen und Gewissen von engagierten faulen Gärtnern gegeben:
Am besten gar nicht. Die Erde mit einer Hacke immer wieder mal ein wenig lockern reicht völlig aus. “Auf einem Hektar gesundem Boden graben Regenwürmer jährlich ein bis eineinhalb Tonnen Boden um”, schreibt Gerd Brucker in seinem Buch “Lebensraum Boden”. Dabei wollen wir sie gar nicht erst stören! (Eine seriöse Diskussion der Frage nach dem Umgraben gibt’s beim Umwelthaus.)
Wenn der Winter vorbei ist. Und damit jetzt nicht wieder gegoogelt werden muss: Winter ist die kälteste Zeit des Jahres, wenn auch die Tage am kürzesten sind. Schau einfach mal morgens um sieben aus dem Fenster: wenns noch dunkel ist, ist Winter (Achtung: klappt nur, wenn die Rolläden nicht geschlossen sind).
Alles, was auch in der Umgebung wächst – wenn du es wachsen lässt. Außerdem das, was du selbst pflanzt, mal voraus gesetzt, du verteidigst das Gesetzte gegen die stärkeren ortsansässigen Pflanzen. Was aber richtig in Arbeit ausarten kann!
Im Frühjahr (Mitte März/April) oder im Spätsommer (August).
Einfach die Erde aufbuddeln, Kartoffeln suchen, raus nehmen – sie beißen nicht!
Zum Bespiel im wilden Garten, aber auch an vielen anderen Orten. Wie die meisten Pflanzen wächst er dem Himmel entgegen und kommt dabei auch recht gut voran.
Eine Pflanze, die sehr hoch wächst – eben dem Himmel entgegen. Im wilden Garten stürmen zur Zeit die Topinambur, manche kippen auch einfach um, weil sie es übertrieben haben. Im Frühsommer beeindruckte uns der Rüben-Kälberkropf (Chaerophyllum bulbosum) mit seinem gigantischen Wachstum. Und dieses Jahr hat es auch die Stockrose wild getrieben, bevor sie umgekippt ist – Hochmut kommt eben vor dem Fall.
Tja, so ganz genau wissen wir das auch nicht. Vermutlich hatten die Erfinder des Ekels einen Überlebensvorteil gegenüber denjenigen, die einfach alles aufgefressen haben, was sie kriegen konnten. Und hier noch was hübsch Ekliges – oder ist das nur Ansichtssache?

Matthias am 15. Oktober 2007
Diana, Göttin der Jagd, hat zwei treue Anhängerinnen in unserem wilden Garten. Die eine allerdings mit nicht tödlichen Waffen.

Ihre Majestät, die nachbarliche Perserkatze, hat gestern einer zweiten Ratte unter unseren Augen den Garaus gemacht!