Wenn Buddleia die Schmetterlinge lockt…

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Schmetterling auf Buddleia…dann ist es endlich richtig Sommer! Leider bleiben sie selten lange genug sitzen, bis ich mit der DigiCam endlich soweit bin, sie auch ablichten zu können.

Was der Buddleia wohl diese große Anziehungskraft für Schmetterlinge gibt? Sie wird deshalb ja auch „Schmetterlingsstrauch“ genannt. „Sommerflieder“ finde ich nicht so gut, dafür fehlt ihr der Duft, der für mich Flieder erst zum Flieder macht!

Die Buddleia (Buddleja davidii) ist eine anspruchslose Pflanze, die lediglich viel Licht und Sonne braucht. Sie wächst wie der Teufel und kann im März drastisch beschnitten werden. Wir waren da mangels Erfahrung eher zu zögerlich. Wikipedia schreibt dazu sogar: „Buddleja davidii kann und sollte jedes Frühjahr auf Stock gesetzt werden (ca. in Kniehöhe abgeschnitten werden). Er treibt dann stark von unten nach und blüht im Sommer reich. Unterbleibt dieser Schnitt, neigen die Pflanzen dazu, von unten zu verkahlen.“

Das ist nun echt drastisch. An anderer Stelle fand ich den Hinweis, dass man höher abschneiden könne, wenn man einen höheren Strauch haben will – und bei uns „überdacht“ Buddleia ja schon fast den Weg. Ganz kurz will ich sie nicht haben, doch lese ich im Gärtnerblog, dass sie auch bei krassem Rückschnitt bis zum Boden wieder größer als zwei Meter wächst!

Die schwarze Liste

Dort fand ich übrigens auch einen recht seltsamen Gast-Kommentar von einem gewissen „Küsel“, den ich hier glatt mal zitiere:

„Buddleia sollte man eh keine anpflanzen. Sie verdrängen einheimische Pionierpflanzen und sind somit auf der Schwarzen Liste. Dass sie gerne von Schmetterlingen besucht werden ist kein gutes Argument.“

Das hab‘ ich gleich mal recherchiert und fand tatsächlich die schwarze Liste mit den „gefährlichen Arten“ – und wie ich sehe, ist der wilde Garten voll davon! :-) Immerhin haben wir die Ambrosia ausgerupft und sie ist bisher auch nicht wieder gekommen. Aber über Buddleia lass ich nicht mit mir reden: ein wunderschöner Strauch! Und JA DOCH, für mich ist es ein gutes Argument, dass sie von Schmetterlingen geliebt wird – diese sind doch auch „bedroht“, warum sollten wir ihnen also ihre Lieblingsspeise nehmen??

Und hier noch ein Bild: Auch Hummeln mögen Buddleia!

Hummel auf Buddleia

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Autor: ClaudiaBerlin

Claudia lebt und gärtnert in Berlin und bloggt seit 2005 rund ums naturnahe Gärtnern. Folge dem Blog auf Twitter.com/gartenzeilen - da gibts Lesetipps und allerlei Infos rund um unser tolles Hobby.

5 Kommentare

  1. Buddleia verbreitet sich bei uns auch nicht gerade rasant, ich hab noch keine Schößlinge bei uns im Garten gefunden. Da sehe ich Bedenken gegen die Kanadische Goldrute eher ein. Die lässt sich aber, aus unserem Garten, nicht mehr entfernen.

  2. Wir haben letztes Jahr auch zwei Buddleias in unserem Garten angepflanzt. Die waren damals ca. 0,5 Meter hoch. Jetzt haben sie bereits eine Höhe von ca. 2 Metern. Vermutlich werde ich sie nächstes Jahr mal schneiden. Sie wachsen wirklich wie „Unkraut“, sind aber um einiges schöner. ;-)

    Beste Grüße
    Henry

  3. Buddleia kann sich unter günstigen Bedingungen versäen und dann wohl auch lästig werden, verdrängt dann heimische Gewächse, die beispielsweise Futterpflanzen für heimische Schmetterlingsraupen sein könnten.Manche Raupen sind halt Fraßspezialisten, so benötigen Bläulinge Magerrasenpflanzen als Raupenfutter, Bräunlinge bestimmte Gräser usw.
    In England habe ich beispielsweise Autobahnböschungen voller Buddleias gesehen, ebenfalls auf Brachland. Bei uns sieht man das noch nicht in dem Ausmaß, da gibt´s noch viele nette Magerrasenpflanzen auf den Ruderalflächen.
    Ich hatte schon etliche Sommerflieder, die mir in strengen Wintern regelmäßig eingegangen sind. Vorletztes Jahr wieder, aber er hat Nachkommen hinterlassen, aus den mit Vorliebe in Steinritzen aufkeimenden Tochterpflanzen habe ich einen Jahr wieder zur Blüte herangezogen!
    LG
    Sisah

  4. Schwarze Liste Pflanzen = Exoten die wie heimische wachsen, sind richtiges UN-Kraut (Bei Buddleia eben UN-Strauch *lol*) und müssen kontrolliert werden. Schade das viele „Gärtner“ denken das heimische Gewächse nicht schön seien, nur weil sie das von ihren Vorgängern so oft ins Ohr geblasen bzw. gelabert bekamen…Arbeit hat unsereins dudurch besonders viel (wenn auch nicht als angestellter)!
    Eigenständiges Denken ist in Zukunft angesagt!

  5. Pingback: Kanadische Goldrute » Das wilde Gartenblog - ein Garten für Faule

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