Matthias am 13. April 2007
Kirschblüte ein Gedicht
Kirschblüte bei der Nacht
Ich sahe mit betrachtendem Gemüte
jüngst einen Kirschbaum, welcher blühte,
In kühler Nacht beim Mondenschein;
Ich glaubt’, es könne nichts von größerer Weiße sein.
Es schien, ob wär ein Schnee gefallen.
Ein jeder, auch der kleinste Ast
Trug gleichsam eine rechte Last
Von zierlich-weißen runden Ballen.
Es ist kein Schwan so weiß, da nämlich jedes Blatt,
Indem daselbst des Mondes sanftes Licht
Selbst durch die zarten Blätter bricht,
Sogar den Schatten weiß und sonder Schwärze hat.
Unmöglich, dacht ich, kann auf Erden
Was Weißers ausgefunden werden.
Indem ich nun bald hin, bald her
Im Schatten dieses Baumes gehe,
Sah ich von ungefähr
Durch alle Blumen in die Höhe
Und ward noch einen weißern Schein,
Der tausendmal so weiß, der tausendmal so klar,
Fast halb darob erstaunt, gewahr.
Der Blüte Schnee schien schwarz zu sein
Bei diesem weißen Glanz. Es fiel mir ins Gesicht
Von einem hellen Stern ein weißes Licht,
Das mir recht in die Seele strahlte.
Wie sehr ich mich an Gott im Irdischen ergetze,
Dacht ich, hat Er dennoch weit größre Schätze.
Die größte Schönheit dieser Erden
Kann mit der himmlischen doch nicht verglichen werden.
Barthold Heinrich Brockes (1680-1747)

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Was sich nahezu flächendeckend überall im Garten ausbreitet, lässt sich für ein schnelles Gericht nutzen: Giersch, den viele als “Unkraut” bekämpfen, entfaltet als Spinat auf Spaghetti großen Wohlgeschmack. Man sollte allerdings nur die helleren, noch jungen Blätter verwenden, die kaum Bitterstoffe enthalten.
Sonntag waren wir dort: schon am Eingang musste man Schlange stehen und auch drinnen war es dann unangenehm voll. Die Masse und Vielfalt des Pflanzenangebots hat mich schier erschlagen – und wie immer, wenn etwas zu viel ist, mag ich dann gar nichts mehr kaufen. Ganz am Ende erstand ich dann noch ein “tränendes Herz” (und Matt einen Waldmeister), um nicht ganz ohne Mitbringsel zu bleiben.
Seit die Blüten der Kaiserkronen sich öffnen, sind sie gern angeflogenes Ziel für Hummeln und Bienen, die das Nektar-Angebot gerne annehmen. Dass sie sich dabei den Rücken mit dem Blütenstaub “bedrecken”, stört sie ja nicht. So nimm das Fortpflanzungsgeschäft seinen Lauf und ich frage mich, wie diese Symbiose wohl BEGONNEN hat. 