Claudia am 4. April 2007
Wildkräuter-Rezept: Giersch mit Spaghetti
Was sich nahezu flächendeckend überall im Garten ausbreitet, lässt sich für ein schnelles Gericht nutzen: Giersch, den viele als “Unkraut” bekämpfen, entfaltet als Spinat auf Spaghetti großen Wohlgeschmack. Man sollte allerdings nur die helleren, noch jungen Blätter verwenden, die kaum Bitterstoffe enthalten.
Der freundliche Tipp einer Besucherin (Landwirtin aus dem Wendland) hat mich heute ermutigt, das gleich mal auszuprobieren. Mit Olivenöl, Knoblauch, Salz und Pfeffer gedünstet, hat mich der Giersch komplett überzeugt!
Wie der Garten im Moment aussieht, werde ich noch öfter ernten können – rund um den Fingerhut im Bild unten wuchert er wie wild, genau wie überall sonst, wo es nicht so sonnig ist.

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Am 4. April 2007 um 20:48 Uhr
Aufessen wirst Du bei den Mengen aber nicht schaffen. Maria (Gartenliteratur) hat mir mal ein Rezept für Gierschlimonade gepostet, hast Du Interesse? Dann suche ich es heraus!
Am 5. April 2007 um 08:27 Uhr
Gierschlimonade! Potztausend, davon habe ich noch nix gehört.
Rezepte für wilde Kräuter kommen immer gut, ging im letzten Jahrhundert ja so einiges verschüttet…
Passt beim Sammeln bloß auf das kein Fingerhutblättchen ins Menü gerät!
Am 5. April 2007 um 10:16 Uhr
Huch, sind das Fingerhutblätter, nixda? Ich hielt sie zunächst für Beinwell, von Fingerhut lässt man vorsichtig lieber die Finger!
Hier das Rezept, das man auf den Gartenliteratur findet!
http://www.garten-literatur.de/Pflanzen/Rezepte/giersch_limo.htm
LG
Sisah
Am 5. April 2007 um 10:29 Uhr
Hallo Sisah, gern hätte ich das Rezept. Immer nur Minztee aus dem Garten ist auch nix und bis der Waldmeister ordentlich etwas abwirft, dauert es bestimmt noch ein paar Jahre.
edit: Oh, schon da, vielen Dank! Der Kommentar hing noch in der Moderation fest. Warum eigentlich der Spam nicht?
Am 5. April 2007 um 16:10 Uhr
@matthias: der Kommentar kam in die Moderation, weil er einen Link im Text enthielt – vielen Spammern reicht mittlerweile der Link auf dem Namen. Und wer händisch spammt, wird durch den “Schutz” ja nicht abgehalten..
LG
Claudia
Am 23. April 2007 um 09:35 Uhr
Waldmeister!
Passt bloß auf, was Ihr da im Garten habt! Schaut lieber die Tage mal bei uns in den Garten, was der anrichtet. Waldmeister könnten wir als so eine Art “Rollrasen” liefern… Vor drei Jahren hatte ich es versucht in aus dem Erdbeerfeld wieder heraus zu bekommen – keine Chance, denn die Wurzeln sind überall. Ich habe wirklich ganze Matten aufgerollt und alle Erdbeeren neu gepflanzt, da sie mit herausgehoben wurden. Inzwischen ist der halbe Garten “verseucht” und ich habe den Teil aufgegeben. Nun versuche ich ihn wenigstens aus dem Rest fern zu halten, aber das ist echte Arbeit…
Alles fing vor ca. 6 oder 8 Jahren mit einem kleinen Kräutertopf an, wenn ich das damals gewußt hätte. Gemulchter Boden unter großen Apfelbäumen – der ideale Standort für eine Invasion. Also seht Euch lieber unsere Fotos an (spätestens zum 1. Mai ist der Post im Netz), bevor Ihr ihn zu sehr hegt und pflegt.
Liebe Grüße Silke
Am 24. April 2007 um 18:34 Uhr
@Silke
und was war da vorher, bevor sich Waldmeister ausgebreitet hat?? Bei uns ist da alles voll Giersch – ob der dagegen ankommt?
Und optisch: Waldmeister ist doch auch ganz hübsch – kann ich mir als Bodendeckermatte gut vorstellen.
Lieben Gruß
Claudia
Am 24. April 2007 um 20:42 Uhr
Na gut, bei Giersch, den ich auch recht gut aus einem anderen Garten kenne, wird wahrscheinlich der Waldmeister kapitulieren. Oder, wenn der Boden richtig locker ist (viel mulchen) könnt Ihr vielleicht in ein paar Jahren beide Pflanzen zusammen aufrollen. Und dann in mühevoller Sortierarbeit die restlichen Wurzeln entfernen ob Ihr das wollt?. Unter den Umständen ist es sicherlich einen Versuch wert auszuprobieren wer der Stärkere ist.
Am 7. Juni 2007 um 11:14 Uhr
[...] Ihr tränendes Herz tröstete sich am Anblick der Wildkräuter: der Giersch stand in voller Blüte, auf ihn konnte man sich verlassen! Dazwischen noch die gelben Tupfen des Schöllkrauts, das jedes Mal die Finger gelb färbte, wenn man sich an ihm vergriff – alles recht hübsch, doch mit der Kirschblüte konnte das Farbenspiel natürlich nicht konkurrieren. Auch die war nun vorüber, der Frühling schritt voran und schon färbten sich die ersten Kirschen rot. Die Gärtnerin überlegte, was man in Sachen Hangbefestigung noch unternehmen könnte – ob die Hecke schon dicht genug war? Den mickernden Mangold hatte sie darüber vergessen und schob jetzt den Handrasenmäher über den Rasen: mähen ohne Strom, ohne krassen Motorenlärm, wunderbar! Immer wieder wunderte sie sich darüber, warum so viele Gärtner sich so ein Motormonster antaten. Am Komposthaufen war dann allerdings Schluss mit Mähen: da stand der Wiesenkerbel, mittlerweile drei Meter hoch. Die Gärtnerin, selbst nur 1,65, schaute bewundernd zu ihm auf: Und sowas nannten manche Menschen UNKRAUT! [...]
Am 30. August 2007 um 09:32 Uhr
[...] Vielleicht auch interessant: Giersch mit Spaghetti [...]
Am 8. Mai 2008 um 09:23 Uhr
[...] frischen Triebe des Giersch sind essbar, womit ich letztes Jahr bereits experimentierte: Die Spaghetti mit Giersch-Spinat waren der erste Versuch, die Giersch-Pfannkuchen der zweite. Gestern Abend hab ich mir einfach mal [...]