Bienensterben? Scheinbar nicht bei uns!

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Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland, sterben die Bienen aus. So berichten es die Medien jetzt beinahe täglich. Die Gründe sind unbekannt. Das lässt natürlich jede Menge Raum für Spekulationen. Von Bienenaids über Klimawandel zu Genmais kann da alles hineininterpretiert werden. Insektizide, Stress und Milben, sowie das Aussterben der Hobbyimker sollen die Gründe in Deutschland sein. Mit dem Bienensterben in den USA und Kanada habe das nichts zu tun. Woher weiß man das, wo man doch nicht weiß woran es in Nordamerika liegt?

„Den durch Bienenpollination erwirtschafteten Wert schätzen Forscher allein für die USA auf bis zu 18 Milliarden Dollar. In Europa sind es immerhin bis zu fünfMilliarden Euro. Durch ihre Leistung bei der Bestäubung gelten Bienen in Europa nach Rindern und Schweinen als das drittwichtigste Haustier – noch vor dem Geflügel.“

Lese ich dann als Fazit in der Süddeutschen. Genau so habe ich mir das vorgestellt, sobald wir eine Alternative gefunden haben zu diesen schrecklich unvernünftigen Insekten, dürfen sie ruhig aussterben. Kunsthonig tut es doch auch und ist so ostalgisch.

Wie immer eine unglaubliche Verkürzung der Sachverhalte, auf das dem Menschen Nützliche. Das fängt schon bei der Bezeichnung Bienensterben an. Gemeint ist hier nur die westliche Honigbiene (Apis mellifera). Laut Wikipedia gibt es aber allein in Deutschland noch 499 weiter heimische Bienenarten. Weltweit geschätzte zwanzigtausend.

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Bei uns im Garten scheinen sie alle vorzukommen, eine Vielzahl von verschiedenen Bienen, Wespen, Hummeln und pollensammelnder Fliegen finden sich ein, um in alles zu kriechen, was nach Blüte aussieht. Auch die Honigbiene findet sich in Massen, die sehe ich besonders häufig an unserem Teich/Sumpfgebiet. Emsig nehmen sie dort Wasser auf. Wir haben also eine Bienentränke, bei dem süßen Nektar die ganze Zeit, braucht insekt das.

Bienen am Teich

Für all die wilden Bienen und Hummeln finden sich bei uns viele Totholz- und Erdhaufen, alte und neue Komposthaufen, Mause-, Ratten- und andere Löcher, auf dass sie alle ein nettes Plätzchen finden, um die nächste Generation von Pollinatoren heranzuziehen.

Ein Kommentar

  1. ein wunderbares biotop habt ihr da, und gleichzeitig ein beitrag zum artenschutz!

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