Claudia am 29. April 2007
Leben UND Sterben
In vielen Gartenblogs sehe ich die Pflanzen nur auf dem Gipfel ihrer Schönheit: blühend, strahlend, strotzend vor Lebenskraft. Das dann unvermeidlich folgende Absterben wird nur selten abgelichtet, ebensowenig wie das eher unscheinbare Anfangsstadium. Viele Gartenfreunde entfernen die Pflanzen sogar, sobald man ihnen ansieht, dass sie den Zenit ihrer Entwicklung überschritten haben – will man damit den Tod ausblenden? Soll der eigene Garten ein utopischer Ort “Nirgendwo” sein, in dem zwar geblüht, aber nicht verdorrt werden darf?

Wir lassen die Pflanzen stehen, bis sie von selber zusammen brechen. Derzeit sind es die Kaiserkronen, die erst verblassen und dann umstürzen. Unser Gartenvorbesitzer hat uns mit auf den Weg gegeben, sie stehen zu lassen, bis sie komplett verdorrt sind – nur so könne sich die Lebenskraft fürs nächste Jahr in der Zwiebel sammeln.
Ob das jetzt zu esoterisch ist, muss jeder selber wissen. Stehen lassen kommt faulen Gärtnern jedenfalls entgegen, deshalb dürfen die Kaiserkronen ihren Abgang so lange zelebrieren, wie sie mögen!
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Nun kommen die Blüten wieder herunter und alles liegt voller “Schnee”. Noch nie hab’ ich die Baumblüte so bewusst wahr genommen wie dieses Jahr – und noch nie war ich so begeistert! Kann jetzt gut verstehen, dass die Japaner zur Kirschblüte ein großes Fest veranstalten, an dem schon auch mal mehrere Tage gefeiert wird.

Hopfen wächst in Berlin an jedem zweiten Zaun, ob das echter wilder Hopfen oder verwildeter Kulturhopfen ist, weiß ich nicht. Immerhin gab es einmal